Region Leipzig

Nadelöhr beseitigt : A14 im Leipziger Norden jetzt sechsspurig

In Leipzig ist am Freitag ein sechsspurig ausgebauter Abschnitt der Autobahn 14 für den Verkehr freigegeben worden. In den Ausbau der 7,4 Kilometer langen Trasse flossen rund 90 Millionen Euro. Seit 2009 wurde zwischen Leipzig-Messegelände und Leipzig-Ost gebaut.

Wichtige Verkehrsader für Güterverkehr

 Die ersten Autos fahren am Freitag (27.07.2012) nach der Verkehrsfreigabe über das neue Teilstück der Autobahn A14 zwischen Leipzig Ost und Leipzig Messegelände.
Am Mittag rollten die ersten Autos über die neue Trasse.

Die A14 ist eine der wichtigsten Verbindungen zwischen den Städten Halle, Leipzig und Dresden. Sachsens Wirtschaftsminister Morlok bezeichnete die Trasse daher als eine der Hauptschlagadern der Region. "Sie verknüpft nicht nur die A2 mit der A4, sondern gewinnt auch für den überregionalen Güterverkehr immer mehr an Bedeutung. Die A14 erschließt am Logistik-Standort Leipzig den Flughafen Leipzig/Halle, die Messe Leipzig und die großen Industrieansiedlungen im Leipziger Norden."

Auch Messechef Martin Buhl-Wagner freute sich über die Freigabe. "Für unsere Besucher und Aussteller ist die Freigabe eine gute Nachricht. Mit der sechsspurig ausgebauten Autobahn haben wir eine leistungsfähige Fernstraßenverbindung vor der Haustür, die die An- und Abreise zum Messegelände erleichtert."

Natur- und Lärmschutzmaßnahmen

Verkehrsprognosen zufolge werden bis zu 61.500 Fahrzeuge pro Tag über die A14 fahren. Die bisherige Fahrbahn stammte aus den 1930er-Jahren. Die neue Achse der Trasse ist gegenüber der alten um 12,25 Meter in Richtung Norden verschoben. So konnte zuerst die neue Richtungsfahrbahn Magdeburg neben der bestehenden Autobahn errichtet werden. Parallel wurde auch der vierspurige Ausbau der B87 Leipzig-Taucha auf einer Länge von einem Kilometer und der Anschluss an die A14 erneuert. Weil der neue Autobahnabschnitt durch die Stadtgebiete von Leipzig und Taucha sowie durch das Landschaftsschutzgebiet "Parthenaue" verläuft, mussten hohe Natur- und Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden.

Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2012, 21:29 Uhr

2. Rico:
Es wird im Video vom Weiterbau bis Dr. Parthenaue gesprochen. Das ist verwunderlich, hat man doch gerade eben erst (vor einigen Monaten) die neue Ast. L-Ost/B6 mit nur 2 neu gebauten durchgehenden Fahrspuren freigegeben. Auch nach L-Ost (Ri. Parthenaue) wurde noch ca. 500m weiter auf beiden Seiten neu gebaut - und zwar 2-spurig. All das und die fehlenden Ausfahrtsspuren (3 + Ausfahrt = 4 Spuren) soll also kurz nach dem Neubau schon wieder überbaut werden?! Es wird doch viel eher so sein, daß man beim Bau von L-Ost/B6 genau wußte, daß der Bau bis Parthenaue auf viele Jahre nichts werden wird und hat deshalb absichtlich "falsch" gebaut. Wenn aber 2013 die A72 bis Borna fertig ist, wird es über die A38/A14 noch mehr Verkehr geben, der Weiterbau wäre daher dringend. Auch werden es die alten Brücken über die A14 dort nicht mehr lange machen.
27.07.2012
21:38 Uhr
1. Kai:
Endlich. Ich freue mich schon, den neuen Abschnitt gleich befahren zu können. Ich muss allerdings sagen, dass _meiner Erfahrung nach_ der Verkehrsfluss auch während der Bauphase einigermaßen gut lief. ich fahre seit zwei Jahren jeden Freitag am späten Nachmittag dort vorbei in Richtung Dresden und habe an dieser Baustelle nicht ein einziges Mal im Stau gestanden, trotz teilweise viel Verkehr. Ganz im Gegensatz zu anderen Abschnitten der A14, die weiter nördlich liegen...
27.07.2012
12:58 Uhr

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