CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla steht in einem Wahlkreisbüro, dessen Tisch, Stühle und Wände mit Teer besprüht wurden.
Die CDU-Abgeordnete Bettina Kudla in ihrem beschmierten Büro. Bildrechte: Wahlkreisbüro Bettina Kudla; Leipzig

Leipzig Anschlag auf Wahlkreisbüro von CDU-Abgeordneter

CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla steht in einem Wahlkreisbüro, dessen Tisch, Stühle und Wände mit Teer besprüht wurden.
Die CDU-Abgeordnete Bettina Kudla in ihrem beschmierten Büro. Bildrechte: Wahlkreisbüro Bettina Kudla; Leipzig

Es bleibt unruhig in Leipzig. Nach den Anschlägen auf Büroräume, Fahrzeuge und Wahlplakate der AfD und der Brandstiftung an zwei Baggern in Lindenau, die offenbar von Gentrifizierungkritikern verübt wurde, ist nun ein Anschlag auf das Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Bettina Kudla (CDU) verübt worden. Unbekannte warfen die Scheiben des Büros in Leipzig-Gohlis ein und verspritzten Teer. Dadurch sei ein beträchtlicher Sachschaden in noch unbekannter Höhe entstanden, teilte die Polizei mit. Die Kriminalpolizei und der Staatsschutz haben die Ermittlungen aufgenommen.

Bekennerschreiben im Internet

Bereits am Sonntagnachmittag wurde auf dem Internetportal linksunten.indymedia ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Kudla sitze im Bundestag in der Regierungsfraktion und sei deshalb mit verantwortlich für die Asylrechtsverschärfung und die Verschlechterung bei Hartz IV, hieß es darin. Sie habe zudem als einzige Bundestagsabgeordnete gegen die Armenienresolution gestimmt, "um den dreckigen Flüchtlingsdeal zwischen der EU und der Türkei nicht zu gefährden", heißt es weiter. Die 54-Jährige ist seit 2009 Mitglied des Bundestages.

Am Freitag war bekannt geworden, dass Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) angeboten hat, Polizeikräfte im Rahmen eines möglichen Frontex-Einsatzes nach Bulgarien zu schicken. Auch dies wird in dem Bekennerschreiben kritisiert, weil damit "Geflüchtete bekämpft" würden.

Zuletzt aktualisiert: 29. August 2016, 16:12 Uhr

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50 Kommentare

31.08.2016 16:17 ralf meier 50

31.08.2016 15:59 ralf meier: Danke für die Rückmeldung. In dem von Ihnen entfernten Verweis habe ich keine URL angegeben, sondern ein Schlagwort genannt, unter dem man ein gleichnamiges Video finden kann, welches ich als Quellenangabe zu den von mir zitierten 'Deutschenhassern' zitierte. Darf ich erfahren, warum dieser Verweis entfernt wurde? [Jetzt haben Sie es ja veröffentlicht. Leider haben wir nicht die Zeit, jede Ihrer Anfragen persönlich zu beantworten, vielen Dank, dass Sie uns das nachsehen. Die MDR.de Redaktion]

31.08.2016 15:59 ralf meier 49

@31.08.2016 15:22 ralf meier: Eine Frage an den MDR. Ich habe noch nicht ganz durchschaut, wann ein Hinweis auf eine externe Seite als Werbung entfernt wird und wann nicht. ich habe auch in diesem thread mehrere Verweise auf externe Seiten wie die Welt oder die FAZ problemlos veröffentlichen können.
[Die Nennung eines Titels und die allgemeine Angabe einer Quelle wie FAZ oder Welt ist für uns unproblematisch. Rechtlich problematisch aus ganz unterschiedlichen Gründen wird es für uns, wenn zum Titel noch die exakte URL oder die Homepage aufgeführt wird. Auf Seitenhinweise innerhalb der ARD trifft das übrigens nicht zu, da dort zum Beispiel die Werbefreiheit gesichert ist. Auf ARD-Seiten können Sie also immer mit der URL hinweisen. Bei allen anderen Seiten müssen wir einheitlich anders vorgehen. - MDR.DE_Redaktion]

31.08.2016 15:22 ralf meier 48

@30.08.2016 22:52 Nochmal "Der Lutz spricht" : hallo Lutz in meinem Kommentar 45 sprach ich von einer 'Deutschland verrecke Fraktion', von der ich eher Gewalttätigkeiten am tag der Einheit erwarte. Ich hätte Dir gerne wie auch sonst , eine Quellenangabe mitgegeben, die das Wirken dieser 'Deutschlandhasser' aufzeigt. Leider wurde diese diesmal als Werbung für externe Inhalte entfernt.

31.08.2016 15:14 ralf meier 47

30.08.2016 00:11 "Der Lutz spricht" : Hallo Lutz, die in der FAZ vorgestellten Positionen der Genderisten zur Vorschul- und Schulerziehung werden noch nicht in allen Bundesländern und auch nicht im vollen Umfang praktiziert. Das liegt auch daran, das es z.B. in Baden-Württemberg noch heftigen Widerstand vieler Eltern gegen die Einführung dieser Ideologie an den Schulen und Kitas gibt. Warum ich zum Thema Gender Zeitungen bemühe? Was haben Sie gegen Zeitungen ? So hätten sie in den von mir genannten Quellen lesen können, dass Gender Studies keine Stilblüte ist, sondern von 190 Professorinnen und zwei Professoren gelehrt wird (soweit zur Gleichberechtung nach Gender Art) . Diese bilden derzeit tausende von Studenten mit diesem Studienschwerpunkt aus. Diese Studenten sollen später laut zitierten Welt Artikel in den Personalbereichen der öffentlichen und privaten Arbeitgeber Sorge tragen, daß das Personal auch nach gendergerechten Kriterien ausgewählt und befördert wird.

31.08.2016 14:42 ralf meier 46

@30.08.2016 23:02 Dresdner an Ralf Meier: Hallo Dresdener. Ich bin davon ausgegangen, daß diese Frage eine rethorische war, weil wer mich hier kennt auch meine Antwort kennen sollte. Selbstverständlich verurteile ich derzeit alle Parteien, die links von der AFD stehen und selbstverständlich spreche auch ich von einer [...]
[Pauschalisierende Aussage, bei der von einer Person abgeleitet "hunderte Mitarbeiter" verurteilt werden, wurde entfernt. - MDR.DE_Redaktion]

31.08.2016 14:35 ralf meier 45

@30.08.2016 22:52 Nochmal "Der Lutz spricht" an Ralf Meier : Hallo Lutz: Bei Krawallen im Zusammenhang mit dem Tag der deutschen Einheit denke ich eher an die Deutschland Verrecke Fraktion . Mal schauen. Wir werde es erfahren. Schaun Sie sich mal dazu das Video [...] an.
[Werbung für externe Inhalte - MDR.DE_Redaktion]

31.08.2016 14:23 ralf meier 44

@31.08.2016 13:48 Hubert: Hallo Hubert: Du weist, wieviele Millionen Menschen alleine die Kommunisten unter Mao umgebracht haben. Du kennst auch die anderen kommunistischen Massenmörder. Deshalb lass ich es mal bei einem Zitat von Herrn Sloterdijk . Der sagte: [...]
[Löschung eines Zitats, das die planmäßig vollzogenen Massenmorde der deutschen Nazis im 3. Reich relativiert - MDR.DE_Redaktion]

31.08.2016 13:48 Hubert 43

@22 Maria A. 30.08.2016 14:49 - "Sachsen ist immer noch "CDU-Hochburg", auch wenn das für Sie keine Option ist." - Sachsen ist Sumpfgebiet. Man spricht nicht umsonst vom Sachsensumpf. Nicht nur Sachsen war schon zu DDR-Zeiten braun. Das wußte selbst die Regierung der DDR.
Wie infiziert die DDR war, bitteschön:
Die Welt: Geburt des Rechtsextremismus im Stasi-Elternhaus
Spiegel: Real existierende Neonazis
FAZ: Rechtsextreme in der DDR - „Deutschland den Deutschen“

Nannte man diese Typen, die es in der DDR zwar gab, aber nicht offen zugab, auch Andersdenkende? Mich wundert mittlerweile nichts mehr.

@21 ralf meier: Im watching you! "erwiesenermaßen viel größere Gefahr" kam immer von rechts. Reichen dir die Toten nicht?

30.08.2016 00:11 "Der Lutz spricht" an Ralf Meier 31 42

Mit "Gender-Wahn" haben Sie auf erstem Blick recht. Leider klären auch zitierte Seiten nicht plausibel Hintergrund Ihrer Genderkritik auf. Dass das in FAZ Beschriebene Normalität an Bildungseinrichtg. einschließl. Kiga etc. sei, kann ich nicht bestätigen. Weder haben meine Kinder dort unterstellte Indoktrination erfahren noch höre ich das so von Schulen jedenfalls hier in Mitteldtschl., nicht mal von pauschalisierenden "Genderkritikern" aus "Pegida-Millieu" bei realen Gesprächen über unsere Kinder oder unsern Beruf. Nach "Welt-Kommentar" hab ich mal unter Gender Studies recherchiert: unterm Strich zwar mglw. Nebenfach, nachvollziehbarer Bestandteil histor. Forschung oder Soziologie oder zu den Stilblüten des unsäglichen Bachelors gehörend (für den "die Linken" nicht allein was können). Meine Große: "Gender Studies treiben so seltsame Blüten wie Pegida-Versteher. Warum bemüht Ralfie Zeitungen? Er wäre ehrlicher, wenn er in seinem Sinne Taddel F. zitierte" :)

30.08.2016 23:02 Dresdner an Ralf Meier 41

In 31/32 sagen Sie viel, entziehen sich aber doch der Frage des "Der Lutz spricht" in 21, wie Sie mit dem Per-Se-Bashing "Rechter" gegen alles "links" der AfD einschließlich CDU/CSU, unseren Staatsschutzorganen a´la "Stasi 2" (so einschlägig auf sozialen Netzwerken und Kommentarspalten propagiert und hingenommen) etc. umgehen.