Sachsen

Zeugen gesucht : Neugeborenes in Dresdner Krankenhaus ausgesetzt

Ein neugeborener Junge ist am Mittwochmorgen im Dresdner Diakonissenkrankenhaus ausgesetzt worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Pfleger den Säugling am Eingang gefunden. Das Kind sei in Decken und in ein Handtuch eingewickelt gewesen.

Eine Frau hält die Hand eines Neugeborenen
Im Dresdner Diakonissenkrankenhaus wurde am Mittwoch ein Neugeborenes ausgesetzt.

Nach Angaben der Polizei war der Junge erst in der Nacht zur Welt gekommen. Er wiegt 3.210 Gramm und ist 50 Zentimeter groß. Dem Neugeborenen gehe es den Umständen entsprechend gut. Er befinde sich derzeit in der Obhut des Jugendamtes. Die Dresdner Polizei sucht unterdessen nach der Mutter des Kindes. Eine Polizeisprecherin sagte, sie hoffe, dass sie sich schnell meldet. Außerdem sucht die Polizei nach Zeugen. Wer kann Angaben zur Mutter des Neugeborenen machen? Wer hat im Bereich des Diakonissenkrankenhauses Beobachtungen gemacht? Oder wer kennt Frauen, die schwanger waren, jetzt aber kein Kind haben?

Erst am Dienstagmorgen war in einer Babyklappe in Bautzen ein toter Säugling gefunden worden. Die Obduktion ergab, dass das Kind bereits tot zur Welt gekommen war. Auch in diesem Fall ist die Mutter bislang noch nicht bekannt. Auch die Umstände der Geburt liegen noch im Dunkeln.

Obduktionsergebnis: Säugling aus Babyklappe war Totgeburt

Der in einer Bautzner Babyklappe gefundene Säugling ist bereits tot auf die Welt gekommen. Das ergab die Obduktion. Eine Straftat liegt demnach nicht vor, die Ermittlungen zu den Umständen des Vorfalls gehen aber weiter. [mehr]


Zuletzt aktualisiert: 29. November 2012, 21:20 Uhr

2. am rande:
@#1: dafür gibt es babyklappen aber nicht einfach irgendwo -auch wenn es eine krankenhaus ist- ne türschwelle. babyklappen bieten nen schutz gegen unterkühlung (beheiztes bett) und nun schaue man auf die aktuellen temperaturen und überlege, welchem risiko ein kind auf ner türschwelle ausgesetzt wird. ein versuchter mord (ich weiß hier geht es nicht um diesen tatbestand) wird auch bestraft und nicht mit den worten "man kann doch froh sein, daß es nicht geklappt hat" akzeptiert. nachahmung ist hier unerwünscht!
29.11.2012
20:21 Uhr
1. Ramon:
Sehr "clever" von der Polizei und den Behörden, so offensiv nach der Mutter zu fahnden. Das wird künftige Nachahmerinnen schön abschrecken! Meine Güte, man kann doch froh sein, dass die Mutter ihr Kind nicht in den Müll geworfen oder sonstwie "entsorgt hat, so wie das immer mehr kranke Individuen machen, sondern im Krankenhaus abgestellt hat!
29.11.2012
17:51 Uhr

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Zeugenhinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden entgegen.
Rufnummer: 0351 - 483 22 33

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