Sachsen

Mahlzeiten aus Thüringer Großküche : Tausende Menschen offenbar durch Essen erkrankt

In fünf Bundesländern sind mehrere tausend Kinder und Jugendliche möglicherweise durch Essen eines Ostthüringer Großanbieters erkrankt. Wie ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums sagte, könnte der Auslöser verunreinigte Verpflegung aus dem Unternehmen sein. Betroffen seien Schulen und Kindergärten in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg.

Nach Angaben des Sprechers leiden die Kinder und Jugendlichen sowie zahlreiche Lehrer an Magen- und Darmproblemen. Die erstmals am Dienstag gemeldeten Fälle seien weitgehend glimpflich verlaufen. Allerdings hätten einige Betroffene im Krankenhaus behandelt werden müssen. Eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts in Berlin sagte am Donnerstag, bislang seien mindestens 4.000 Fälle von Erkrankungen bekannt.

500 Betroffene in Thüringen - Betrieb bleibt offen

Wie das Thüringer Gesundheitsministerium dem MDR THÜRINGEN mitteilte, sind rund 500 Kinder und Jugendliche sowie mehrere Lehrer in den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Orla, im Weimarer Land und in der Stadt Erfurt erkrankt. Drei der Patienten seien in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Das Landesamt für Lebensmittelüberwachung erklärte dem MDR auf Anfrage, es seien inzwischen Proben bei dem Essensanbieter genommen worden. Ein Erreger sei aber noch nicht gefunden worden. Erste Untersuchungsergebnisse werden für Freitag erwartet.

Anlass, den Betrieb zu schließen, sehen die zuständigen Behörden bisher nicht. Ein Sprecher des Landratsamts Saalfeld-Rudolstadt sagte, in der Vergangenheit habe es nie Probleme mit dem Unternehmen gegeben. Zudem sei vom Veterinäramt vorsorglich eine zusätzliche Reinigung und Desinfektion der Produktionsstätte angeordnet worden.

Zuletzt aktualisiert: 27. September 2012, 23:26 Uhr

8. ich:
Wie aus anderen Medien zu erfahren war, handelt es sich um die Firma sodexo. Diese Firma kocht u. a. in Kahla. Es bestehen mehrere Standorte, an denen gekocht wird. Hygienemängel in einer Küche mögen vorkommen. Aber gleichzeitig in mehreren Küchen mit den gleichen Folgen scheint mir doch eher unwahrscheinlich. Möglicherweise haben die Mängel ihre Ursache bei den Liferanten? Wer sofort reflexartig die Schließung des Betriebes fordert, kommt der Ursache nicht auf den Grund. Ich bin sicher, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen vor Ort eine gute Arbeit und sind genauso wie alle anderen interessiert daran, die Ursachen zu finden. Schließlich hängt ihr Job daran. Warum wird nichtmehr direkt in Kindergärten und Schulen gekocht? Weil das keiner bezahlen kann! Um kostendeckend in vergleichsweise kleinen Einheiten zu kochen sind Preise von ca. 5,00 EUR nötig. Welche Eltern wollen (und können) das bezahlen?
28.09.2012
11:58 Uhr
7. UR:
PS: unsere Kinder haben schon seit Jahren von dem hier benannten Anbieter ihre Mahlzeiten erhalten und es gab NIE Komplikationen oder irgendwelche gesundheitlichen Probleme, das ist nun wohl leider ein einmaliger Fall wo irgendwo etwas in der Kette schief gegangen ist. Also: abwarten und warten was nun der Auslöser war und wo das Problem angegangen werden muß.
28.09.2012
11:16 Uhr
6. UR:
@Sternekoch und Mueller: das Essen wird in Regionalküchen zubrereitet und kommt nicht aus FFM !!! Der deutschlandweite Anbieter bezieht seine Waren aber über nachvollziehbare Wege regional sowie überregional. Seit Jahren ist nix passiert, wenn aber jetzt evtl. von einem Händler schon kontaminiertes Essen verarbeitet wird und es auf den ersten Blick bei den Qualitätskontrollen nicht auffällt, dann kann man hier niemanden etwas vorwerfen, und der Aufschrei nach zumachen ist sehr übetrieben da ja nun noch nicht einmal feststeht woran die Kinder erkrankt sind und wo genau die Ursache liegt. Konsequenzen und Verbesserungen sollte man wie bei EHEC ERST nach dem Befund ziehen.
28.09.2012
11:15 Uhr
5. O.Mueller:
So etwas darf in so einem Betrieb nicht passieren.Die Firma muss geschlossen werden als Konsequenz,ganz egal,ob da noch nie etwas war oder nicht.Eine Sauerei!!!
28.09.2012
07:45 Uhr
4. zehn Sterne Koch:
Früher wurde vor Ort in der Schul-und Kindergartenküche frisch gekocht. Heute wird das Essen aus dem Raum Frankfurt am Main nach Thüringen transportiert. Die Fahrzeit beträgt regulär drei Stunden. Dazu kommt, dass die Lebensmittel heut zu Tage auf künstliche Stoffe und -Lebensmittelerhaltung aufgebaut sind. Ach wie war das nach dem Krieg so schön, dass wir im Ort eine gesunde Schul- und Kindergartenküche hatten. Jetzt hört man nur noch, von unmöglichen politischen Entscheidungen- wie ( Kinder-und Rentnerarmut, Sozialabbau, soziale Bestattungen, HarzIV, Ein-Euro-Job, usw., aber auch von Diätenerhöhungen und Vetternwirtschaft).
28.09.2012
07:30 Uhr
3. Anis:
Auch in Stuttgart gab es mehrfache Fälle
28.09.2012
01:48 Uhr
2. Bianka Jüstel:
Hallo. Darf man als evtl. Betroffener auch erfahren um welchen Essenanbieter es sich bei dem momentanen Magen-Darm-Virus handelt? Danke B. Jüstel
27.09.2012
19:14 Uhr
1. Ronny:
Als kleiner Tipp! Das gleiche wurde heute in der Oschatzer Allgemeinen Zeitung aus dem LK Nordsachsen (50 Kinder aus drei Einrichtungen) und aus Döbeln (über 200 Kinder) berichtet. ;)
27.09.2012
17:11 Uhr

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