Sachsen

Eisenbahn : Grünes Licht für Lückenschluss Sebnitz - Dolní Poustevna

Der Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) hat den Weg für den Lückenschluss der Trasse zwischen dem sächsischen Sebnitz und dem böhmischen Dolní Poustevna (Niedereinsiedel) freigemacht. Der VVO teilte am Donnerstag mit, dass voraussichtlich ab Ende 2014 die Regionalzüge im Zweistundentakt durchgehend von Rumburk (Rumburg) über Sebnitz und Bad Schandau bis Decin (Tetschen-Bodenbach) fahren.

Moderne Niederflurzüge bleiben erhalten

An einer Bahnstrecke leichtet ein rotes Haltesignal auf.
Ab 2014 soll das Signal der Strecke Sebnitz - Dolni Poustevna auf Grün geschaltet werden.

Für die Bestellung des Verkehrs sei der tschechische Kreis Usti (Aussig) zuständig, hieß es. Die Linie werde Bestandteil eines tschechischen Regionalnetzes. Es sei jedoch über gültige Ausschreibungen des VVO sichergestellt, dass - wie bisher - ausschließlich moderne niederflurige Züge mit Klimatisierung eingesetzt werden. Auf deutschem Gebiet fährt zurzeit die Städtebahn Sachsen zwischen Sebnitz und Bad Schandau, zwischen Bad Schandau und Decin betreiben Deutsche Bahn und Tschechische Staatsbahn eine gemeinsame Linie unter der Marke Elbe-Labe-Sprinter. Der bisherige Verkehr zwischen Rumburk und Decin wird ausschließlich über tschechisches Gebiet abgewickelt.

Jahrelanger Streit um Wirtschaftlichkeit des Lückenschlusses

Über Jahre hinweg gab es Streit, ob die Schließung der 600 Meter langen Gleislücke wirtschaftlich ist. Zeitweise stand der Zugverkehr zwischen Bad Schandau und Sebnitz auf der Kippe - insbesondere, nachdem das sächsische Wirtschaftsministerium die Zuschüsse für den regionalen Zugverkehr gekürzt hatte. Studien zufolge sollen grenzüberschreitende Verbindungen jedoch die Fahrgastzahlen steigern.

Der Lückenschluss kostet etwa 2,8 Millionen Euro, die überwiegend vom Bund übernommen werden. Der sächsische Zweckverband steuert nach eigenen Angaben rund 87.000 Euro bei. Auf tschechischer Seite ist die Bahnstrecke bis zur Grenze bereits seit einiger Zeit fertiggestellt.

Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2012, 21:03 Uhr

2. MDR.DE-Redaktion:
@Jürgen Brauner: Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Fehler behoben. Viele Grüße die MDR.DE-Redaktion
20.07.2012
10:55 Uhr
1. Jürgen Brauner:
Hallo! Der Text neben dem Film dürfte wohl nicht ganz stimmen. Denn Sebnitz liegt nicht an der polnischen Grenze sondern immer noch an der zu Tschechien. Gruß, J.Brauner
19.07.2012
23:50 Uhr

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