Region Leipzig

Leipzig : CDU nominiert Polizeipräsidenten für OB-Wahl

Die Leipziger CDU hat Polizeipräsident Horst Wawrzynski zu ihrem Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr bestimmt. Wie ein Sprecher am Sonnabend mitteilte, setzte sich der parteilose 59-Jährige in einer Kampfabstimmung gegen den Kommunalpolitiker Volker Lux durch. Wawrzynski erhielt auf dem Nominierungsparteitag 114, sein Kontrahent 75 Stimmen.

Kriminalitätsproblem als Wahlkampfthema

Polizeipräsident Horst Wawrzynski (parteilos) OB-Kandidat der Leipziger CDU
Wawrzynski ist zwar Kandidat der CDU, will aber parteilos bleiben.

Der in Bayern aufgewachsene Wawrzynski kam 1996 nach Sachsen und ist seit 2008 Präsident der Polizeidirektion Leipzig. Er ist bekannt für seine deutlichen, aber nicht unumstrittenen Äußerungen zur angeblich laschen Sicherheits- und Drogenpolitik in der Stadt. Dennoch wurde Leipzig auch in Wawrzynskis Amtszeit als Polizeipräsident ihren traurigen Ruf als sächsische Kriminalitätshochburg nicht los. 2011 stieg die Zahl der Straftaten um 6,9 Prozent auf fast 65.000 an. Die Kriminalitätsrate liegt weit über dem Landesdurchschnitt, die Aufklärungsquote deutlich darunter. Deshalb erklärte Wawrzynski nach seiner Kür zum OB-Kandidaten auch die Kriminalitätsbelastung zu einem seiner Wahlkampfthemen. Die anderen: die hohe Verschuldung Leipzigs, der Investitionsstau bei Schulen und Straßen und fehlende Kita-Plätze.

Ein Eintritt in die CDU ist für Wawrzynski nach eigener Aussage derzeit kein Thema. Auch wenn sein Herz rechts schlage, wolle er offen sein für alle, erklärte der Polizeipräsident. Außerdem müsse der künftige Leipziger Oberbürgermeister unterschiedliche Mehrheiten zusammenschmieden, wenn sich die Zusammensetzung des Stadtrates nicht ändern sollte.

Langwierige Suche mit unerwartetem Ausgang

Volker Lux
Der nach monatelanger Suche vorgeschlagene Volker Lux zog am Ende den kürzeren.

Mit Wawrzysnki hat die CDU als letzte der großen Parteien ihren OB-Kandidaten gefunden. Er wird bei der Wahl am 27. Januar 2013 gegen SPD-Amtsinhaber Burkhard Jung und die Linken-Bundestagsabgeordnete Barbara Höll antreten. Die Grünen schicken den Forscher Felix Ekardt ins Rennen. Lediglich die Piratenpartei und die FDP haben sich noch nicht entschieden. Außerdem können auch Einzelbewerber eine Kandidatur anmelden.

Die Suche der CDU nach einem geeigneten Bewerber für den Leipziger Oberbürgermeisterposten hatte sich über Monate hingezogen. Eine eigens eingesetzte Findungskommission hatte schließlich den 43 Jahre alten Parteipolitiker Lux ausgewählt. Er sollte eigentlich am vergangenen Montag vom Kreisvorstand bestätigt werden. Dieser präsentierte dagegen plötzlich mit Wawrzynski ebenfalls einen Kandidaten. Deshalb musste ein Parteitag entscheiden. Findungskommissionschefin Ursula Grimm sagte zu dem Prozedere, es sei legitim, mehrere Kandidaten zu benennen. In der Leipziger CDU herrsche deshalb kein Dissens.

Zuletzt aktualisiert: 25. Juni 2012, 11:02 Uhr

23. Rudi Werner:
Danke, Ihr wart schneller!
27.06.2012
10:45 Uhr
22. Rudi Werner:
@efuchs: Beliebtheit und Humorverdruß sollte kein Maßstab für die Wahl von Lokalen für die Politiker sein. Wenn es auf die Popularität ankäme, säßen Donald Duck, die Muppets, (...) längst im Haus der Räter. Der gebürtige Bayernschlingel, der Herr Horst Wawrzynski aber wird das schon machen. Dann auf eine frisch gezapftes Gose mit „Brezn“. MfG Kaiser Otto III. (gekürzt wegen Provokation anderer Nutzer. Ihr MDR-Online-Team )
27.06.2012
10:44 Uhr
21. efuchs:
Werter Herr Uwe, Sie finden ihn sehr gut, ich nicht, aber vielleicht kennen Sie ihn persönlich. Bemerkung meinerseits, wenn er die Probleme als Leiter der PD nicht löst, wie soll das dann als OB mit einem weitaus größerem Aufgabenfeld gehen?
26.06.2012
18:15 Uhr
20. Rudi Werner:
@Heinz Faßbender: Denn der Pessimist klagte über den Wind der nicht wehte , der Optimist hoffte daß er er drehte, aber nur der Realist und Zyniker richtetete das Segel aus bis es wehte.
26.06.2012
14:08 Uhr
19. Heinz Faßbender:
@Rudi Werner: ich verstehe Ihren Zynismus überhaupt nicht - ich verlange doch nicht allzu viel wenn ich die Einhaltung des Grundgesetzes fordere und die Verrohung von Gerechtigkeitsfragen und der Gleichberechberechtigung beklage. Dazu muss man doch kein Revoluzzer sein. Diese Fragen stellen doch schon ganz normaldenkende Bürger in diesem schönen Lande - der blühenden Landschaften für Wenige.
26.06.2012
11:53 Uhr
18. engel:
nur nicht ! der soll sich mal um die Drogenprobleme in unserer Stadt kümmern und das lösen... es wird immer schlimmer !!!!! damit hat er genug zu tun
26.06.2012
11:43 Uhr
17. Rudi Werner:
@Heinz Faßbender: Rufen Sie Notar Bolamus, er hätte noch paar Siebenmeilenstiefel mit dem Angebot als Meister der Bürger zu amtieren. Denn es war einmal ein Revoluzzer,im Zivilstand Lampenputzer;ging im Revoluzzerschritt mit den Revoluzzern mit. Und er schrie: "Ich revolüzze!"und die Revoluzzermütze schob er auf das linke Ohr,kam sich höchst gefährlich vor.Dann ist er zu Haus geblieben und hat dort ein fern gesehen,nämlich, wie man revoluzzt und dabei noch duzt.
26.06.2012
10:50 Uhr
16. Heinz Faßbender:
@Codo:Querdenker braucht das Land und keine [...] [Löschung einer Beleidigung - MDR.DE_Redaktion]
25.06.2012
19:58 Uhr
15. Uwe:
Ich finde den neuen CDU-Kandidaten sehr gut. Er hat das Zeug den ehemaligen Lehrer und jetzigen OBM nach NRW zurück zu schicken. Sicherlich wird dann auch konsequenter gegen den Drogenhandel in Leipzig vorgegangen. Wie notwendig das ist, sieht man an dem beiden Toten (Mutter mit Kinde) diese Woche.
25.06.2012
19:56 Uhr
14. Codo:
Ein wirrer Quatsch. Armer Mann...
25.06.2012
15:29 Uhr

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