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Hilfe für den HCL RB Leipzig will Handballerinnen unterstützen

Keine einfachen Zeiten für den HC Leipzig: Trotz spielerischer Erfolge macht der Verein immer wieder Negativschlagzeilen. Es geht um Schulden. Mit rund 900.000 Euro soll der HCL in der Kreide stehen. Wird dieses Loch nicht wenigstens teilweise gestopft, soll es in der kommenden Saison keine Erstliga-Spiele mehr geben. Nun hat Fußball-Bundesligist RB Leipzig Hilfe angeboten.

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Der Handballclub Leipzig will in den kommenden Wochen rund 500.000 Euro zusammenbekommen. Der Verein braucht das Geld, um seine Schulden wenigstens in Teilen zu begleichen. Tut er das nicht, steht die Erstliga-Lizenz der Handballer auf dem Spiel. Damit es nicht dazu kommt, hat der Verein um Hilfe gebeten. Und die kommt jetzt von einem anderen Erfolgsverein der Stadt: RB Leipzig.

Auf der Pressekonferenz am Freitagnachmittag sagte RB-Sprecher Benjamin Ippoliti: "Wir als Verein werden helfen und mit verschiedenen Aktionen bis zu unserem Heimspiel gegen den 1. FC Köln versuchen, den HCL zu unterstützen." Zum Beispiel mit der Versteigerung von sogenannten "Match Worn Trikots" vom Gladbach-Spiel an diesem Sonntag. Das sind Trikots, die beim Fußballspiel von den Spielern getragen wurden.

Sportvielfalt in Leipzig erhalten

Außerdem ruft der Verein zum Spenden für die Sportkollegen auf. "Darüber hinaus bieten wir dem HCL noch zusätzlich die große Plattform unseres Heimspiels gegen den 1. FC Köln an. Dort könnte der Verein innerhalb und außerhalb der Arena Geld sammeln", kündigte Ippoliti weiter an.

RB Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl hofft nach eigenen Angaben darauf, dass die Sportvielfalt in der Stadt dadurch erhalten bleibt: "Ich war selbst schon beim HCL und es ist schon schön, wenn man ein großes Angebot in der Stadt hat. Deshalb würde ich mich freuen, wenn es Unterstützung von allen Seiten für den HCL gibt."

Gespräche mit der Stadt stehen noch aus

Abgesehen vom Angebot des Fußball-Erstligisten haben die Handballer noch eine weitere Chance auf eine Finanzspritze. Kommende Woche soll es ein Gespräch mit Leipzigs Sportbürgermeister Heiko Rosenthal geben. Die Stadt hat aber bereits klar gemacht, dass der HCL erst offenlegen müsse, warum er in der finanziellen Notlage steckt, bevor Geld fließen kann.

Am Donnerstagnachmittag hatte der HC Leipzig in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz über die akuten Probleme des Vereins aufgeklärt. Dabei wurde bekannt, dass die Handballer bis Ende März rund 450.000 Euro Schulden abbauen müssen, um die Saison zu Ende spielen zu können. Gründe für die aktuelle Schieflage seien Altschulden und nicht eingehaltene Sponsoren-Deals, die der HCL aber auf dem Transfermarkt bereits fest eingeplant hatte.

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR 1 RADIO SACHSEN | 17.02.2017 | 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2017, 16:38 Uhr

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19 Kommentare

18.02.2017 12:52 Chili Palmer 19

@Bernd: Erst mal helfen, Verbleib sichern... alles gut und schön. Den Kern des Problems habe ich, so dachte ich jedenfalls bis zu deinem Kommentar, hinreichend dargelegt. Und ob der Cottaweg da jetzt noch ein wenig alibimäßig beiseite springt oder nicht - geschenkt! Hier wünscht niemand dem HCL das Aus, aber nimm realistischere Einschätzungen als deine über die Lage des Frauenhandballs in Leipzig zur Kenntnis, ohne denjenigen, die sich dahingehend äußern, deine eigene eindimensionale Sichtweise zu unterstellen.

18.02.2017 09:46 Bernd 18

Ich finde es gut, dass man den HCL unterstützt. Das ist die erfolgreichste Handballmannschaft der Frauen in Deutschland. Das muss weitergehen. Daher finde ich es gut wenn man erstmal den Verbleib sichert. Änderungen in der Arbeit des Vereins sollten dann folgen. Ich stimme Peter hier zu. Es ist wichtig, dass geholfen wird. Diese Kaffeesatzleserei wo man jemanden der helfen will etwas unterstellt, geht wohl daraufhin zurück, dass die Untersteller wohl vermuten, dass alle Menschen einen Charakter wie sie selbst haben.

18.02.2017 08:45 Olaf 17

@Seikilos
Wer sollen die Vereine sein? Sie stellen ja alle Vereine unter Generalverdacht.

17.02.2017 22:52 Chili Palmer 16

Es ist zu konstatieren, dass der Damenhandball in der Sport-Metropolregion Leipzig kein ausreichendes Stück mehr vom Kuchen abbekommt. Da hat Rasenballsport einen nicht unerheblichen Anteil dran, aber dem unterhaltungszugewandten Publikum ist das herzlich egal. Zudem wird die Handballlust wesentlich attraktiver durch den SC DHfK gestillt. Der Niedergang des HCL wird nicht - und das weiß der Didi - durch Zuteilung von Brosamen verhindert. Warum auch? Eine Sachleistung hier, ein möglicher Schein da, tut ihm doch nicht weh, läßt sich aber verkaufen.

17.02.2017 22:23 Einer der keine Ahnung vom Geld hat 15

@ 14 Peter. Ich muß Dir völlig recht geben.
Hass geht halt über alles - auch über Hirnnutzung.
Etliche scheinen im Kaffeesatz lesen zu können.
Es ist traurig, wenn es dem HCL so geht, warum auch immer. Sobald Hilfe angeboten wird, von welcher Seite auch immer, gibts hier meistens nur Dünnschiss Kommentare.

17.02.2017 21:18 Peter 14

Ja, so ist das im Leben.
Dem einen geht es schlecht, der zweite versucht zu helfen, die vielen dritten meckern aus Prinzip.

17.02.2017 21:14 EGON 13

Ich habe schon gespendet ,ohne groß auf den Putz
zu hauen, Leonhard .Damit es jeder begreift ,
Helfen oder schweigen!Nicht auf dem der Hilfe
ruft herumtrampeln.Eine Fehlerdiskussion kann
muß später geführt werden!Wem ist denn geholfen
wenn KSH jetzt zurücktritt? Sind dann plötzlich
die Schulden weg? Da geht nur noch mehr Zeit
verloren ,mir währe es auch lieber gewesen die
Öffentlichkeit hätte es eher erfahren.

17.02.2017 19:59 Leonard 12

Egon und Toni hetzen nur, anstatt zu sagen, wieviel sie spenden. Auf solche Beiträge kann man verzichten. Das ist keine Hilfe.

17.02.2017 19:47 Seikilos 11

Tolle Aktion von RB. Ich kenne andere Vereine die betteln immer bei Stadt wegen der Stadionmiete!!!

17.02.2017 19:46 FCV 10

Wie RB es macht ( und nicht muss) ist es verkehrt.
Erst wird im Forum geheult das RB gefälligst helfen soll, nun ist die Hilfe nicht richtig und das erwirtschaftete Geld schmutzig...
14 Trikots ja , das ist ein Anfang. Spendenbox gegen Köln im Stadion. Da kommen 39.000 Leipziger ...
Egal welcher Beitrag, RB ist schuld und das Böse allgemein.
Man kommt ihr von ganz unten aus dem Mustopf.