Region Leipzig

57-Jähriger festgenommen : SEK stürmt Wohnung in Leipzig

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat am Freitag die Wohnung eines 57-Jährigen in Leipzig-Engelsdorf gestürmt, in der sich der Mann verschanzt hatte. Bei dem Einsatz sei der 57-Jährige am Kopf verletzt worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Zuvor habe er versucht, einen SEK-Beamten mit einem Messer zu attackieren.

Vollstreckungsbeamte mit Rohrzange bedroht

Am späten Vormittag war der Großeinsatz ausgelöst worden. Zuvor wollten Beamte einen Haftbefehl wegen fahrlässiger Tötung gegen den Mann vollstrecken. Er war wegen eines Verkehrsunfalls zu sieben Monaten Haft verurteilt worden. Der 57-Jährige hatte aber Widerstand geleistet, die Beamten mit einer Rohrzange bedroht und sich in der Wohnung eingeschlossen. Eine Verhandlungsgruppe des Landeskriminalamtes versuchte im Anschluss, den Mann zur Aufgabe zu überreden. Nachdem die Verhandlungen mit dem Mann zu keinem Ergebnis führten und erkennbar war, dass er keine Geiseln genommen hatte und unbewaffnet war, erteilte der Einsatzleiter das Kommando zum Zugriff.

Der Mann hatte erklärt, die Haft auf keinen Fall antreten zu wollen. Er sehe den Haftbefehl als ungerechtfertigt an, hieß es weiter. 17 Bewohner des Mehrfamilienhauses wurden vorübergehend in Sicherheit gebracht. Sie fanden vorübergehend bei Freunden und Verwandten Unterschlupf.

Zuletzt aktualisiert: 03. August 2012, 16:23 Uhr

2. Conrad Theuner:
Ich kann mich dem vorherigem Kommentar nur zum Teil anschließen. Maßlose Übertreibungen zu veranschaulichen wie "Panzer wenn jemand ein Werkzeug in der Hand hält" finde ich nicht in Ordnung. Jedoch, die Ausnutzung der Polizei als "Marionetten für den Staat" ist vorallen in den vergangenen Jahren immer sichtbarer geworden. Hierbei schließe ich mich ihrer Meinung an, Herr Faßbender. Doch leider Gottes kann im Endeffekt die Polizei auch nichts dafür, sondern wie schon vorher erwähnt der Staat und seine politischen Machthaber (den Begriff Obermufti finde ich etwas schräg ;) ). Um auf den Punkt zu kommen: hierbei muss sich dringend etwas ändern, sonst sieht es in einigen Jahren echt schlecht für das Sozialwesen in Deutschland aus.
04.08.2012
22:40 Uhr
1. Heinz Faßbender:
Wir werden langsam daran gewöhnt, dass Panzer anrollen, wenn Widerstand zu befürchten ist oder jemand Werkzeug in der Hand hält. Diese maßlosen Einsatzübertreibungen erinnern doch sehr stark an gewollt, gelebten Polizeistaat. Eine Macht- Demonstration und zugleich eine Übung falls wir trotz Verbot Geld von Konto abholen wollen – dass für die Banksterrettung gebraucht wird. Und erst dann wird auch die Polizei kapieren, dass sie Mittel zum Zweck der Obermuftis geworden ist.
03.08.2012
18:44 Uhr

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