Sachsen

"Wir sind das Volk" : Leipzig schützt Slogan der Friedlichen Revolution

Die Stadt Leipzig will sich die Markenrechte an dem bekannten Wende-Slogan "Wir sind das Volk" weiter sichern. Damit soll der Revolutionsruf von 1989 weiterhin vor Missbrauch vor allem durch Rechtsextremisten geschützt werden. Rathaussprecher Matthias Hasberg erklärte, dass der Slogan bereits seit 2002 dem Markenschutz unterliegt, der eine unberechtigte Nutzung verhindert. Dieser Schutz, der nach zehn Jahren ausläuft, solle nun verlängert werden.

Stadt übernimmt Rechte von Wolfgang Tiefensee

Bis Ende März liegen die Rechte für den Slogan noch bei Ex-Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee, dem ehemaligen Pfarrer der Nikolaikirche, Christian Führer, und Uwe Schwabe vom Archiv Bürgerbewegung Leipzig. Wie Hasberg mitteilte wird Tiefensee in den nächsten Tagen seine Rechte auf die Kommune übertragen. Gemeinsam mit Führer und Schwabe werde dann ein Antrag auf Verlängerung des Markenschutzes gestellt.

Wolfgang Tiefensee, Christian Führer und Uwe Schwabe hatten den Slogan 2002 beim Deutschen Patent- und Markenamt in München schützen lassen. Der Antrag wurde damals nicht von der Stadtverwaltung gestellt, sondern von den Beteiligten privat. Sie wollten verhindern, dass Neonazis mit dem Slogan "Gegen Repression und für Demonstrationsfreiheit, wir sind das Volk!" durch Leipzig marschieren.

Zuletzt aktualisiert: 28. März 2012, 16:19 Uhr

1. Heinz Faßbender:
Zitat: Wolfgang Tiefensee, Christian Führer und Uwe Schwabe hatten den Slogan 2002 beim Deutschen Patent- und Markenamt in München schützen lassen. Meine Meinung: Die sollen erst mal beweisen ob sie damals dabei waren oder waren sie wie Frau Merkel in der Sauna?
30.03.2012
12:09 Uhr

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