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MDR 1 RADIO SACHSEN - Sachsen-Nachrichten um 16:00 Uhr

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Sachsens Bauernverband enttäuscht

Der sächsische Bauernverband ist enttäuscht über geplante Soforthilfe für die Milchbauern von mindestens 100 Millionen Euro. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Manfred Uhlemann, sagte MDR SACHSEN, derzeit lägen die Verluste der sächischen Milchbauern bei etwa 300 Millionen Euro. Die jetzt vielleicht in Sachsen ankommenden fünf Millionen Euro Hilfe könnten die Existenz der Landwirte nicht retten. Bundesagrarminister Schmidt sagte nach einem Spitzengespräch mit Vertretern von Bauern, Molkereien und Handel, über die genaue Höhe der Hilfe werde er noch Gespräche führen. Damit Landwirte finanzielle Engpässe überbrücken können, wurden unter anderem zusätzliche Bürgschaften und Steuerentlastungen vereinbart. Die Milchpreise für die Bauern sind teils unter 20 Cent je Liter gefallen. Um die Kosten decken zu können, gelten mindestens 35 Cent als nötig.


Beamtenbund will Beamte an den Schulen

Der sächsische Beamtenbund sieht in der Verbeamtung von Lehrern einen Weg, die Stellensituation zu entschärfen und die Qualität der Bildung an den Schulen zu verbessern. Beamtete Lehrer seien nicht teurer als angestellte, erklärte der Landesvorsitzende Pöschmann mit Verweis auf eigene Berechnungen seines Verbands. Außerdem könnten mit dieser Aussicht Lehrer aus anderen Bundesländern nach Sachsen gelockt werden. Kritisch sieht Pöschmann die Bevorzugung einzelner Gruppen durch einen höheren Verdienst und die Einstellung sogenannter Quereinsteiger. Diese bekämen zwar weniger Gehalt als vollausgebildete Lehrer, wären langfristig durch die Kosten für ihre Weiterbildungen und die geringere Stundenzahl sogar teurer, so Pöschmann.


Angeklagter in Prozess um Mord an Anneli gesteht Tatbeteiligung teilweise

Im Prozess um die Entführung und Ermordung der 17-jährigen Anneli-Marie hat einer der beiden Angeklagten zumindest eine Tatbeteiligung eingeräumt. Der 62-Jährige ließ zum Prozessauftakt vor dem Dresdner Landgericht erklären, er habe das Tatfahrzeug gefahren. Damit habe er sich der Beihilfe zum erpresserischen Menschenraub schuldig gemacht. Der zweite Angeklagte hat die Aussage bislang verweigert. Ihm wirft die Staatsanwaltschaft vor, das Mädchen ermordet zu haben, nachdem die Übergabe des Lösegelds gescheitert war. Der Vater von Anneli erklärte vor Gericht, er habe 1,2 Millionen Euro Lösegeld zusammengetragen. Der Kontakt zu den Entführern sei jedoch abgebrochen.- Anneli war im August vergangenen Jahres auf einem Spaziergang in Klipphausen bei Meissen entführt worden.


Ermittlungen wegen Nazi-Symbolen bei Festumzug

Die Polizei ermittelt nach einem Festumzug in Colmnitz im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswirdiger Organisationen. Einem Polizeisprecher zufolge wurden beim Schul- und Heimatfest des Ortes am Wochenende Nazisymbole zur Schau gestellt. So hatte ein als Wehrmachtssoldat verkleideten Mann einen Koffer mit einem Hakenkreuz getragen. Organisiert wurde der Festumzug vom Heimatverein Colmnitz, der auch Militärvereine eingeladen hatte.


Bergbaukonzern stoppt Kupferbohrungen in der Lausitz

Das Unternehmen KGHM will in der Umgebung von Weißwasser und Rothenburg nicht mehr nach Abbaustätten für Kupfererz suchen. Wie das Unternehmen mitteilte, gibt es nach der Auswertung der bisherigen Probebohrungen keine Voraussetzungen für die weitere Erkundung. Das Oberbergamt in Freiberg bestätigte, dass die vorliegenden Genehmigungen auf Antrag von KGHM aufgehoben worden sind. Das gilt auch für den zuletzt erkundeten Standort in Deschka an der Neiße. KGHM will in gut zwei Wochen die Ergebnisse der bisherigen Bohrungen vorstellen.


Versuchte Brandstiftung auf Asylbewerberheim in Aue

Zwei Unbekannte haben in der vergangenen Nacht zwei Behälter mit brennbarer Flüssigkeit auf eine Asylbewerberunterkunft in Aue geworfen. Die beiden Brandsätze landeten vor dem Objekt auf einer Wiese und erloschen von selbst. Verletzt wurde niemand. Das für politische motivierte Straftaten zuständige Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.


Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Dresden beginnt

Ein weiterer Abschnitt der Bahnstrecke von Dresden nach Berlin wird ab heute ausgebaut. Die Arbeiten sollen bis Ende 2017 beendet werden. Dafür stehen insgesamt 600 Millionen Euro bereit. Die gesamte Strecke soll bis 2025 modernisiert werden. Die Fahrtzeit zwischen den beiden Städten soll dann von derzeit rund 120 auf 80 Minuten verkürzt werden. Der Streckenausbau hatte sich wegen Anwohner-Klagen und Finanzierungslücken mehrfach verzögert. Ursprünglich sollte der Umbau 2008 abgeschlossen sein.


Gedenken an Sprengung der Leipziger Universitätskirche

In Leipzig wird heute der Sprengung der Universitätskirche St. Pauli vor 48 Jahren gedacht. Auf der öffentlichen Gedenkveranstaltung werden Rektorin Schücking und der Vorsitzende des Paulinervereins, Stötzner, reden. Obwohl die Kirche den Zweiten Weltkrieg fast unbeschädigt überstanden hatte, wurde sie 1968 auf Geheiß der SED gesprengt. - Das neue Gebäude erinnert in seiner Fassade an den Vorgänger. Das Ende des Innenausbaus hat sich schon mehrfach verzögert.


Ostdeutsche Bundesländer auf Werbetour im Iran

Mit dem Ziel, Wirtschaftskontakte zu knüpfen, sind Politiker und Wirtschaftsvertreter aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag in den Iran geflogen. Die sächsische Delegation wird von Wirtschaftsminister Dulig angeführt. Dieser hatte im Vorfeld gesagt, er sehe für hiesige Firmen gute Chancen, sich in der islamischen Republik neue Märkte zu erschließen, vor allem im Maschinen- und Anlagenbau, aber auch in der Umwelt- und Medizintechnik. - Die Beilegung des Atomstreits mit dem Iran und die damit einhergehende Lockerung der Sanktionen ermöglichen wieder Ausfuhren in Bereichen, die bisher verboten waren.


Autobahn 4 bei Ohorn weiter gesperrt

Nach einem tödlichen Unfall ist die Autobahn 4 in Richtung Görlitz zeitweise gesperrt worden. Es gab mehrere Kilometer Staus. Nach Polizeiangaben wurde zwischen Ohorn und Burkau ein Mensch überfahren. Insgesamt waren vier PKW an dem Unfall beteiligt. Die Fahrer waren zunächst von einem Wildunfall ausgegangen. Die eintreffenden Beamten hätten dann die Leiche des Unfallopfers entdeckt. Nach Polizeiangaben soll die Sperrung noch bis zum Mittag dauern.


Unwetterwarnung für Sachsen

Der Deutsche Wetterdienst hat für Nord- Ost- und West-Sachsen eine Unwetterwarnung ausgegeben. Danach werden ab der zweiten Tageshälfte und in der Nacht schwere Gewitter mit heftigem Starkregen erwartet. Außerdem seien großkörniger Hagel und Sturmböen möglich. - Unwetter hatten bereits gestern im Erzgebirge für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt.

Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2016, 16:19 Uhr