Rocker Prozess Hell Angels Leipzig
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Rockerbanden in Leipzig Mordprozess gegen Hells Angels-Mitglieder vertagt

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Der Mordprozess gegen vier Rocker der Hells Angels am Leipziger Landgericht ist direkt zum Auftakt vertagt worden. Die Verteidiger der Angeklagten hatten beim Gericht eine Besetzungsrüge gegen die Schöffen eingereicht. Zudem wurde ein Befangenheitsantrag gegen eine Gutachterin gestellt. Bis zum nächsten Prozesstag am 1. August will das Gericht über die Verfahrensanträge entscheiden. Erst danach könne es zur Anklageverlesung kommen.

Zuvor hatte sich der Verhandlungsbeginn am Leipziger Landgericht um etwa 40 Minuten verschoben. Grund waren strenge Einlasskontrollen und viele Zuschauer, darunter auch zahlreiche Rocker.

Rockerbanden in Leipzig Mordprozess gegen Hells Angels-Mitglieder vertagt

Rocker Prozess Hell Angels Leipzig
Vor dem Landgericht Leipzig sollte heute der Prozess gegen vier Mitglieder des Rocker-Clubs Hells Angels beginnen. Kurz nach Verhandlungsbeginn wurde der Prozess vertagt. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Rocker Prozess Hell Angels Leipzig
Vor dem Landgericht Leipzig sollte heute der Prozess gegen vier Mitglieder des Rocker-Clubs Hells Angels beginnen. Kurz nach Verhandlungsbeginn wurde der Prozess vertagt. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Rocker Prozess Hell Angels Leipzig
Das Landgericht wurde von der Polizei abgesichert. Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich auch Mitglieder des Rocker-Clubs United Tribuns. Ein 27-Jähriges Mitglied der Gruppe kam bei einer Schießerei im Juni 2016 ums Leben. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Rockergruppe auf dem Gerichtsvorplatz
United Tribuns-Mitglieder erschienen in ihrer Rocker-Kluft vor dem Leipziger Landgericht ... Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
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... zogen diese aber aus, bevor sie das Gerichtsgebäude betraten. Die Jacken und Westen verstauten sie in einem Kofferraum. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Personenkontrolle beim Einlass ins Gerichtsgebäude
Nicht nur vor dem Landgericht, auch im Gerichtsgebäude gab es ein großes Polizeiaufgebot. Am Eingang wurde streng kontrolliert. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Personenkontrolle beim Einlass ins Gerichtsgebäude
Prozess-Zuschauer mussten ihre Taschen leeren und wurden von der Polizei abgetastet. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Rockerprozess Hells Angels
Im Juni vergangenen Jahres soll der Hauptangeklagte in einem Racheakt auf Mitglieder des verfeindeten Rocker-Clubs United Tribuns geschossen haben. Bei der Schießerei in der Eisenbahnstraße kam ein 27-Jähriger ums Leben, zwei weitere Männer wurden lebensgefährlich verletzt. Die anderen drei Angeklagten sollen sich mit "Gewalttätigkeiten" beteiligt haben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Rockerprozess Hells Angels
Der Bruder des damals Getöteten nimmt als Nebenklagevertreter am Prozess teil. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Im Juni vergangenen Jahres soll der mutmaßliche Haupttäter in einem Racheakt auf Mitglieder des verfeindeten Rocker-Clubs United Tribuns geschossen haben. Bei der Schießerei in der Eisenbahnstraße kam ein 27-Jähriger ums Leben, zwei weitere Männer wurden lebensgefährlich verletzt. Die anderen drei Angeklagten sollen sich mit "Gewalttätigkeiten" beteiligt haben. Der Bruder des Getöteten und einer der damals Angeschossenen nehmen als Nebenklagevertreter am Prozess teil. Bis Januar 2018 sind 36 Prozesstage anberaumt.

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.07.2017 | ab 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2017, 10:39 Uhr

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3 Kommentare

18.07.2017 17:06 Tetz 3

Ohne jetzt direkte Sympathien für die Hells Angels zu haben. Wenn man das Beweisvideo ansieht kann es hier nur einen Freisoruch nach § 32 StGB geben. Warum die Staatsanwaltschaft trotz des Beweismaterials (spezeill das Video) eine Anklage wegen Mordes beantragt ist schon sehr erstaunlich. Scheinabr haben diese Staatsjuristen im Jurastudium gepennt und den § 211 StGB noch nie gelesen. Sonst würden sie so eine Anklage nie einreichen. Keiner der "Mordmerkmale" ar erfüllt. Dafür muss man nicht mal Jura studieren sondern nur das Beweismaterial ansehen. Den Prozess, den aufwand und die Kosten kann man sich sparen. Von solchen Amateueren im Auftrag des Staates fühlt man sich als Bürger doch echt verschaukelt...

17.07.2017 23:04 HERBERT WALLASCH, Pirna 2

Im Prinzip kann man dankbar sein, daß kein Gebäute für enorme Kosten umgebaut wird. Die Thematik eignet sich sicherlich nicht für bundesweite Propagandazwecke, trotz Mord, Gewalt und Waffeneinsatzes.

17.07.2017 16:36 Fragender Rentner 1

Zitat von Oben: Bis Januar 2018 sind 36 Prozesstage anberaumt.

Was koste so ein Prozeß wenn er solange dauert und was kommt heraus?