Milzbrand-Gefahr : Anthrax-Alarm in Wilkau-Haßlau
Ein Unbekannter hat der Polizei in Wilkau-Haßlau einen Brief mit einem angeblichen Milzbrand-Erreger geschickt und so einen Großeinsatz ausgelöst. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatte ein 18-Jähriger das Schreiben auf dem Revier abgegeben. Der Mann erklärte, er habe den Brief von der Post bekommen. Der Umschlag enthielt ein weißes Pulver und ein Schreiben, in dem stand: "Sie haben sich soeben mit Anthrax infiziert." Daraufhin riegelte die Feuerwehr das Polizeirevier ab. Die Mitarbeiter wurden ärztlich untersucht, konnten dann aber ihren Dienst fortsetzen.
Ob in dem Pulver tatsächlich ein Milzbrand-Erreger steckte, muss nach Polizeiangaben noch überprüft werden. Mit ersten Ergebnissen sei in zwei, drei Tagen zu rechnen, hieß es. Das Bakterium wird von Tieren oder Tierprodukten auf den Menschen übertragen und kann im schlimmsten Fall zum Tod führen.
Anthrax/Milzbrand
Der Milzbrand ist eine bakterielle Erkrankung. Dabei kann die Milz braun-schwarz ("brandig") verfärbt sein - daher der Name "Milzbrand". An der Haut können knotige, bläschenartige, später schwarze und schwarz-krustige Hautveränderungen entstehen (daher der Name "Anthrax" = griechisch für Kohle).
Eine Infektion mit Milzbrandbakterien kann beim Menschen in drei verschiedenen Formen auftreten: Hautmilzbrand, Inhalations-Milzbrand, Milzbrand des Verdauungstraktes.
Der Milzbranderreger kann hochgiftige Stoffe produzieren, die unsere Gewebe und Organe schädigen können. Die Kapsel des Erregers ist so aufgebaut, dass er von unseren Abwehrfresszellen kaum angegriffen werden kann. Außerdem produziert er Stoffe, die andere Teile der Immunabwehr hemmen.

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