Illustration: Wohnungseinbruch - Ein Einbrecher hantiert im Schein einer Taschenlampe mit einem Brecheisen.
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Leipziger sollen sich sicher fühlen Kriminalität rückläufig - mehr Polizisten im Einsatz

Was wurde nicht im Sommer über die Sicherheitslage in Leipzig diskutiert. Es sei gefährlich in der Stadt, vor allem Frauen seien gefährdet, trauten sich nachts nicht mehr allein auf die Straße oder in die Straßenbahn. Aktuelle Zahlen lassen jetzt hoffen.

Illustration: Wohnungseinbruch - Ein Einbrecher hantiert im Schein einer Taschenlampe mit einem Brecheisen.
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Leipzig gilt als Kriminalitätshochburg. Nirgends in Sachsen werden so viele Autos und Fahrräder gestohlen, wird in so viele Wohnungen eingebrochen wie in der Messestadt. Und auch die Drogenkriminalität ist Dauersorgenkind in der Stadt. Aktuelle Zahlen aus diesem Jahr zeigen nun eine rückläufige Tendenz, heißt es aus dem sächsischen Innenministerium.

Grafiken zu Polizeistatistik Wohnungseinbrüche
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Autodiebstähle seien um ein Drittel zurückgegangen. Und auch Wohnungseinbrüche gibt es derzeit weniger als in den Vorjahren, wie der Sprecher des Sächsischen Innenministeriums Andreas Kunze-Gubsch MDR SACHSEN bestätigte. Gleichzeitig hätten jedoch die Fälle von Missbrauch und Vergewaltigung zugenommen.

Auch vor diesem Hintergrund haben die Leipziger Verkehrsbetriebe und die Polizei ihre Zusammenarbeit mit dieser Woche verstärkt. Leipziger und ihre Gäste sollen sich sicherer fühlen. Und so werden die Straßenbahnen derzeit mit Notrufknöpfen ausgerüstet, die eine direkte Verbindung aus der Fahrerkabine zur Polizei herstellen können.

Ein Mann stiehlt einer Frau an einer Bus- und Straßenbahnhaltestelle eine Handtasche.
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Die Verkehrsbetriebe und die Polizei wollen, dass sich die Leipziger wieder sicherer in ihrer Stadt fühlen und haben eine Reihe von Ideen umgesetzt.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio 02:09 min

https://www.mdr.de/sachsen/leipzig/audio-563510.html

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Quelle: MDR/gg/bb

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - das Sachsenradio | 05.12.2017 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Dezember 2017, 16:14 Uhr

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3 Kommentare

07.12.2017 12:25 Mediator an colditzer (2) 3

Mit Verlaub, aber ihre Leipziger Bekannte betrachten die Kriminalitätsentwicklung aus einer Froschperspektive. Wer fleissig Latrinenparolen Glauben schenkt, nach denen die Welt in Leipzig demnächst untergeht, besonders ängstlich ist oder aktuell selbst Opfer von Kriminalität wurde, für den verschlechtert sich die Situation selbstverständlich vom SUBJEKTIVEN Empfinden.

Die Polizei weis es dann doch etwas genauer, hat den Überblick und fertigt Statistiken zu den einzelnen Deliktsbereichen an. Von daher reicht es mir völlig, wenn ich auf die Zahlen der Polizei zugreifen kann.

Irgendwelchen Gerüchten zu glauben bringt sehr wenig, vor allem wenn man diese aufgrund eines feststehenden Vorurteils nicht kritisch hinterfragt.

Nehmen sie als Beispiel nur die Berichte über angeblich in den Städten von Flüchtlingen leergefressenen Streichelzoos. So manche Stadt von der da berichtet wurde hatte schon seit Jahrzehnten kein Tiergehege mehr. Geglaubt wurde es trotzdem.

07.12.2017 08:26 colditzer 2

Wenn Mediator die aktuelle Kriminalitätsentwicklung bestätigt, dann muß es ja so sein.
Niemand weiß alles genauer.
Meine Leipziger Bekannten haben leider da aber eine andere , sehr konträre, Meinung.

06.12.2017 21:17 Mediator 1

Schön dass die Welt in Sachsen nun anscheinend doch nicht untergeht wie uns manche glauben machen wollen. Schwankungen bei verschiedenen Delikten sind übrigens völlig normal und zeigen auch, dass die Polizei braucht ein Problem zu erkennen und wirksame Maßnahmen zu ergreifen.

Ein Blick 10 Jahre zurück zeigt übrigend dass die Kriminalität im langjährigen Mittel zurück geht.