Zum Nachlesen Der Liveticker zu den Ereignissen in Leipzig

In Leipzig haben nach Angaben der Stadt rund 15.000 Legida-Anhänger demonstriert - weit weniger als von der islamkritischen Bewegung erhofft. Mehr als 20.000 Menschen kamen, um gegen Legida zu protestieren. Am Ende gab es trotz eines Großaufgebots der Polizei einige Übergriffe und wohl auch Verletzte. Alles, was passiert ist, können Sie in unserem Liveticker nachlesen.

22:41 Uhr: Nahverkehr normalisiert sich langsam

Nach Ende der Demonstrationen fahren Busse und Straßenbahnen wieder ihre normalen Strecken. Die Leipziger Verkehrsbetriebe schreiben, man bemühe sich, so schnell wie möglich wieder nach Fahrplan unterwegs zu sein.

22:26 Uhr: Wie soll das weitergehen?

Eine Demonstration reicht aus, um die gesamte Stadt für Stunden lahmzulegen. Unser Reporter Alexander Teske fragt sich, wie das in den nächsten Wochen weitergehen soll.

Der Rückblick in bewegten Bildern:

22:18 Uhr: Mehrere Verletzte bestätigt

Die Polizei bestätigt: Es hat mehrere Verletzte gegeben.

22:03 Uhr: Legida wird zu Vorort-Bahnhöfen gelotst

Wie die Polizei meldet, werden die Legida-Teilnehmer zurzeit zu Vorort-Bahnhöfen gelotst. Die Züge fahren nach Angaben der Bahn mit großer Verspätung.

21:46 Uhr: MDR-Reporter: Rauer als bei Pegida

MDR-Reporter Alexander Teske schätzt ein: Es ging rauer zu als bei Pegida. Auch Gegendemonstranten blieben nicht friedlich.

21:30 Uhr: Polizei: "Lage im Griff"

Die Polizei hat beide Lager nach der Konfrontation am Hauptbahnhof nach eigenen Angaben getrennt. Nun habe man die "Lage im Griff". Das Gelände um den Bahnhof ist geräumt, die Beamten sichern die Abreise der Legida-Anhänger ab. Hinter den Absperrungen beobachten die Legida-Gegner das Geschehen.

21:24 Uhr: Stadt spricht von 15.000 Legida-Teilnehmern, 20.000 Legida-Gegnern

Die Stadt Leipzig spricht von 15.000 Teilnehmern bei der Legida-Kundgebung und 20.000 Menschen, die für Toleranz demonstriert hätten. Die Zahlen habe die Polizei auf Grundlage von Hubschrauberbildern ermittelt.

21:12 Uhr Ausschreitungen am Hauptbahnhof

Am Hauptbahnhof treffen beide Lager aufeinander. Böller und Flaschen fliegen, es gibt offenbar Verletzte. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, Gegendemonstranten hätten versucht, eine Polizeisperre zu durchbrechen. Mehrere Beamte seien verletzt worden. Es habe mindestens eine Festnahme gegeben. AFP zufolge griffen außerdem mehrere Legida-Anhänger eine Journalistin an und bedrohten weitere Pressevertreter.

21:07 Uhr: Legida zieht ab

Die Polizei hat den Platz vor dem Hauptbahnhof geräumt. Nun zieht Legida über die Ritterstraße geschlossen vom Augustusplatz ab.

21:01 Uhr: Citytunnel wieder offen

Laut Deutscher Bahn ist der Citytunnel nach den Brandanschlägen wieder geöffnet. Der Verkehr rollt bereits langsam wieder an. Die Reparaturen an den angezündeten Kabelschächten vor dem Hauptbahnhof dauern wahrscheinlich noch bis Donnerstagmorgen. Betroffen sind hier die Linien Richtung Dresden, Meißen und Chemnitz.

20:45 Uhr: Abschlusskundgebung läuft

Zurzeit läuft die Abschlusskundgebung von Legida auf dem Augustusplatz.

20:42 Uhr: Vandalismus im Citytunnel

Nach Angaben der Deutschen Bahn hat sich der Vandalismus-Verdacht im Citytunnel bestätigt. Betroffen seien alle Linien des Mitteldeutschen S-Bahnnetzes. Die Sperrung dauert voraussichtlich bis 22 Uhr.

20:34 Uhr: Journalist attackiert

Auf Twitter berichten mehrere Nutzer, dass ein Journalist von Legida-Anhängern geschlagen und bespuckt worden sei. Uni-Radio "Mephisto" zufolge handelt es sich um einen seiner Reporter.

20:34 Uhr: Legida zurück am Augustusplatz

Legida hat seinen Marsch beendet und ist jetzt wieder auf dem Augustusplatz.

20:29 Uhr: Citytunnel gesperrt

Nach Alarm an den Haltestellen Bayerischer Bahnhof und MDR ist der Citytunnel gesperrt worden. Das hat die Bahn mitgeteilt. Die Polizei prüft, ob es weitere Brandanschläge gab.

20:21 Uhr: Aktuelle Bilder

Der Bericht aus unserer Sendung von 19:30 Uhr zum Nachsehen:

20:17 Uhr: Polizei trennt Lager weiträumig

Die Legida-Demonstranten biegen in die Windmühlenstraße ein. Vom Bayerischen Bahnhof her sind die Rufe der Gegner zu hören. Die Polizei trennt beide Lager weiträumig.

19:55 Uhr: NoLegida in der Überzahl

Laut Polizei sind deutlich weniger Legida-Teilnehmer in Leipzig als angemeldet. Die Zahl der Legida-Gegner sei höher. Details folgen nach Ende der Veranstaltungen. Legida hatte mit 60.000 Anhängern gerechnet.

Die Legida-Teilnehmer ziehen jetzt über den Ring.

19:49 Uhr: Kleine gewaltbereite Gruppen

In der Nähe des Hauptbahnhofes sind Polizeibeamte mit Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen worden. Die Beamten sprechen von kleinen gewaltbereiten Gruppen.

19:46 Uhr: Oberverwaltungsgericht weist Legida-Beschwerde ebenfalls zurück

Auch das Leipziger Oberverwaltungsgericht hat die Beschwerde von Legida gegen die verkürzte Marschroute zurückgewiesen. Ein Gerichtssprecher sagte, die Beschwerde habe nicht den Darlegungsansprüchen genügt und sei deshalb als unzulässig abgewiesen worden.

19:43 Uhr: S-Bahnbetrieb eingestellt

Die Deutsche Bahn teilt mit, dass der S-Bahnbetrieb in der Stadt eingestellt wurde.

19:40 Uhr: Internationale Medien vor Ort

Das Interesse der internationalen Medien an den Geschehnissen in Leipzig ist groß. Fernsehteams unter anderem aus Japan und Russland sind vor Ort.

Die BBC hat den Rücktritt von Lutz Bachmann als Eilmeldung herausgebracht.

19:38 Uhr: Platznehmen!

Mit Beginn des Protestmarsches beginnen auch die Sitzblockaden unter dem Motto "Leipzig nimmt Platz".

19:36 Uhr: Bilder von den Kundgebungen

19:35 Uhr: Belgische Pegida-Demo verboten

Die erste in Belgien geplante Pegida-Demonstration ist von der Stadt Antwerpen untersagt worden. Bürgermeister Bart De Wever hat sowohl die Genehmigung für die Kundgebung der Pegida-Unterstützer als auch Veranstaltungen von Gegnern der islamfeindlichen Bewegung verweigert.

19:33 Uhr: Legida setzt sich in Bewegung

Jetzt kommt Bewegung in die Legida-Kundgebung - der Protestmarsch beginnt.

19:27 Uhr: Genaue Zahlen nach den Veranstaltungen

Die Polizei spricht von mehreren Tausend Teilnehmern auf beiden Seiten. Genaue Zahlen will sie erst nach Ende der Kundgebungen und Mahnwachen bekannt geben.

19:20 Uhr: Oertel: Was in Leipzig gefordert wird, ist nicht mit uns abgesprochen

Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel: "Alles, was heute Abend in Leipzig gesagt und gefordert wird, ist nicht mit uns abgesprochen. Das kann sich für die einheitliche Wahrnehmung unserer Bewegung als kontraproduktiv erweisen. Daher prüfen wir eine Unterlassungsklage."

19:03 Uhr: Pegida erwägt Unterlassungsklage gegen Legida

Pegida-Sprecherin Oertel bedauert in einer Mitteilung, Legida habe den Pegida-Forderungskatalog nicht übernommen und müsse nun mit einer Unterlassungsklage rechnen.

18:52: Legida-Kundgebung beginnt

Die Legida-Kundgebung beginnt - geplanter Beginn war 18:00 Uhr. "Wir sind das Volk"-Rufe sind zu hören.

18:48 Uhr: Rangeleien am Hauptbahnhof

Ein MDR-Reporter berichtet von Rangeleien zwischen Legida-Anhängern und -Gegnern am Hauptbahnhof.

18:44 Uhr: Legida-Anhänger warten auf Beginn

Die Legida-Anhänger warten auf dem Augustusplatz vor der dunklen Oper auf den Beginn ihrer Kundgebung. Die Gegenveranstaltungen haben teilweise schon begonnen.

18:37 Uhr: Pressemitteilung zum Bachmann-Rücktritt

Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann meldet sich in einer Pressemitteilung zu Wort:

"Ich entschuldige mich aufrichtig bei allen Bürgern, die sich von meinen Postings angegriffen fühlen. Es waren unüberlegte Äußerungen, die ich so heute nicht mehr tätigen würde. Es tut mir leid, dass ich damit den Interessen unserer Bewegung geschadet habe, und ziehe daraus die Konsequenzen."

18:34 Uhr: Stadträte werden nicht durchgelassen

Nachdem die Stadtratsitzung extra abgebrochen wurde, werden die Stadträte nicht zu den angemeldeten Kundgebungen durchgelassen. Das berichtet Sören Pellmann, Fraktionschef der Linken im Stadtrat. Demnach verhandelt der Oberbürgermeister mit den Sicherheitskräften.

18:30 Uhr: Interview mit MDR-Reporter Alexander Teske

Hier noch einmal das Gespräch mit Reporter Alexander Teske aus MDR aktuell 17:45 Uhr.

18:27 Uhr: Innenstadt ist wieder voll

Ende der Leere: Die Innenstadt füllt sich mit Legida-Demonstranten und Gegnern. Die Legida-Kundgebung verzögert sich.

18:14 Uhr: Nahverkehr rollt teilweise wieder

Nach Angaben der Stadt Leipzig rollt der Verkehr auf dem Innenstadtring teilweise wieder.

18:08 Uhr: Bachmann tritt zurück

Mitbegründer Lutz Bachmann tritt von allen Pegida-Funktionen zurück. Das hat Sprecherin Kathrin Oertel bestätigt.

18:08 Uhr: Container brennen und Böller fliegen

Es gibt erste Ausschreitungen. MDR SACHSEN zufolge brennen auf der Koburger Brücke Container, am Hauptbahnhof fliegen Böller.

18:05 Uhr: Licht aus an der Oper

Die Leipziger Oper hat aus Protest gegen die Legida-Kundgebung auf dem Platz davor das Licht ausgeschaltet.

18:01 Uhr: Ratssitzung abgebrochen

Die Ratssitzung in Leipzig ist abgebrochen worden, weil viele Abgeordnete an den Kundgebungen gegen Legida teilnehmen wollten. CDU und AfD waren gegen den Abbruch.

18:00 Uhr: Polizei hält Pegida-Gegner in Schach

Laut NoLegida haben Gegendemonstranten versucht, die Absperrungen an der Ostseite des Hauptbahnhofs zu durchbrechen. Die Polizei sei "robust" dazwischen gegangen.

17:45 Uhr: Polizei öffnet Absperrungen

An der Grimmaischen Straße hat die Polizei die Absperrungen geöffnet und lässt die Pegida-Anhänger durch. Auch die Zugänge zu den Gegenveranstaltungen sind geöffnet.

17:30 Uhr: Demonstranten werden nicht durchgelassen

Die Gegendemonstranten von NoLegida melden: "Durch die Polizeikette kommt fast niemand durch. Auch der Zugang zu den angemeldeten Demos ist schwer." Selbst die Anmelder hätten Probleme, zu ihren eigenen Kundgebungen zu gelangen. An der Moritzbastei werden teilweise Personenkontrollen durchgeführt.

17:25 Uhr: Gegendemonstranten wollen Absperrung durchbrechen

Über Twitter melden mehrere Nutzer, dass Gegendemonstranten an der Universitätsstraße versuchen, die Absperrungen zu durchbrechen.

17:09 Uhr: Jung hofft auf "Keine Gewalt"-Rufe

Oberbürgermeister Jung hat im Stadtrat gesagt: "Ich wünsche mir, dass heute der Ruf 'Keine Gewalt!' laut wird. Das hat Leipzig immer ausgezeichnet."

16:58 Uhr: Läden schließen

Den Kollegen vom Uniradio Mephisto zufolge schließen wegen der Legida-Demonstration sämtliche Läden in der Innenstadt.

16:38 Uhr: Bahn bestätigt Brandanschlag

Eine Bahnsprecherin und die Polizei bestätigen, dass sich Vandalen an Gleis-Signalanlagen zu schaffen gemacht haben. Unbekannte haben Kabelschächte freigelegt und die Kabel angezündet. Auf den betroffenen Gleisen 14 bis 23 ist kein Zugverkehr möglich, mehrere Züge werden umgeleitet.

16:33 Uhr: Hauptbahnhof schließt die Tore

Nach Angaben der Deutschen Bahn sind die beiden Haupteingänge des Hauptbahnhofs geschlossen worden. Fast alle Geschäfte im Bahnhof sind ebenfalls geschlossen.

16:20 Uhr: Alles dicht

Die Polizei hat den Innenstadtring abgeriegelt. So wie hier am Wilhelm-Leuschner-Platz gibt es kein Durchkommen mehr. Die Gegend ist menschenleer - bis auf Polizisten.

16:06 Uhr: OB Jung nervös

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung sagt MDR INFO vor den Demos: "Ich muss zugeben, dass ich etwas nervös bin."

15:55 Uhr: Verwaltungsgericht bestätigt verkürzte Demonstrationsroute

Das Leipziger Verwaltungsgericht hat die verkürzte Demonstrationsroute für Legida bestätigt. Der Eilantrag der Organisation wurde abgelehnt. Bei Protesten auf der längeren Route wäre demnach "von einer unmittelbaren Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung" auszugehen.

15:35 Uhr: Gewandhaus will Licht ausmachen

Das Gewandhaus bezieht mit einem großen Plakat Stellung gegen Pegida. Laut Gewandhausorchester wird außerdem um 18:00 Uhr die Beleuchtung ausgeschaltet.

15:11 Uhr: Innenstadtring wird gesperrt, ÖPNV umgeleitet

Die Stadt Leipzig teilt mit, dass der Innenstadtring komplett gesperrt wird. Nahverkehr und S-Bahnverkehr werden umgeleitet.

14:05 Uhr: de Maizière gegen Pegida

Bundesinnenminister de Maizière hat dazu aufgerufen, nicht an Demonstrationen von Pegida und deren Ablegern teilzunehmen. "Solchen Leuten läuft man nicht hinterher", sagte er. Man müsse die Probleme und Sorgen der Bürger, die zu den Protesten gingen, trotzdem ernst nehmen. Diese Menschen suchten offenbar dringend das Gespräch. "Und das müssen wir führen."

14:00 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Bachmann

Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen Pegida-Gründer Lutz Bachmann. Sie wirft ihm Volksverhetzung vor. Außerdem gibt es eine Diskussion um ein Foto, das Bachmann mit Hitler-Bart zeigt.

13:00 Uhr: Verfassungsschutz sieht bei Legida rechtsextreme Tendenzen

Der sächsische Verfassungsschutz sieht beim Leipziger Pegida-Ableger Legida rechtsextreme Tendenzen.

Zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2015, 23:05 Uhr