Sachsen

Fußball | 3. Liga : Schwarze Serie des CFC hält

2. Spieltag

Der Chemnitzer FC hat noch nie bei Preußen Münster gewonnen - und dabei blieb es auch am Sonnabend. Die Schädlich-Elf verlor ihr erstes Auswärtsspiel der Saison mit 0:1.

Chemnitz fehlt der Biss

Tor für Münster. Chemnitz Torwart Philipp Pentke enttäuscht nach dem 1:0. Schiri Benjamin Brand zeigt zum Anstoßpunkt.
Die entscheidende Szene: Tor für Münster - Pentke hat das Nachsehen.

Dabei war Chemnitz gewillt, die Serie zu brechen. Das Erfolgsrezept hatte Trainer Gerd Schädlich parat: "Wir müssen richtig dagegen halten und zwar von der ersten Minute an." Klappte nicht ganz. Als Kapitän Sträßer am Mittelkreis kreiselte, luchste ihm Heise den Ball ab, passte schnell auf die linke Seite. Dort stand Grote frei und brachte die Kugel nach innen. Innenverteidiger Wilke schlug über das Leder und Taylor staubte aus drei Metern ab (8.). "Ich brauch den Ball einfach nur zu treffen, dann passiert gar nichts" bedauerte der Innenverteidiger sein Missgeschick. Und Wilke patzte wenige Augenblicke später erneut. Diesmal spielte er als letzter Mann direkt in die Beine von Nazarow, der das Geschenk zum Glück für Chemnitz nicht annahm  Ausgerechnet Wilke. Er galt vor dem Spiel als Wackelkandidat. Der zuletzt gesperrte Bankert drängte in die Startelf, doch Schädlich hatte sich für die 1:0-Siegermannschaft des ersten Spieltages entschieden. Nach dem Rückstand übernahm der CFC die Initiative, war deutlich öfter am Ball – bekam das Leder aber nicht gefährlich in den Strafraum. Die langen Bälle auf die "Mini"-Stürmer Förster und Fink war das falsche Rezept. So blieb das Schüsschen von Pfeffer, der am Tor vorbeikullerte, die einzige kleine Chance der ersten Halbzeit.

Plötzlich war Pfeffer im Spiel

Gerd Schädlich und David Jansen
Mit Jansen kam mehr Schwung. (Archivbild)

Schädlich dürfte klare Worte gefunden haben – und handelte. Förster, letzte Woche noch Torschütze, durfte duschen. Für ihn kam Rückkehrer Jansen ins Spiel. Der 1,92-m-Stürmer sollte die Bälle sichern und machte einen guten Job. Genauso wie seine Teamkollegen, die plötzlich richtig Dampf machten. Das erste Achtungszeichen auf dem grünen Münsteraner Teppich setzte Kegel mit einem 15 Meter Schuss. Danach pfefferte es: Neuzugang Pfeffer hatte das 1:1 auf dem Fuß, doch Kühne rettete für seinen geschlagenen Torwart (53.). Jetzt gab es Chancen in Minutentakt – und immer wieder mittendrin Jansen. Doch weder die Eingabe von Pfeffer noch die Flanke von Stenzel brachte er per Kopf im Tor unter. "Da hätten wir ein Tor machen müssen", trauerte Kegel den vergebenen Chancen nach. Nach der Drangphase musste der CFC in der 70. Minute zwei brenzlige Situationen überstehen. Einmal klärte Jung-Papa Birk (Herzlichen Glückwunsch zum kleinen Emil) in höchster Not, danach verfehlte Dowidat volley nur haarscharf das Tor. Chemnitz blieb bemüht, doch das Kombinationsspiel stockte wieder. Die bessere Mannschaft in der Schlussphase waren die Gastgeber. Taylor hätte das Spiel mit zwei Kontern entscheiden müssen, schoss aber vorbei. In der Endphase gab es noch einen Aufreger als Schöneberg den Hand im Strafraum mit der Hand spielte, Schiedsrichter Brand aber vorher auf Foul entschied. "Es gibt auch Schiedsrichter, die da einen Elfmeter pfeifen", ärgerte sich Kapitän Sträßer.

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Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2012, 16:41 Uhr

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