Arbeiter stellten die Fichte für den Leipziger Weihnachtsmarkt auf.
Bildrechte: MDR/Barbara Brähler

Leipziger Weihnachtsmarkt "Oh Tannenbaum..."

Arbeiter stellten die Fichte für den Leipziger Weihnachtsmarkt auf.
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Weihnachten kann kommen. Zumindest auf dem Leipziger Marktplatz. Seit Donnerstag steht die 45 Jahre alte Fichte aus dem Vogtland inmitten der Stadt. In der Nacht zum Donnerstag wurde der drei Tonnen schwere Baum über die A72 nach Leipzig transportiert. Bei der Anfahrt habe es zum Glück keine Probleme gegeben, sagte Ronny Jacob von der gleichnamigen Waldwirtschaft, von der der Baum stammt. Er hoffe, dass bleibe auch so, sagte er kurz vor dem Aufstellen des Baumes.

Oh Tannenbaum Fichte für Leipziger Weihnachtsmarkt wird geliefert

Arbeiter stellten die Fichte für den Leipziger Weihnachtsmarkt auf.
Kurz bevor es mit dem Aufstellen los geht, gibt es eine kurze Lagebesprechung. Ein Kamerateam des MDR filmt für "Einfach Genial". Wer wissen will, wie der Baum für Leipzig gefällt, aufgestellt und geschmückt wird, schaut am 23.11.2017 um 19:50 Uhr die Sendung "Einfach genial" im MDR Fernsehen. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
Arbeiter stellten die Fichte für den Leipziger Weihnachtsmarkt auf.
Kurz bevor es mit dem Aufstellen los geht, gibt es eine kurze Lagebesprechung. Ein Kamerateam des MDR filmt für "Einfach Genial". Wer wissen will, wie der Baum für Leipzig gefällt, aufgestellt und geschmückt wird, schaut am 23.11.2017 um 19:50 Uhr die Sendung "Einfach genial" im MDR Fernsehen. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
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Ohne schwere Technik wäre das Aufstellen der drei Tonnen schweren Fichte nicht denkbar. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
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Der Baum hängt am Haken und schwebt langsam vom Laster auf den Boden. Dort wird dann die Verschnürung abgemacht. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
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Langsam, Meter für Meter, schwebt der Weihnachtsbaum über den Marktplatz. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
Arbeiter stellten die Fichte für den Leipziger Weihnachtsmarkt auf.
Alle zwei Meter wird das Seil mit einer Sicherheitsschlaufe am Stamm befestigt. Sollte ein Wintersturm über Leipzig reinbrechen, ist der Baum gesichert. Durch das Seil kann er nicht kippen, sondern nur abknicken. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
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In dieses Loch muss der Stamm rein. Gut dreieinhalb Meter tief ist die im Boden eingelassene Baumhülse. Seit 20 Jahren hat Leipzig den unterirdischen Baumständer. Während der Bauzeit des Citytunnels musste der Weihnachtsbaum oberirdisch mit Betonelementen gesichert werden. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
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Was nicht passt, wird passend gemacht. Ronny Jacob schneidet per Motorsäge den Fuß der Fichte zurecht. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
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Hammer, Schrauben und Bohrmaschine werden gleich benötigt, um dem Baum noch mehr Standhaftigkeit zu geben. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
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Andre Lorenz von der Waldwirtschaft Jacob schlägt die Scheibe mit dem Dorn in die frische Anschnittstelle des Baumes. Durch die Scheibe kann der Baum in der Hülse nicht hin und her wackeln. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
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Nachdem alles vorbereitet ist, um die Fichte zu versenken, wird sie per Kran und Menschenkraft Richtung Loch im Boden gezogen. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
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Jetzt ist Maßarbeit gefragt. Es wird gedrückt und geschoben, bis der Baum gerade steht. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
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Sitzt, passt und hat Luft. Mit einigen Kanthölzern wird der Weihnachtsbaum fixiert. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
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Er steht - noch nackig, aber dafür schön gerade: Leipzigs Weihnachtsbaum 2017. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
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Die ersten Pläne für den Weihnachtsmarkt gibt es auch schon. Weihnachten kann dann ja kommen. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler
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Augenmaß und Zollstock

Arbeiter stellten die Fichte für den Leipziger Weihnachtsmarkt auf.
Ronny Jacob von der Waldwirtschaft Jacob im Vogtland. Bildrechte: MDR/Barbara Brähler

Ab 8 Uhr morgens ging es dann los. Zusammen mit der Leipziger Feuerwehr, einem Kranwagen und den Angestellten von Ronny Jacob wurde das 24 Meter lange Ungetüm vom Schwerlasttransporter abgeladen. Da war Umsicht gefragt, damit der Baum keine Äste verliert - oder noch schlimmer - bricht. Wäre das der Fall gewesen, hätte Plan B gegriffen, heißt: zurück ins Vogtland einen neuen Baum holen.
Doch alles klappte, der Baum schwebte, ohne viele Äste zu verlieren vom Laster. Dort wurde er von den Transportbändern befreit, dass Sicherheitsseil wurde angebracht und dann ging es schwebend Richtung unterirdischen Baumständer - eine Bodenhülse, die sonst von einem Gullydeckel verschlossen ist. Darin verschwanden dreieinhalb Meter Fichtenstamm. Vorteil der unterirdischen Verankerung: die Windlast wird genommen und der Baum ragt nicht über die Dachkanten heraus. Zusätzlich wird der Baum alle zwei Meter mit einem Seil gesichert, so dass bei Sturm die Fichte maximal knickt, aber nicht umstürzt.
Nach guten drei Stunden taxieren, abmessen und dirigieren war alles geschafft. Der diesjährige Weihnachtsbaum für den Weihnachtsmarkt steht. Wenn dann Weihnachten vorbei ist, wird der Baum von Ronny Jacob Anfang kommenden Jahres wieder abgeholt. Ein Teil des Baumes wird verfeuert, der andere Teil wird in naher Zukunft als Baumaterial im Baumarkt zu finden sein.

Kugel, Lichter & Co.

Anfang kommender Woche wird die Fichte mit 300 roten und 300 silbernen Kugeln geschmückt. Dazu kommen noch über 3.000 Lichter. Bis Donnerstag nächster Woche soll die Fichte dann im weihnachtlichen Glanz erstrahlen.
Danach werden die Hütten des Weihnachtsmarktes aufgebaut. Am 28. November wird der Markt, hoffentlich mit Schnee, feierlich eröffnet. Allein auf dem Marktplatz werden 115 Händler ihre Ware bis zum 23. Dezember anbieten. Dazu kommen Gastronomen und weitere 300 Händler in den Straßen rund um den Marktplatz.

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.11.2017 | 09:30 Uhr

Quelle: MDR/bb

Zuletzt aktualisiert: 10. November 2017, 09:34 Uhr

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6 Kommentare

11.11.2017 15:10 Morchelchen 6

Natürlich kann der Weihnachtsbaum eher aufgestellt werden. Es ist so viel zu tun, es kommen ja auf die Mitarbeiter der Städte und Gemeinden der Aufbau der Weihnachtsmarktbuden und die Illumination der Straßenbeleuchtungen zu. Wie sollten denn diese gesamten Adventsvorbereitungen geschafft werden, würde man generell bis nach dem Totensonntag warten? Nur Mitbürger, die daheim ein (gekauftes) Adventsgesteck aufstellen, eventuell noch einen Nussknacker und eine Pyramide, können derartig absurde Kommentare abgeben. Man schafft es (als echter Erzgebirgler) ja kaum in einer Woche, im ganzen Haus fertig zu werden mit der vollständigen Weihnachtsdekoration. Schönen Sonntag noch!

09.11.2017 19:29 schelm 5

@ 1: Kein Mensch zwingt Sie sogleich zum Besuch. Gehen Sie wann Sie es für richtig halten und lassen Sie anderen Besuchern die gleiche Freiheit.

09.11.2017 17:53 W. Merseburger 4

Das Kirchenjahr endet mit dem Totensonntag am 26. 11. 2017! Wie sagte doch uns alle Kanzlerin: Wir sind ein Land, welches auf den jüdischen, christlichen Traditionen basiert. Wenn es uns aber um "gute Geschäfte" geht, ist das alles egal. Am besten wäre ja, wir hätten das ganze Jahr nur Weihnachtsgeschäft. Gibt es denn niemand, der diesem Weihnachtsrummel vor dem Totensonntag Einhalt gebietet?

09.11.2017 16:52 Phrasenhasser 3

...könnte man heute auch singen. Aber nicht wegen des bald zu erwartenden Weihnachtsfestes... Vielleicht wäre aber "Oh, du lieber Augustin..." passender. Denn wenn es keine Erwähnung wert ist beim MDR, dass wir heute den 9ten November haben, ein ganz wichtiges Datum, gerade für uns Sachsen, dann ist ja das Ende des Refrains gar nicht so übertrieben, oder?

09.11.2017 15:15 jackblack 2

Gratuliere- sehr schöner Baum

09.11.2017 15:01 Gaihadres 1

Ich finde das sehr verfrüht. Die Märkte dürfen traditionell auch erst nach dem Totensonntag eröffnen (was m.E. auch noch zu Früh ist). Da wäre es nur konsequent, den Baum erst in der Woche davon aufzustellen bzw. einen Tag bevor die Standbesitzer aufbauen. Es nimmt den Menschen doch jegliche Freude, wenn sie wochenlang vorher schon eine Festlichkeit aufgezwungen bekommen.