Region Leipzig

Nach der Insolvenz : Leipziger Löwenbäckerei droht Produktionsstopp

Der insolventen Leipziger Löwenbäckerei droht das endgültige Aus. Wie der Sprecher der vorläufigen Insolvenzverwaltung, Jörg Nolte, mitteilte, wird die Bäckerei ihr Hauptgeschäft am 5. November einstellen und keine frische Ware mehr an Supermärkte liefern. Weitere Kündigungen von Kunden hätten es unmöglich gemacht, die Lieferungen fortzusetzen. Rund 200 der 250 Mitarbeiter seien betroffen. Diese erhalten laut Nolte noch bis Ende November Insolvenzgeld.

Ein in einTuch gewickeltes Brot
Ab 5. November gibt es kein frisches Brot mehr aus der Löwenbäckerei in Leipzig.

Sollte bis dahin kein Investor gefunden sein, steht der gesamte Betrieb vor dem Aus. Auch die Produktion fertig verpackter Waren wie Toastbrot müsste laut Nolte dann eingestellt werden. Noch würden Gespräche mit interessierten Unternehmen laufen, allerdings liege noch kein verbindliches Angebot vor.

Die Löwenbäckerei hatte Ende September Insolvenz angemeldet. Die Bäckerei war bereits im Frühjahr in die Schlagzeilen geraten, weil die Angestellten keinen Lohn erhielten. Dies hing offenbar mit den Schwierigkeiten der inzwischen bankrotten Münchner Firma "Müller-Brot" zusammen, die Lieferungen des Leipziger Backbetriebes nicht bezahlen konnte. Bei "Müller-Brot" waren Hygienemängel aufgedeckt worden - die Staatsanwaltschaft ermittelte. Wenig später gerieten die Geschäftsführer außerdem wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung ins Visier der Behörde. Zwei der Manager leiten auch die Löwenbäckerei.

Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2012, 16:50 Uhr

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