Leipzig Muslime wollen Moscheebau 2015 beginnen

Die islamische Ahmadiyya-Gemeinde in Leipzig hofft, dass sie mit dem Bau ihrer Moschee 2015 beginnen kann. Wie von der Stadt erbeten, sei die Bauvoranfrage noch einmal in überarbeiteten Form eingereicht worden. Das erklärte der Bundesvorsitzende der Glaubensgemeinschaft der Ahmadiyya Muslim Jamaat, Abdullah Uwe Wagishauser. Er erwarte in zwei bis drei Wochen einen Bescheid. "Derweil bereiten wir uns auf den eigentlichen Bauantrag vor." Danach wird es laut Wagishauser einen Architektenwettbewerb geben.

Unruhe in Leipzig: Pro und kontra Moschee

Die Gemeinde will in Leipzig zentrumsnah im Stadtteil Gohlis eine Moschee mit zwei Minaretten errichten. Das Vorhaben ist in der Stadt umstritten. Neben zahlreichen Befürwortern gibt es auch erheblichen Protest.

Gegen den Moschee-Bau hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, hinter der Beobachter die rechtsextreme NPD vermuten. Im November hatten Unbekannte auf dem Gelände des künftigen Moschee-Baus blutige Schweineköpfe auf Holzpflöcke gesteckt. Erst vor wenigen Wochen hatte die Bürgerinitiative versucht, im Stadtrat ein Protestschreiben mit 11.000 Unterschriften an Oberbürgermeister Burkhard Jung zu übergeben. Der SPD-Politiker verweigerte allerdings die persönliche Annahme.

Muslimische Gemeinde erwartet mittelfristig Akzeptanz

Wagishauser sieht die Vorgänge gelassen. "Das ist normal, dass es Unstimmigkeiten gibt." Er halte das für vorübergehende Irritationen. Außerdem habe sich die NPD das Thema für ihren Wahlkampf zu eigen gemacht. Seine Gemeinde habe noch nie Schwierigkeiten gehabt, auch nicht mit anderen Religionen. "Seit 1947 bauen wir in Deutschland Moscheen."

Die Glaubensgemeinschaft habe in Deutschland rund 40 Moscheen mit Minaretten und Kuppel sowie etwa 100 Gebetsräume. Die Moschee in Leipzig sei für die etwa 100 Gläubigen aus der Stadt und dem Umland bestimmt.

Wagishauser betonte: "In Ostdeutschlaand gibt es nicht so eine große Dichte an Muslimen wie etwa im Rhein-Main-Gebiet." Vielen Menschen hier sei das alles noch sehr fremd, sie seien verunsichert. In Hessen besitzen die Ahmadiyya Muslim Jamaat als erste muslimische Gemeinde den gleichen Rechtsstatus wie die großen christlichen Kirchen. Die Moschee Leipzig wäre die erste in Ostdeutschland außerhalb Berlins.

Zuletzt aktualisiert: 12. Mai 2014, 14:49 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

10 Kommentare

14.05.2014 06:03 Romero 10

@Inge was hat Weltoffen mit dem Bau zu tun? Nix!!! Das eine ist, wie man zu anderen Kulturen steht, welche in ANDEREN Ländern ist und nicht alles ins Land holen muss um weltoffen zu sein. Aber macht nur weiter so. Aber regt euch dann nicht auf, wenn euch dieses Gesindel irgendwann auf den Leim gehen. Und wenn du so offen bist für diesen Kram, dann hast du ja nix dagegen, für diese "Bevölkerungsgruppe" auch weiterhin mehr als 1000€ pro Jahr zu zahlen. Ich bin definitiv dagegen. Und solange es Leute gibt, die sowas tolerieren und akzeptieren, solange haben wir leider kein "Arsch" in der Hose, mal NEIN zu sagen.

13.05.2014 16:32 m.1970 9

Ich komme zwahr nicht aus Leipzig, bin aber konsequent gegen diesen ganzen muslimischen Kram. Komme ich als Deutscher irgendwo hin, asse michnicht an, bekomme Ich ärger mit dem Gesetz des jeweiligen Landes. Können diese ganzen Muslime sic hhier anpassen? Nein, dies zeigt dochdeutlich das Vorhaben in Leipzig.

13.05.2014 15:45 Inge K. Sanftleben 8

Romero - bitte mal zurücklehnen und nachdenken: "Bau verbieten und dennoch weltoffen." Das ist so, als ob ein raubmörderischer Nazi behaupten würde, er wäre liberal oder gar "weltoffen". Oder gar den verbrecherische NSU, der sich als humanitäre Organsation darstellen würde. Unser Leipzig kann nicht die Stadt der Buchmesse, der Kultur, der Wirtschaft sein und dann eine Moschee verbieten. Das wäre geradezu lachhaft.

13.05.2014 10:23 Romero 7

Wurde denn da eine Volksumfrage in Leipzig gemacht? Glaube kaum. Denn die Mehrheit will sicherlich nicht, dass sowas gebaut wird. Wir sind immer noch das Christliche Abendland und sollten es bleiben. Wenn sie ihren Glauben ausleben lassen wollen, sollten sie es in ihren 4-Wänden tun. Aber nicht in der Öffentlichkeit. Ich sehe das Problem wie folgt: Stimmt das Bauamt in Leipzig dagegen, ist es eine rechte braune, von der NPD-unterwanderte Stadt. Macht sie das Gegenteil, ist sie Weltoffen. Warum kann man nicht den Bau verbieten und trotzdem Weltoffen sein? Versucht mal in den islamischen Ländern, in der Nähe einer Moschee, eine Kirche zu bauen. Allein die Idee führt zur Steinigung. Ich finde, dass unsere Politiker sich von diesem Multikulti-Schwachsinn einlullen lassen. Wie früher: Bist du nicht für uns, bist du gegen uns. Bist du anderer Meinung wie ich, wirst du bestraft. Danke an diesen Multikulti-Staat.

13.05.2014 09:09 Ossi 6

Was ich bis jetzt gehört habe, kann sich Leipzig doch vor alle über eine neue architektonische Attraktion freuen. Also alles kein Problem!

12.05.2014 23:27 Andre Sokolew 5

@2 Peter: Der erste Satz Ihres Kommentars spricht mir aus dem Herzen, es ja ist eine rhetorische Frage, die provozierte und richtige Antwort ist klar "Nein". Den Beißreflex mag ich auch nicht. 1:0. Aber wenn Rechtsextreme etwas wollen und keinen Beißreflex habe, darf ich dann trotzdem gegen rechtsextreme Ansichten auftreten? Sicher, also1:1. In diesem speziellen Fall geht mir nicht in den Kopf, warum Sie nachdenken, ob die Größe der Moschee angemessen ist. Was geht Sie das an? Waren sie schon einmal im Naumburger Dom oder in der Kathedrale in Palma de Mallorca und habe Sie sich gefragt, ob die Größe seinerzeit angemessen war? Die geplante Moschee schadet niemandem, kostet uns Steuerzahler nichts und wird von fast allen Leipzigern respektiert, auch als Zeichen unserer Toleranz. Ich habe nicht einmal Angst, dass die Moschee zum Haltepunkt von Stadtrundfahrten wird.

12.05.2014 23:13 Realist 4

Man bekommt das was man wählt. Und sich hinterher darüber aufregen geht gar nicht. Also, Nachdenken und dann wählen!!! Und wer nicht wählt, ist auch nicht berechtigt zu maulen und zu meckern, sondern hat sich mit den Umständen zufrieden zu geben. Punkt aus!

12.05.2014 19:06 W. Volkmer 3

Die krankhaft fremdenfeindlichen Nazis sollten sich nicht nass nachen. Ihre Vorgänger im verbrecherischen 3. Reich hatten mit dem Großmufti aus Jerusalem koopiert und auch Muslime in der SS. Das wollen die heutigen Rechtsextremen nicht wissen, wie sie vieles, was ihre Großväter an Kriminellem angerichtet haben, nicht wissen wollen. In unserem Deutschland herrscht Religionsfreiheit und das nicht nur für ein paar kuriose "Arier".

12.05.2014 15:44 Peter 2

Wenn die NPD-Mitglieder und Sympathisanten mehrheitlich den Sommer und die Sonne mögen, bin ich dann verpflichtet den Winter und den Schnee zu mögen? Um Hauptsache dagegen zu sein? Das ist doch die logische Schlussfolgerung die man uns hier in diesem Staat vermitteln will!

12.05.2014 13:37 Peter 1

Für hundert Gläubige so eine große Moschee? Und der Verweis auf die NPD musste ja auch wieder kommen. Ich habe es schon mal an anderer Stelle geschrieben. Nur weil die NPD ein Thema für sich vereinnahmt muss es deswegen nicht automatisch falsch sein bzw. das alle Gegner gleichzeitig auch NPD-Sympathisanten sind. Aber so kann man natürlich in diesem Land eine Protestbewegung wunderbar dis­kre­di­tie­ren!