Der Stern der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Halle/Saale (Sachsen-Anhalt)
Bildrechte: dpa

Schalom in Leipzig   Jüdische Woche startet

Der Stern der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Halle/Saale (Sachsen-Anhalt)
Bildrechte: dpa

Die jüdische Woche ist zu einem festen Bestandteil des Leipziger Veranstaltungskalenders im Sommer geworden. Alle zwei Jahre veranstalten die Stadt, die Leipziger Gemeindesynagoge und der Ephraim Carlebach Stiftung gemeinsam die Festwoche. Die Jüdische Woche 2017 ist dem 170-jährigen Jubiläum der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig gewidmet. Rund 60 Institutionen beteiligen sich an der Gestaltung des Programms mit rund 110 Veranstaltungen.

Konzerte

Gruppenfoto
Der Synagogalchor tritt bereits am ersten Abend der jüdischen Woche auf. Bildrechte: Leipziger Synagogalchor

An jedem Abend der Jüdischen Woche beginnt um 17 Uhr ein Konzert an der Gedenkstätte am Ort der Großen Gemeindesynagoge in der Gottschedstraße. Den Auftakt bilden am 18. Juni die Sänger des Leipziger Synagogalchors. Im Laufe der Woche treten auch das Querflötenensemble der Johann-Sebastian-Bach-Musikschule und der Kammerchor Josquin des Préz auf.

Kino

Noch am gleichen Abend (18. Juni) ruft der Kinosaal: #Uploading_Holocaust läuft ab 19 Uhr in der Cinémathèque in der naTo. Der Dokumentarfilm besteht ausschließlich aus Youtube-Schnipseln - aufgenommen von israelischen Schülern, die im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts das ehemalige KZ Auschwitz in Polen besuchen.

Gottesdienst

Nikolaikirche Leipzig
Los geht's mit dem Friedensgebet um 17 Uhr. Bildrechte: Olaf Parusel/MDR

Am Montag (19. Juni) ruft die Jüdisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft zu einem Friedensgebet in der Nikolaikirche auf. Hintergrund ist der anhaltende Konflikt in Nahost zwischen Israelis und Palästinensern, bei dem auch nach Jahrzehnten noch keine Einigung in Sicht ist.

Gespräch

Die Leipziger Stadtbibliothek von oben
Die Stadtbiliothek wird zum Treffpunkt im Rahmen der Jüdischen Woche. Bildrechte: IMAGO

Zeitzeugen aus den Jahren der Judenverfolgung gibt es kaum noch. Auf Vertreter ehemaliger Leipziger Familien jüdischer Herkunft kann man aber am 20. Juni in der Stadtbibliothek treffen. Sie sind zu dieser Zeit auf Besuchsreise in Leipzig und berichten in Gesprächsrunden über Kindheitserlebnisse und Erinnerungen ihrer Eltern und Großeltern.

Musical

Musikalische Komödie Leipzig
Pünktlich zur Jüdischen Woche bringt die Musikalische Komödie "Candide" auf die Bühne. Bildrechte: dpa

Am 24., 25. und 27. Juni wird "Candide" in der Musikalischen Komödie aufgeführt. Es ist ein Musical vom US-amerikanischen Komponisten Leonard Bernstein und beruht auf einem Roman des französischen Philosophen Voltaire. In dem geht es um den jungen Mann Candide, der nach Krieg, Beinahe-Hinrichtung und vielen Entbehrungen doch noch sein beschauliches Glück findet.

Party

Eine Frau läuft über den Hof im "Werk 2"
Unter dem Motto "Meschugge! - Party like it`s Tel Aviv" wird im Werk 2 gefeiert. Bildrechte: dpa

Am 24. Juni soll es verrückt zugehen auf der "Meschugge"-Party im Werk 2 Halle D. Die Party bildet den Abschluss der Jüdischen Woche, welche mit zahlreichen Veranstaltungen die jüdische Kultur und Geschichte beleuchtet und zum Austausch anregt. Internationale DJanes und DJs legen Musik auf, die in der israelischen Jugendkultur verbreitet ist.

Das vollständige Programm der Jüdischen Woche finden Sie auf der Webseite der Stadt Leipzig und als Flyer zum Download.

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.06.2017 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Juni 2017, 09:23 Uhr