Döllnitzbahn
An ausgewählten Tagen fährt die Döllnitzbahn unter Dampf. Bildrechte: Denise Zwicker/Döllnitzbahn GmbH

Jubiläum bei der Döllnitzbahn Großer Bahnhof für den "Wilden Robert"

Döllnitzbahn
An ausgewählten Tagen fährt die Döllnitzbahn unter Dampf. Bildrechte: Denise Zwicker/Döllnitzbahn GmbH

Die historische Schmalspurstrecke zwischen Oschatz und Mügeln feiert an diesem Wochenende mit einem Bahnhofsfest ihr 130-jähriges Bestehen. Mit Musik, Modellbahnausstellung, Führungen und Sonderfahrten wollen die Veranstalter bis Sonntag Besucher auf das Bahnhofsgelände in Mügeln locken. Höhepunkt ist am Sonnabend die Lokparade – die Gelegenheit für Schmalspurfans, vor dem Lokschuppen die Kamera zu zücken. Am Sonntag zum "Tag des offenen Denkmals" fährt der Wermsdorf-Express zum Schloss Hubertusburg. Die Fahrt beginnt auf der Schmalspurstrecke in Oschatz und führt über Mügeln nach Glossen. Dort wechseln die Fahrgäste in einen historischen "Fleischer S5"-Bus, der bis zum Schloss Hubertusburg fährt.

Früher Rüben, heute Schüler

Der Bahnhof Mügeln galt einst als größter Schmalspurbahnhof Europas und war an das in den 1920er-Jahren rund 500 Kilometer umfassende das Schmalspurstreckennetz in Sachsen angebunden. Transportiert wurden vor allem landwirtschaftliche Güter und Kaolin, das bei Mügeln abgebaut wurden. Heute ist die Döllnitzbahn noch auf 20 Kilometern Schiene zwischen Oschatz und Mügeln im Personenverkehr unterwegs. Vor allem Schüler fahren mit.

Die Preßnitztalbahn  (Museumsbahn zwischen Steinbach und Jöhstadt) kurz vor Schmalzgrube.
Erst 1990 konnte sich die gemeinnützige "Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn e.V." gründen. Die Vereinsmitglieder realisierten den Wiederaufbau und den Betrieb der inzwischen neun Kilometer langen Strecke, zwischen Jöhstadt und Steinbach. Die Dampfzüge verkehren an bestimmten Wochenenden und auf Charterbestellung. Bildrechte: MDR/Armin-Peter Heinze

Zuletzt aktualisiert: 12. September 2015, 18:37 Uhr