Sachsen

Nach dem Festumzug in Freiberg : Wirbel um Militärfahrzeuge beim "Tag der Sachsen"

Der Festumzug beim Tag der Sachsen hat möglicherweise ein parlamentarisches Nachspiel. Das kündigte der kulturpolitische Sprecher der Linken, Volker Külow, an. Grund sei der Auftritt der IG Militärtechnik-Freunde Sachsen. Külow nannte den Auftritt instinktlos und kriegsverherrlichend und erklärte, eine kleine Anfrage an die Landesregierung zu stellen. Insbesondere müsse sich Landtagspräsident Matthias Rößler erklären, der als Präsident des Kuratoriums "Tag der Sachsen" die Verantwortung für die Vorfälle trüge, sagte Külow.

Gruppe distanziert sich von Gewaltverherrlichung

Beim Festumzug zum Tag der Sachsen wird Militärtechnik präsentiert.
Der Auftritt des Vereins sorgt für Wirbel

Die Mitglieder der Interessengruppe sind bei dem Festumzug mit mehreren Militärfahrzeugen aufgetreten, darunter auch Autos und Motorrädern aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Männer und Frauen präsentierten sich zudem in originalen Uniformen. Sie stellten unter anderem einen Wegweiser mit der Aufschrift "Moskau" auf. Zudem zeigten sie kleine militärische Übungen. Volker Külow nannte die Vorfälle einen Skandal. Die "mörderische Maschinerie wie die Wehrmacht" dürfe nicht verharmlost werden, erklärte der Linken-Politiker.

Die Gruppe nahm zum zweiten Mal am "Tag der Sachsen" teil. Im vergangenen Jahr waren sie auch schon beim 20-jährigen Jubiläum des größten sächsischen Volksfestes in Kamenz dabei. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich bei der Gruppe um einen Zusammenschluss von Restauratoren und Sammlern historischer Fahrzeuge. Auf ihrer Internetseite distanziert sich die Gruppe von "jeglicher Glorifizierung von Krieg und Gewaltherrschaft". Sie lehne zudem die "Politisierung ihrer technischen Sammlung" ab. Die Fahrzeuge kamen unter anderem auch in Kinofilmen wie "Operation Walküre" oder "Inglourious Basterds" zum Einsatz.

Zuletzt aktualisiert: 11. September 2012, 08:10 Uhr

35. Erwin D.:
Wenn ich die letzten Komentare lese könnte ich weinen, ich denke bald, dass keiner der beiden vor Ort war. Ich habe mir das Aufladen der Truppe am Sonntag angeschaut, auf dem LKW war kein einziges Motorrad. Die sind allesamt so wie sie vom Umzug kamen nach Hause, war wohl Dresden, gefahren. Bei manch Kritikern in dieser Runde würde ich glatt vermuten, dass diese lieber andere madig machen und selbst nicht mal einen Euro für die Restauration eines Fahrrades ausgeben können. Ich finde das war ne super Truppe, die ich auch beim Russenstand gegenüber zum Abendbrot, friedlich mampfend, getroffen habe.
12.09.2012
19:35 Uhr
34. Rolf:
an Eddie67 31.: "die armen Kerle schliefen die ganzen Festtage auf der Strasse, packen dann ihren Rassel auf den einzig verfügbaren LKW und gingen nach Hause." Wiesen Sie das genau? Warum haben "die armen Kerle" sich dann die Mühe gemacht, die Kräder vor den Toren Dresdens wieder vom "einzig verfügbaren" LKW abzuladen, die Waffen wieder zu montieren und den Helm aufzusetzen? Nein. Hier nur Technikbegeisterung zu unterstellen, ist Augenwischerei. Was noch zu dieser Diskussion zu sagen wäre, ist in Kommentar 33 (Stonemender) gut zusammengefaßt.
12.09.2012
14:12 Uhr
33. Stonemender:
Einige der Kommentatoren hier finde ich erschütternd. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob der Mann von der Linken mal in der SED in der Stasi oder sonstewo war. Man darf die Wehrmacht gern differenziert betrachten, aber zu verherrlichen gibts daran mal gar nichts. Das sie mit ihren Kriegsverbrechen nicht allein dastand, ändert überhaupts daran, dass sie Kriegsverbrechen begangen hat! Und dann können wir gern mal darüber reden was man davon zu halten hat, wenn da ein MG auf die Passanten gerichtet wird und ein Wegweiser gen Moskau aufgestellt wurde. Entweder die Leute sind instinktlos und schlecht erzogen oder mit der angeblichen politischen Neutralität ist es nicht weit her. In jedem Fall finde ich es unmöglich, dass hier viele glauben, weil der Mann von der Linken ist, darf er keine Kritik an sowas üben. Schöne Demokraten seid ihr!
12.09.2012
10:21 Uhr
32. Keppppi:
hier geht es um 12 Jahre, die uns maßgeblich geprägt haben und die in Ihrer Durchsetzung (Wannseekonferenz) mehr als das böseste Gesicht Deutschlands darstellen, aber es ist deutsche Geschichte die genau so dazu gehört wie Schwadronen des 30. jährigen Krieges die alles Leben ausgelöscht haben, leider aber noch nicht die Möglichkleit hatten dieses Verbrechen zu dokumentieren. Die werden hofiert und gefeiert.?????? Napoleon hat ganze Landstriche dem Erdboden gleichgemacht???? werden hofiert und anerkannt. Die die Stasievergangenheit haben und die mit Ihren Methoden in keinster Weise den Totenkopfschergen der SS nachstehen wollen eine Plattform errichten und Ihren Unrechtsstaat ins rechte Licht rücken. Es ist eine Unveschämtheit einen tollen Festumzug für Ihre immmer noch verbrecherischen Ansichten zu diffamieren, um Demokratie zu heucheln, Pfui Teufel. Toleranz und Geschichtsaufarbeitung scheinen nach wie vor Fremdbegriffe für selbst ernannte Retter der Demokratie zu sein.
11.09.2012
22:42 Uhr
31. Eddi67:
An Rolf: Alle Technick die bewegt wurde ist Straßenzugelassen und das dazugehörige Beiwerk war beim Staatsschutz angemeldet. Damit erklärt sich die Frage: Was macht unsere Polizei? Und wenn man nach Jahren ein Fahrzeug fertig restauriert hat, möchte man auch wissen, das alles funktioniert und nicht bei Festumzügen oder Filmdrehs den Geist aufgiebt. Also keine Angst alles ist konform.
11.09.2012
21:51 Uhr
30. Andre`Pöhlmann:
Hallo ihr Das Verstehen der Technik sowie das Selberherstellen von teilen zeichnet die Jungs aus. Wenn unzählige Bastelstunden endlich dazu führen,das ein fahrendes Denkmal fertig ist,dann ist das für alle ein Erlebnis u. gewiß keine Verherlichung von Krieg u. Gewalt.Mfg Pökli
11.09.2012
21:44 Uhr
29. Dirk:
vorab , ich komme aus niedersachsen und ich muß sagen, dass mir nur schlecht wird. der matthias zang spricht mir aus der seele. ich hatte die selben gedanken. ich finde da stellt sich sachsen in einem "sehr guten licht" dar. kein wunder das die deutschen in der welt so "gut" angesehen werden. macht weiter so . armes deutschland - leider
11.09.2012
21:41 Uhr
28. Norgi:
ich staune über Kommentare von Rolf Nr.21, ich war vor Ort, die armen Kerle schliefen die ganzen Festtage auf der Strasse, packen dann ihren Rassel auf den einzig verfügbaren LKW und gingen nach Hause. Welche Ausrüstung wäre denn nötig gewesen um alle Fahrzeuge, wie von Rolf gewünscht, aufzuladen? Ungeachtet dessen hat mich die Zulassung auch interessiert, schaue da, die Fahrzeuge (siehe TÜV-Marke) waren ausnahmslos zugelassen.
11.09.2012
20:55 Uhr
27. Marcel:
Man kann die SED nicht mit den Nazis vergleichen. Wer hat über 20 Millionen Menschen auf dem Gewissen? Selbst im Vergleich zur USA schneidet die SED gut ab.
11.09.2012
20:34 Uhr
26. Ines:
Es sind immer die richtigen die sich auf regen. Herrn Külow, der bei der Stasi war, die Leute ausgehorcht hat und wer weiß was er noch alles getan hat und wie gut es Ihm in der DDR Zeit ging. Was hat die Militärtechnik- Freunde Sachsen mit Nazis und Rechten zu tun ????? Warum beschwert Herr Külow sich nicht über den Stand der NPD der dort war. Das sind die Rechten,von den man blöde an gemacht wird, wenn man Sie bloß schon schief an kucken tut. Keine Ahnung haben, was früher wirklich ab ging im 2. Weltkrieg. Um die ( NPD ) sollte man sich kümmern. Herr Külow sollte sich um seine eigene Vergangenheit kümmern, was er in der DDR Zeit gemacht hat.
11.09.2012
17:53 Uhr

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