Sachsen

Polenreise beendet : Tillich wirbt für Kupferabbau in Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat seine viertägige Polenreise beendet. Zum Abschluss stand ein Besuch des Kupferbergwerkes in Lubin auf dem Plan. Das Bergwerk gehört zum polnischen Bergbaukonzern KGHM. Das Unternehmen erkundet seit 2007 das Kupfervorkommen in der Lausitz.

Konzernchef Herbert Wirth erklärte bei einem Treffen mit Tillich am Donnerstag, sein Unternehmen werde die Probebohrungen fortsetzen. Ein bis zwei Bohrungen seien noch notwendig. Wirth sagte, sollten die Bohrungen erfolgreich sein, käme es danach zum Abbau. Es könnten mehrere Tausend Arbeitsplätze entstehen. Bis zu einer möglichen Förderung könnten aber noch mindestens 15 Jahre vergehen. KGHM hat eigenen Angaben zufolge bisher 13 Millionen Euro in der Lausitz investiert.

Tillich hofft auf Kupferförderung in Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Tillich besucht Polen
Tillich beim Treffen mit der KGHM-Führung.

Regierungschef Tillich sagte bei seinem Besuch in Polen, die Vorarbeiten dauerten noch an, da in Archiven Hinweise auf weitere Erze gefunden worden seien. Käme es endgültig zum Abbau, wäre dies "ein Segen für die Region". Sachsen sei daran interessiert, dass sich "die Erwartungen realisieren lassen". Nach seinen Angaben gibt es bereits jetzt enge Kontakte zwischen dem polnischen Konzern und der TU Bergakademie Freiberg. Die Forscher und Ingenieure aus Sachsen seien an Vorarbeiten und Untersuchungen beteiligt.

KGHM gilt als einer der größten Kupferförderer weltweit. Die Fima hat bereits eine Niederlassung in Weißwasser gegründet und vier Probebohrungen vorgenommen. In der Lausitz werden nach ersten Schätzungen mehr als 300 Millionen Tonnen Erze vermutet, neben Kupfer auch Silber. Das zur Erkundung genehmigte Feld hat eine Größe von 364 Quadratkilometern. Es erstreckt sich von der sächsisch-brandenburgischen Landesgrenze bis in den Raum um Weißwasser.

Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2012, 21:22 Uhr

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