Fracht : Logistik-Standort Leipzig wächst gegen den Trend
Das Logistik-Drehkreuz am Flughafen Leipzig/Halle befindet sich weiter im Aufwind. Flughafen-Chef Dierk Näther sagte, bis Ende August dieses Jahres seien 560.000 Tonnen Luftfracht umgeschlagen worden. Das seien 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit entwickle sich das Leipziger Drehkreuz gegen den bundesweiten Trend, wo der Luftfrachtumschlag um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen sei.
Netzwerk richtet Repräsentanzen in Moskau und Shanghai ein
Grund für das Wachstum sei vor allem der rechtlich gesicherte 24-Stunden-Betrieb am Standort in Schkeuditz, erklärte Näther. "Damit haben wir unsere Position als zweitgrößter Luftfracht-Standort in Deutschland hinter Frankfurt gefestigt", sagte der Flughafen-Chef weiter.
Auch der Zusammenschluss der Leipziger Logistik-Branche, das "Netzwerk Logistik" wächst weiter. Die Zahl der Mitglieder sei in diesem Jahr von 96 auf 117 gestiegen, teilte der Verein am Mittwoch mit. Der Verbund, dem auch der Flughafen angehört, will den Logistikstandort international besser vernetzen. Geschäftsführer Toralf Weiße sagte, dabei konzentriere sich das Netzwerk auf die Wachstumsmärkte in Russland und China. In der vergangenen Woche habe das 2008 gegründete Netzwerk eine Repräsentanz in Moskau eröffnet, um für die Unternehmen am Leipziger Standort zu werben. Bis nächstes Jahr soll die Kontaktstelle im Büro der deutschen Außenhandelskammer im chinesischen Shanghai zu einer eigenen Repräsentanz umgebaut werden, hieß es weiter.
