Reparaturarbeiten nach Sabotage bei der Bahn im Raum Leipzig
Bildrechte: MDR/Dirk Knofe

Schreiben aufgetaucht Linksextreme bekennen sich zu Anschlägen auf Deutsche Bahn

Reparaturarbeiten nach Sabotage bei der Bahn im Raum Leipzig
Bildrechte: MDR/Dirk Knofe

Anhänger der linksextremen Szene haben sich im Internet zu den Brandanschlägen auf die Deutsche Bahn bekannt. Auf der Plattform "linksuntenindymedia.org" heißt es: "Heute Morgen haben wir die Kabelstränge entlang mehrere Hauptstrecken der Bahn in Brand gesetzt." Als "Anlass" der Anschläge wird der Anfang Juli anstehende G20-Gipfel in Hamburg genannt. Eine offizielle Bestätigung der Echtheit des Schreibens durch die Behörden steht bislang noch aus.

Wir greifen ein in eines der zentralen Nervensysteme des Kapitalismus: mehrere zehntausend Kilometer Bahnstrecke. Hier fließen Waren, Arbeitskräfte, insbesondere Daten.

indymedia.org

Autonome bekennen sich zu Brandanschlägen in Markkleeberg

Wenige Tage zuvor war bereits ein Bekennerschreiben auf der Internetplattform aufgetaucht, in dem sich eine autonome Gruppe zu den Brandanschlägen auf vier Autos der Stadtverwaltung Markkleeberg bekennt. Darin heißt es wörtlich: "Uns erschien es angebracht, den Feind dort anzugreifen, wo er schwach ist." Der Angriff wurde ebenfalls als Aktion gegen den G20-Gipfel deklariert.

Bildergalerie Kabelanschläge sorgen für massive Verspätungen im Bahnverkehr

Seit dem Morgen lief nichts mehr auf der Schiene. Nach Anschlägen auf Kabelschächte rund um Leipzig kam es zu massiven Verspätungen im Bahnverkehr in ganz Sachsen. Langsam kehrt Normalität zurück und es wird repariert.

Reparaturarbeiten nach Sabotage bei der Bahn im Raum Leipzig
Vergangene Nacht vandalierten Unbekannte an Signalkabeln des Bahnverkehrs rund um Leipzig. Bildrechte: MDR/Dirk Knofe
Reparaturarbeiten nach Sabotage bei der Bahn im Raum Leipzig
Vergangene Nacht vandalierten Unbekannte an Signalkabeln des Bahnverkehrs rund um Leipzig. Bildrechte: MDR/Dirk Knofe
Reparaturarbeiten nach Sabotage bei der Bahn im Raum Leipzig
Christian Meinhold von der Bundespolizei sagte MDR SACHSEN: "Kabelschächte und Stellwerke waren Ziel dieser Anschläge. Man sieht die hohe kriminelle Energie, die auch das Operative Abwehrzentrum ins Boot geholt hat. Die weiteren Ermittlungen werden an dieser Stelle geprüft." Bildrechte: MDR/Dirk Knofe
Reparaturarbeiten nach Sabotage bei der Bahn im Raum Leipzig
Während der Regional- und Fernverkehr in ganz Sachsen noch massiv verspätet ist, laufen die Reparaturarbeiten auf Hochtouren. Bildrechte: MDR/Dirk Knofe
Einschränkungen im Zugverkehr am Hauptbahnhof Dresden
Zahlreiche Reisende und Pendler standen mit fragenden Gesichtern vor den Anzeigetafeln der Deutschen Bahn. Hier zum Beispiel am Dresdner Hauptbahnhof. Bildrechte: MDR/Sina Meißgeier
Einschränkungen im Zugverkehr am Hauptbahnhof Dresden
Auch Schulklassen mussten stundenlang auf ihre Züge warten. Bildrechte: MDR/Sina Meißgeier
Einschränkungen im Zugverkehr am Hauptbahnhof Dresden
Dass der Zugverkehr komplett eingestellt wurde, stimmte nicht ganz. Vereinzelt fuhren Züge, aber mit massiver Verspätung. Die Reisenden beklagten die fehlenden Informationen an den Bahnhöfen. An den Reisezentren bildeten sich lange Schlangen. Bildrechte: MDR/Sina Meißgeier
Bahn
Langsam kehrt die Normalität zurück. MDR SACHSEN informiert Sie über aktuellen Einschränkungen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - das Sachsenradio | Nachrichten | 19.06.2017 | ab 6 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Juni 2017, 20:11 Uhr

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20 Kommentare

21.06.2017 18:21 Mediator an Torsten (19) 20

Bitte plustere dich nicht so auf! Dein Hobby ist es also Dinge gerichtlich prüfen zu lassen? Das klingt für mich so, als ob du Dinge selbst schlecht einschätzen könntest!
Weiterhin habe ich das Gefühl, dass du ein schlechtes Leseverständnis hast, denn wo habe ich den bitte behauptet, dass DU all die schlimmen Dinge getan hast, über die du dich so aufregst.
Für ein schlechtes Urteilsvermögen spricht auch, dass du so tust als wären die Ermittlungen des BKA bezüglich von Hasspostings lächerlich. Wenn du und deine Familie Morddrohungen bekommen würdest, dann würdest du die Sache sicher anders sehen. Gegen den üblichen dummen Internetpöbler wird das BKA sicher nicht ermitteln.
Weiterhin haben Ermittlungen auch immer etwas mit Zuständigkeiten zu tun. Das BKA beschreibt dies selbst so: "Über das BKA läuft der Dienstverkehr der deutschen Polizei mit dem Ausland." Ermittlungen im Cyberraum sind immer international.
Ansonsten wie immer viele stramme Behauptungen und wenig konkretes.

20.06.2017 22:47 Torsten 19

@Mediator
Dann hat wohl der Verantwortliche des Bundes der Kriminalbeamten welcher sonst durch Presse und rotrotgrüne zitiert wird auch nur ein komisches Gefühl gehabt als er laut Presseberichten geäußert hat das in einigen Bundesländern keine Verfolgung von linksextremen Straftaten mehr stattfindet ? Mal ganz abgesehen davon das gerade Anfragen der linken und Grünen in Sachsen ergeben haben das nahezu alle Verfahren gegen eure Klientel eingestellt wurden. Und noch was. Solltest du nochmal behaupten ich wäre rechtsradikal, würde Hakenkreuze schmieren oder Flüchtlingsheime anzünden werde ich das tun was bei euch inzwischen Hobby ist. Ich werde das gerichtlich prüfen lassen.

20.06.2017 18:08 Mediator 18

Wer wie Torsten(12), Dreißiger(8) und D.o.M.(9) gebetsmühlenartig behauptet, dass der Staat Straftaten im linksextremistischen Spektrum nicht verfolgt und aufklärt, der sollte dafür doch als Argument mehr als sein eigenes Bauchgefühl ins Feld führen.

Ansonsten ist das nichts weiter als die rechte Weinerlichkeit. <Mimimi .... immer verfolgt der Staat nur mich und meine braunen Kumpel....nicht mal ein Hakenkreuz darf man an eine Hauswand sprühen ohne dass ermittelt wird ... von einem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim ganz zu schweigen.... voll gemein!>

20.06.2017 17:41 Eric 17

@15: stimmt genau, das sagt so einiges über die jeweiligen Lager und deren motivation aus. aus solchen aktionen kann genau heraus gelesen werden, wer sich damit befasst und wie ernst er es meint. hohle phrasen haben noch nie eine revolution herauf beschworen.

20.06.2017 15:24 Sympi 16

Nr.15 - AUF DEN PUNKT !!! eins setzen :-)

20.06.2017 15:12 Lancelot Wiedehopp 15

Der geistlose normale Bürger sehnt sich, zumindest tut er so, den Umsturz des Establishments herbei und dann gibt es doch tatsächlich Menschen, die derartige Straftaten begehen. Und nach den begangenen Sachbeschädigungen an "Gegenständen" merkt dieser plötzlich, er ist Teil der, ihm so verhassten, Struktur ist und es fähigere Geister unserer Gesellschaft hinbekommen, mit viel weniger Aufwand an dieser Struktur zu nagen.

20.06.2017 14:16 Rekelroser1 14

@ 13: Syrien liegt zwar immer noch da, wo es 1880 lag. Richtig. Aber es ist aufgrund von Fortschritt und Globalisierung sehr dicht an uns heran gerückt.

1880 musste man ganz schön lange reisen, um die Entfernung zu überbrücken. Heute reicht ein Mausklick. In Sekundenschnelle hat man Syrien auf dem Bildschirm. Auch das Reisen dauert nicht mehr so lange.

Die Welt ist in den letzten Jahrzehnten enger zusammen gerückt, als manche es wahrhaben wollen. Das kann man nicht einfach ignorieren. Es betrifft alle Lebensbereiche.

Alles dreht sich heute schneller als früher. Klar, dass einige Menschen da nicht mehr mithalten können und die Welt nicht mehr begreifen.

Augen zu und Abschottung kann aber nicht die Lösung sein. Die Zeit lässt sich nicht zurück drehen. Wir müssen mit der Welt so fertig werden, wie sie jetzt ist. Und nicht wie sie 1880 mal war.

20.06.2017 12:10 Es ist gar nichts "zusammengerückt" - das wird nur behauptet. 13

@19.06.2017 13:40 Phrasenhasser (1 Da ist eben alles zusammengerückt, man kann jetzt sogar von Leipzig aus bei der Bahn Brandanschläge machen, als Protest gegen den G20-Gipfel in Hamburg... Dass Syrien dank Globalisierung gleich hinter Potsdam liegen muss, wie auch
Eritrea ein Stück hinter Dessau, das hat sich seit 2015 ja bis in die Provinzen herum gesprochen. Nun ist Hamburg auch heran gerückt; ja, kein Wunder, dass die Ollen nicht mehr in dieser modernen Welt zurecht kommen...)

Das ist nur scheinbar so - nicht anscheinend.
Vorläufig hat noch niemand durch Sprechakte eine Palette Waschpulver auch nur einen Zentimeter verrückt. Syrien liegt noch genau da, wo es immer lag und "Globalisierung" war schon 1880. Die Scheinzusammenhänge dienen lediglich dazu, den Souverän im Lande durch angstauslösende Szenarien zu staatsaffinem Wohlverhalten zu treiben und Kritik im Ansatz zu ersticken. Aber das wissen Sie ja alles selbst.

20.06.2017 11:59 Torsten 12

Welche Wertigkeit Straftaten in der heutigen politischen Landschaft haben ist heute wieder deutlich zu sehen.
Hasspostings, also Worte, werden durch das BKA bearbeitet und medial ganz groß "bearbeitet".
Terroranschläge von Linksextremen, dazu wie hier, Bundesweit organisiert, bearbeiten OAZ und Co. welche noch nie einen Linksextremen Täter und die dazugehörigen Beweise ausreichend ermittelt haben und die Presse hat den Sachverhalt in der großen Masse bereits vergessen.

20.06.2017 10:53 Hettstedt05 11

@ 8: Kiminelle Extremisten sind niemals die Guten. Egal, ob links- oder rechtsextrem.

Wer Straftaten begeht ist ein Fall für Polizei und Justiz. Ob da nun Bahnkabel zerstört werden oder jemand Andersdenkende verprügelt: Beides sind Straftaten. Wer sowas macht, ist Kriminell.

Vor allem ist diese politisch motivierte Kriminalität von rechts und links ziemlich dumm. Die Leute, die solche Extremisten-Taten begehen, stellen sich mit ihrer Gewalt selber ein Armutszeignis aus.

Wer den großen Weltverbesserer spielen will und dann selber kriminell wird, der ist schon eine ziemlich lächerliche Gestalt. Auch das gilt beide Seiten: Für rechts- und linksextreme Täter.

Mit Faust und Keule haben sich die Menschen schon in der Steinzeit gegenseitig attackiert. Einige sind offenbar in dieser Zeit stehengeblieben.