Sachsen

Das MDR LANDESFUNKHAUS SACHSEN : Von der Kaserne zum Medienhaus

Das MDR LANDESFUNKHAUS SACHSEN wurde im September 1999 offiziell eingeweiht. Erfahren Sie hier mehr über die militärische Vergangenheit der ehemaligen Albertkaserne und die Etappen der Sanierung auf dem Weg zu einem modernen Medienhaus.

Landesfunkhaus Sachsen in Dresden

Das MDR LANDESFUNKHAUS SACHSEN wurde am 9. September 1999 auf der Königsbrücker Straße in Dresden offiziell eingeweiht. Seit dem Sendestart des MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNKS 1992 waren die Mitarbeiter von MDR 1 RADIO SACHSEN und SACHSENSPIEGEL an drei verschiedenen provisorischen Standorten untergebracht. Nach sieben Jahren konnten alle unter ein Dach ziehen. Doch nicht unter irgendein Dach, sondern unter das eines denkmalgeschützten Gebäudes, das bereits mehr als ein Jahrhundert sächsischer Geschichte hinter sich hatte.

Ein Haus mit einer bewegten Geschichte

Mit dem Eintritt Sachsens in den Norddeutschen Bund 1867 wurde Dresden die drittgrößte deutsche Garnisonsstadt. Für die von Kriegsminister General von Fabrice geplante und nach König Albert benannte Garnison am Rande der Dresdner Heide wurden 15 Millionen Reichsmark bewilligt. 1877 begann der Bau des Kasernenkomplexes. Vor Beginn des 1. Weltkrieges waren dort insgesamt rund 15.000 Soldaten stationiert, ein Kanonier-Soldat, der ab 1917 in dieser Kaserne diente, war Erich Kästner. 1920 zog die sächsische Bereitschaftspolizei mit mehreren Hundertschaften in das Haus ein. In den folgenden Jahren waren Einheiten der deutschen Wehrmacht dort untergebracht. Nach 1945 zog das Nachrichtenregiment der 1. Russischen Garde-Panzerarmee ein und blieb bis zum Abzug der Truppen im Herbst 1992.

Der MDR zieht ein: Hightech hinter historischen Mauern

1994 fiel die Entscheidung, ein neues Landesfunkhaus im Dresdner Norden zu errichten. Das etwa 30.000 Quadratmeter große Grundstück, im Volksmund auch als "Albertkaserne" bezeichnet, war besonders geeinget. Der 160 Meter lange, dreigeschossige Altbau sollte restauriert, erweitert und umgebaut werden.

In einer 4,90 Meter tiefen Baugrube wurde am 1. Juli 1997 der Grundstein für den Neubau gelegt. Dabei wurde eine Kupferkassette eingemauert, die neben Bauplänen, aktuellen Münzen und Dresdner Tageszeitungen auch ein Video der ersten SACHSENSPIEGEL-Sendung und einen Mitschnitt von MDR 1 RADIO SACHSEN enthielt. Ein Jahr später konnte bereits das Richtfest gefeiert werden.

In dem ehemaligen Kasernenbau sollten die Hörfunkstudios von MDR 1 RADIO SACHSEN, die Fernsehproduktion des SACHSENSPIEGEL sowie Direktion und Verwaltung untergebracht werden. Dafür musste das Gebäude vollkommen entkernt werden. Der massive Altbau sollte zudem durch einen modernen Neubau für das Fernsehstudio ergänzt werden. Dort sollte auch die Kantine ihren Platz finden. Der Neubau wurde durch einen Wintergarten mit dem Altbau und über eine Terrasse mit der Gartenanlage verbunden. Im Außenbereich wurde der alte Baumbestand weitgehend erhalten und eine parkähnliche Anlage geschaffen. Die historischen Treppenhäuser wurden erhalten, die frühere Durchfahrt unter dem Mittelrisalit wurde zum Haupteingang. An die ehemals militärische Nutzung erinnert ein historisches Deckengemälde im Foyer, das in der Zeit um 1900 gemalt worden war. Auf 15 Quadratmetern wurde eine kämpferische Darstellung aus der Mythologie des Drachentöters freigelegt und restauriert.

Sendestart im neuen Zuhause

Noch vor der offiziellen Einweihung war es am 2. August 1999 endlich soweit: Sendestart für MDR 1 RADIO SACHSEN und SACHSENSPIEGEL aus den neuen Studios. Nach jahrelangen Provisorien befanden sich die beiden Programmbereiche des Landesfunkhauses nun erstmals gemeinsam unter einem Dach und konnten mit modernster digitaler Technik täglich Sendungen für die Hörer und Zuschauer in Sachsen gestalten. Am 9. September 1999 übergab Architekt Otto Dreiner den symbolischen Schlüssel für das fertig gestellte Gebäude an die Landesfunkhauschefin Ulrike Wolf.

MDR LANDESFUNKHAUS SACHSEN: Hörfunk, Fernsehen und Internet

MDR 1 RADIO SACHSEN und MDR SACHSENSPIEGEL senden täglich Informationen aus Ihrer Region. Gebündelt werden diese dann in der Onlineredaktion. Damit sie sich auch im Internet rund um die Uhr informieren können. [mehr]


Zuletzt aktualisiert: 18. März 2011, 17:42 Uhr

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