Standort droht Schließung : Leipziger Nokia-Mitarbeiter protestieren
Rund 200 Beschäftigte des Netzwerkausrüsters Nokia Siemens Networks haben am Montag am Leipziger Hauptbahnhof gegen die geplante Standortschließung demonstriert. Wie Gewerkschaftssekretär Thomas Arnold von der IG Metall mitteilte, nahm damit fast die komplette Belegschaft des Leipziger Standorts an dem Protest teil. Nur eine Notbesetzung sei im Betrieb in Stötteritz geblieben.
Leipzig hat hoch qualifiziertes Personal
Die Mitarbeiter trugen Transparente mit Aufschriften wie "Siemens, lass uns nicht im Stich" und "Einst füllten wir Siemens die Kassen. Nun werden wir von Euch entlassen". Am Standort Leipzig sind nach IG Metall-Angaben vor allem Ingenieure und hoch qualifizierte Facharbeiter beschäftigt. Das sei ein Knowhow, auf das die Region Leipzig nicht verzichten könne, erklärte ein Sprecher. Beim ehemaligen RFT Fernmeldewerk in Leipzig wurde vor dem Mauerfall Telekommunikations-Zubehör gebaut. Seit 2007 gehört der Standort zu Nokia Siemens Networks.
Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche angekündigt, in Deutschland 2.900 seiner rund 9.000 Stellen zu streichen. Davon betroffen ist auch der Standort Leipzig, der komplett geschlossen werden soll. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, sollen in Deutschland von den 35 Standorten nur fünf erhalten werden: in Berlin, Bonn, Bruchsal, Düsseldorf und Ulm.
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