Eine Frau aus Syrien steht in der Küche ihrer Wohnung in einer Flüchtlingsunterkunft
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Der MDR SACHSEN-Ticker | 12.10.2017 60 Prozent der Flüchtlinge in Sachsen ziehen in Großstädte

Der MDR SACHSEN-Ticker begleitet Sie mit aktuellen Meldungen bis 11 Uhr in den Tag. Redaktion: Matthias Stiebing

Eine Frau aus Syrien steht in der Küche ihrer Wohnung in einer Flüchtlingsunterkunft
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In Sachsen ziehen mehr als 60 Prozent der anerkannten Flüchtlinge in die Großstädte Chemnitz, Leipzig oder Dresden. Wie der Sächsische Städte- und Gemeindetag dem MDR mitteilte, entschieden sich im ersten Halbjahr knapp 2.000 Flüchtlinge für eine dieser Städte als Wohnort. Geschäftsführer Mischa Woitscheck sagte, dadurch werde in manchen Bereichen Wohnraum knapp. Auch Kita-oder Schulplätze seien begrenzt. Auf dem Land seien die Ressourcen dagegen vorhanden. Sachsens Integrationsministerin Köpping hatte gestern eine Wohnsitzauflage für Asylbewerber angekündigt. Anerkannte Flüchtlinge sollen ein Jahr lang in einem zugewiesenen Landkreis wohnen. Der sächsische Landkreistag sieht das skeptisch. Geschäftsführer Jakob sagte, es werde ein Personal- und Sachaufwand produziert, der in keinem Verhältnis zum Nutzen stehe.

10:50 Uhr | Teilprivatisierung bei Krankenhausgesellschaft Mittweida vom Tisch

Der Kreistag Mittelsachsen hat die Beschlüsse zur Teilprivatisierung der Landkreis Mittweida Krankenhaus g-GmbH aufgehoben. Diese seien nicht mehr umsetzbar, nachdem die Gespräche mit dem potentiellen Partner beendet worden sind, hieß es aus dem Landratsamt. Landrat Matthias Damm wertete den im August geschlossenen Notlagen-Tarifvertrag als ganz wichtigen Schritt, um die finanziell angeschlagene Gesellschaft zu stabilisieren. Weitere Schritte würden folgen, so Damm. Er sei überzeugt, dass der Landkreis es schaffen könne, die Gesellschaft alleine weiter zu betreiben.

09:47 Uhr | Büffelexperten treffen sich in Penig

Rund 60 internationale Büffelexperten tagen heute und morgen im Schützenhaus in Penig im Landkreises Mittelsachsen. Wie Manfred Thiele, Landwirt aus Chursdorf und Präsident des Deutscher Büffelverbandes, mitteilte, nehmen am 15. Deutschen Büffelkongress Wissenschaftler und Praktiker unter aus Deutschland, Brasilien, Indien, Bulgarien, Ungarn und der Schweiz teil. Veranstalter ist der sächsische Büffelverband. Ziel sei es, sich über neue Erkenntnisse zur Haltung und Tiergesundheit auszutauschen sowie Qualität und Vermarktung der Produkte zu verbessern. Der Kongress soll die Hausbüffel zugleich einem breiten Publikum bekannt machen.

Wasserbüffel stehen auf einer Weide.
Wasserbüffel aus Chursdorf. Bildrechte: dpa

09:26 Uhr | Dortmund: Ermittlungsergebnisse nach Übergriffen auf RB Leipzig-Fans

Nach den Übergriffen auf Fans von RB Leipzig beim Fußball Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund im Februar dieses Jahres wurden jetzt die Ermittlungen abgeschlossen. Nach Angaben der Polizei in Dortmund sind 168 Straftaten erfasst worden. Die Identifizierung der Tatverdächtigen hätte sich aber als schwierig erwiesen, so eine Sprecherin. Es seien allein 170 Stunden Videomaterial gesichtet worden. Mittlerweile habe es elf Strafbefehle gegeben, fünf davon seien bereits rechtskräftig, weitere fünf Anklagen seien erhoben worden. Am Sonnabend spielt RB Leipzig erneut in Dortmund. Die Polizei hat sich nach eigener Aussage besonders darauf vorbereitet.


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Zuletzt aktualisiert: 12. Oktober 2017, 11:03 Uhr