Dresden : Wieder Menschenkette am 13. Februar
Die Stadt Dresden plant für den 13. Februar 2013 wieder eine Menschenkette rund um die Altstadt. Der Moderator der städtische Arbeitsgruppe "13. Februar", Frank Richter, sagte am Mittwoch, damit solle am Gedenktag für die Opfer des Krieges erneut ein Zeichen gegen Rechtsextremisten gesetzt werden. Dieser Tag sei "ein wichtiges Datum im Kalender der Stadt".
Bisher eine Neonazi-Demo angemeldet
Nach Angaben der Stadtverwaltung wurde für Februar 2013 bisher eine Neonazi-Demonstration angemeldet. Auch bei nur einer Anmeldung aus dem rechtsextremen Lager sollte der Protest nicht nachlassen, sagte Richter. Die Menschenkette sei ein "wertvolles und schönes Symbol".
Bereits in der vergangenen Woche hatte das Bündnis "Dresden nazifrei" dazu aufgerufen, sich den Neonazis in den Weg zu stellen. In den vergangenen Jahren konnten so größere Aufmärsche von Rechtsextremen durch Dresden verhindert werden, allerdings wird noch immer gegen Blockierer ermittelt. Die Aufmärsche der Neonazis waren genehmigt gewesen.
Rund 120 Parteien, Gewerkschaften und Einzelpersonen haben den Aufruf zur erneuten Blockade bereits unterzeichnet - darunter Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD), die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, und Linke-Chefin Katja Kipping.
Neonazi-Aufmarsch wurde abgekürzt
In diesem Jahr hatten sich am 13. Februar in Dresden rund 13.000 Teilnehmer zu der Menschenkette versammelt. Trotz eines Neonazi-Aufmarsches mit etwa 1.600 Teilnehmern verlief der Gedenktag weitgehend friedlich. Mehrere Tausend Menschen beteiligten sich an Gegenprotesten in unmittelbarer Nähe der Rechtsextremisten. Wegen mehrerer Blockaden musste die geplante Route der Neonazis abgekürzt werden.
Am 13. Februar 1945 hatten alliierte Bomben das Dresdner Stadtzentrum weitgehend zerstört. Nach Angaben von Experten kamen dabei bis zu 25.000 Menschen ums Leben.
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