Regionalstudio Leipzig - Nachrichten um 21:30 Uhr


Leipzig: Siemens kassierte 21,5 Millionen Fördermittel

Der Siemens-Konzern hat in den vergangenen 25 Jahren rund 21,5 Millionen Euro aus Bund- und Landesmitteln für seinen Standort Leipzig erhalten. Das geht aus einer Anfrage der Linkspartei an das Bundeswirtschaftsministerium hervor. Die Bundesregierung dürfe daher die geplanten Werkschließungen nicht einfach hinnehmen, so die Linkspartei. Gestern hat der Leiter der Siemenskraftwerkssparte Meixner das von Schließung bedrohte Werk in Plagwitz besucht. Ein Treffen mit Vertretern der Leipziger Stadtverwaltung lehnte er ab.


Trebsen/Dresden: Zukunft für Bauteilearchiv ungewiss

Die Zukunft des Sächsischen Bauteilarchives in Trebsen ist weiter ungewiss. Ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gestern im Landtag, die Sammlung zu retten, ist abgelehnt worden. CDU und SPD hätten den Antrag abgelehnt, weil sie bis Ende des Jahres kaum Handlungsmöglichkeiten sehen würden, teilten Bündnis 90/Die Grünen mit. Jedoch habe die SPD Innenminister Ulbig aufgefordert, das Thema im Januar zu behandeln und eine Lösung zu finden. - In Trebsen werden seit den 90er Jahren historische Baustoffe aufbewahrt und katalogisiert. Zum Jahresende schließt das von einem Verein betriebene Baustofflager. Was aus den eingelagerten Dingen wird, ist noch unklar.


Leipzig: Weniger Feinstaub durch Umweltzone

Knapp sieben Jahre nach Einführung der Umweltzone in Leipzig hat sich der Anteil der hoch giftigen Bestandteile im Feinstaub halbiert. Die besonders krebserregenden Partikel stammten in erster Linie von Dieselfahrzeugen, teilte das sächsische Umweltamt mit. Dabei mache der gesunkene Anteil zwar nur drei bis fünf Prozent des gesamten Feinstaubs in Leipzig aus. Dieser von Motoren verursachte Prozentsatz sei aber besonders giftig, hieß es. Demnach habe die Umweltzone die Gefährlichkeit des Feinstaubs verringert. Kaum gesunken ist hingegen der Anteil der Stickoxide.


Wurzen: Angriff auf Flüchtlingswohnung

In Wurzen ist es nach Angaben des Netzwerkes für Demokratische Kultur erneut zu einem Angriff auf Flüchtlinge gekommen. Dem Verein zufolge wurde in der vergangenen Nacht die Wohnung eines Eritreers mit Pflastersteinen beworfen. Die unbekannten Täter hätten ein Fenster eingeschlagen und einen Freund des Flüchtlings, welcher zu Gast war, verletzt. Die Polizeidirektion Leipzig hat den Vorfall bestätigt. - Flüchtlinge waren in der Vergangenheit schon wiederholt Opfer von Straftaten in Wurzen.


Leipzig: Auch Flughafen Leipzig/Halle von Niki-Pleite betroffen

Von der Insolvenz der Air-Berlin-Tochter Niki ist auch der Flughafen Leipzig/Halle betroffen. Wie Sprecher Uwe Schuhart sagte, flog die Airline von Leipzig aus Ziele in Mallorca und Ägypten an. Insgesamt boten sechs Anbieter Reisen in diese Länder mit einem Niki-Flug an. Betroffene Kunden mit gebuchten Reisen müssen sich nun an ihre Anbieter wenden. Diese müssen für alternative Flugverbindungen sorgen. Mutmaßlich befinden sich derzeit auch Reisende aus Mitteldeutschland auf Mallorca oder Ägypten, die sich nun um andere Flüge bemühen müssen.

Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2017, 21:45 Uhr