Umzug nach Tschechien : Auto-Zulieferer Faurecia schließt Werk in Leipzig
Der Automobilzulieferer Faurecia gibt sein Werk in Leipzig auf und verlagert die Produktion nach Tschechien. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Sächsischen Zeitung".
Schließung im Oktober 2013
Grund für den Rückzug ist dem Sprecher zufolge, dass der Autobauer BMW die an Faurecia vermieteten Flächen für die eigene Produktion brauche. Das Unternehmen ist derzeit auf dem Werksgelände von BMW ansässig. Der Autobauer brauche die vermieteten Flächen ab dem kommenden Jahr selbst, weil er dort seine Elektro-Modelle herstellen wolle, hieß es. BMW wies diese Darstellung zurück. Sprecher Jochen Müller teilte mit, der Rückzug erfolge nicht aus Platzgründen: "Der Grund einer Verlagerung ist eine unternehmerische Entscheidung der Firma Faurecia, die von Tschechien aus künftig die beiden BMW Werke in Leipzig und in Regensburg beliefern will."
Der Umzug nach Tschechien ist für Oktober 2013 geplant. Die 300 Mitarbeiter in Leipzig sollen dem Faurecia-Sprecher zufolge an anderen Standorten des Unternehmens beschäftigt oder an andere Firmen vermittelt werden. Für die Beschäftigten solle ein Sozialplan ausgearbeitet werden. BMW-Sprecher Jochen Müller forderte sie auf, sich nun direkt bei BMW zu bewerben. Faurecia stellt in Leipzig Autositze her. Das Unternehmen gehört zu den zehn größten Automobilzulieferern der Welt. Das Unternehmen hat 270 Standorte in 33 Ländern. Allein in Deutschland gibt es fast 40 Werke. Der Automobilzulieferer ist 1997 aus den Firmen Faure und Ecia entstanden.
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