City-Tunnel-Anbindung : Leipziger Hauptbahnhof: Kein Chaos trotz Teilsperrung
Der Leipziger Hauptbahnhof ist teilweise gesperrt, viele Züge enden auf Vorortstationen. Am Mittwochmorgen blieb das ganz große Chaos aber trotzdem aus. Nach MDR-Recherchen waren die meisten Bahnreisenden gut informiert. Einige Fahrgäste beklagten jedoch, dass zu wenig Servicemitarbeiter eingesetzt seien. Viele Eisenbahner wüssten selbst nicht über die Notfahrpläne Bescheid und ließen die Reisenden ratlos am Bahnsteig stehen. Bahnsprecherin Änne Kliem sagte hingegen dem MDR, am Hauptbahnhof seien mehrere Mitarbeiter eingesetzt, um die Reisenden zu informieren.
Am Dienstagabend hatten im Umfeld des Hauptbahnhofes umfangreiche Bauarbeiten begonnen. Sprecherin Kliem sagte dem MDR, die Fernverkehrszüge könnten deshalb bis zum Sonntag nur teilweise nach Leipzig fahren. Auch auf Nahverkehrs-Strecken sei Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Anbindung des City-Tunnels ans Bestandnetz
Die Bauarbeiten stehen im Zusammenhang mit der Einbindung des City-Tunnels in das bestehende Gleisnetz von Europas größtem Kopfbahnhof. Vorgesehen sind unter anderem das Verlegen von Signalkabeln und der Einbau von Bauweichen. Mitte September soll mit einem Softwarewechsel in den Elektronischen Stellwerken begonnen.
Mit dem Winterfahrplan ab Dezember 2013 soll der Tunnel dann in Betrieb gehen, der ausschließlich von S-Bahnen genutzt wird. Fernverkehr wird nicht durch die zwei Röhren rollen, weil die Deutsche Bahn schon vor Jahren sämtliche Fernlinien in Richtung Süden über Ostthüringen, Südwestsachsen und das Vogtland eingestellt hat.
Mit Bussen zu Vorortbahnhöfen
Die geplanten Arbeiten werden in drei Abschnitten ausgeführt, die unterschiedliche Sperrungen von Strecken und Teilen des Leipziger Hauptbahnhofs zufolge haben. Daraus ergeben sich im Regionalverkehr Fahrplanänderungen unter anderem für Züge aus und in Richtung Halle, Dessau, Gera, Weißenfels, Cottbus und Hoyerswerda. Sie beginnen und enden meist an Vorortbahnhöfen, wie der Leipziger Messe beziehungsweise Leipzig-Thekla, -Leutzsch und –Plagwitz. Einige Verbindungen fallen auch komplett aus. Die Deutsche Bahn (DB) und die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) organisieren hier einen Ersatzverkehr mit Bussen. Nicht betroffen ist den Angaben zufolge der Regionalverkehr in südöstlicher Richtung, etwa nach Dresden oder Chemnitz.
Auch bei einigen Fernverkehrszügen von und nach Berlin, München, Hannover und Dresden gibt es Fahrplanänderungen, wie Umleitungen über Halle oder eine verkürzte Linienführung. Informationen darüber bietet die DB beim elektronischen Fahrplan im Internet, per Telefon oder Aushang an. Außerdem sollen zusätzliche Service-Mitarbeiter eingesetzt werden.
Informationen zu Fahrplanänderungen:
Zugreisende können sich am Servicetelefon der Deutschen Bahn nach Fahrpländerungen erkundigen. Die Nummer lautet:
0180 5 99 66 33
(14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 42 ct/Min.)
Informationen gibt es auch im Internet sowie auf der MDR-Videotextafel Seite 738.
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