Sachsen

Tarifkonflikt im öffentlich Dienst : Sachsens Lehrer wollen Anfang März streiken

Die angestellten Lehrer in Sachsen werden sich zwischen dem 4. und 6. März an den Warnstreiks für höhere Tarife im öffentlichen Dienst der Länder beteiligen. Das sagte der Vorsitzende des Sächsischen Lehrerverbandes, Jens Weichelt, am Sonnabend dem MDR SACHSENSPIEGEL. An welchen Schulen in diesem Zeitraum und wann genau die Arbeit niedergelegt werden soll, wollte er noch nicht bekanntgeben. Allerdings ist Weichelt zufolge die Streikbereitschaft sehr hoch. Der Verbandschef geht davon aus, dass sich bis zu 80 Prozent der Lehrer an Ausständen beteiligen werden.

Interesse am Lehrerberuf lässt nach, Nachwuchs wandert ab

SLV-Leiter Jens Weichelt
Weichelt geht davon aus, dass sich die meisten Lehrer in Sachsen an den Warnstreiks beteiligen.

Weichelt kritisierte, dass die Bundesländer als Arbeitgeber bisher keine konkreten Vorschläge vor der nächsten Verhandlungsrunde am 7. und 8. März in Potsdam gemacht haben. Außerdem seien die Kollegen auch sehr enttäuscht und aufgebracht darüber, dass gerade von Sachsen ein deutlicher Widerstand gegen eine tarifliche Eingruppierung von Lehrkräften ausgehe. Die Eltern hätten dagegen mittlerweile verstanden, dass nicht mehr der Lehrernachwuchs komme, der eigentlich gebraucht werde. Weichelt zufolge gab es zwei Jahre lang keine ausreichende Bewerberzahl an Grund- und Förderschulen. Auch bei Mittelschullehrern sei nur ein Teil der benötigten Lehrer in der Ausbildung.

"Wenn wir in Sachsen keine guten Bedingungen haben, dann werden unsere eigenen Landeskinder in andere Bundesländer gehen. Dieser Trend ist bereits zu beobachten. Und zum anderen werden wir keinen Lehrernachwuchs aus anderen Ländern gewinnen."

Jens Weichelt, Vorsitzender des Sächsischen Lehrerverbandes

Die zweite Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder war am Donnerstag ergebnislos abgebrochen worden. Die Gewerkschaften fordern unter anderem 6,5 Prozent mehr Geld. Die Bundesländer als Arbeitgeber sprachen von überzogenen Vorstellungen, ohne aber selbst einen Vorschlag zu unterbreiten. Daraufhin riefen die Gewerkschaften bundesweit zu Warnstreiks auf. Die ersten Aktionen sind Anfang kommender Woche in Berlin und Sachsen-Anhalt geplant.

Zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2013, 19:14 Uhr

4. Frank:
Bin der Meinung die haben zu viel Kohle. Ich würde sofort für 2.500,00 € Brutto an einer Schule Erdkunde oder Werkuntericht geben. Aber der Gesetzgeber und viele Schulleiter wollen nicht. Gern auch nur in Teilzeit! Alle erdenklichen Führungszeugnisse sind vorhanden. Als Freiberufler leidest Du hier in diesen CDU-Sachsendikatorenstaat an Hungersnot und dort solle es mit der Schaufel reingegeben werden.
19.02.2013
11:15 Uhr
3. Mars:
> Annett Ihr Kommentar sagt ja eigentlich, dass das Gehalt der Lehrer offensichtlich angemessen ist, denn die müssen das (schwierige Schüler, fachfremder Unterricht usw.) ihr Leben lang aushalten...
17.02.2013
21:47 Uhr
2. Annett:
Mein völliges Nein dafür! Die Lehrer bekommen schon sooo viel Geld - im Gegensatz dazu die Altenpfleger nur die Hälfte! Ich schreibe aus eigenen Erfahrungen in beiden Berufen!!! Das Geld sollte für eine bessere Ausbildung der Lehrer eingesetzt werden! - Ich musste Werken, Geografie, Biologie, Hauswirtschaft, ... an einer Förderschule unterrichten!!! (völlig fachfremd!!!): 2 Monate habe ich das ausgehalten! NIE WIEDER FÖRDERSCHULE!!!
17.02.2013
15:39 Uhr
1. Nadja Neubert:
Fällt auch in Lutherstadt Eisleben am 19.02.2013 die Schule aus?
17.02.2013
13:56 Uhr

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