Sachsen

Ostritz : Mario Löffler neuer NPD-Chef in Sachsen

Die rechtsextreme NPD in Sachsen hat Mario Löffler zu ihrem neuen Landesvorsitzenden gewählt. Nach Angaben eines Parteisprechers wurde Löffler mit großer Mehrheit auf einem Parteitag in Ostritz gewählt. Der 1963 geborene Löffler war bislang einer von drei Vizechefs der Partei. Die Neubesetzung der Landesspitze war nötig geworden, weil der bisherige Landeschef Holger Apfel nach seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden sein Amt niedergelegt hatte. Zu Löfflers Nachfolger als Vize wurde der Dresdner Stadtrat Jens Baur gewählt. Die anderen beiden Vizechefs Helmut Herrmann und Maik Scheffler bleiben im Amt.

Rund 200 versammeln sich zum Protest

Gegen den Parteitag protestierten in Ostritz rund 200 Menschen. Wie die Polizei mitteilte, versammelten sich zunächst rund 100 Menschen in einer Kirche zu einem Friedensgebet. Gleichzeitig protestierten ähnlich viele Jugendliche gegen das Treffen der Rechtsextremen. Dabei trugen sie Plakate wie "Bunte Vielfalt statt brauner Einfalt". Nach dem Ende des Friedensgebets schlossen sich beide Gruppen zu einer Spontandemonstration zusammen. Die Polizei ließ die Kundgebung zu.

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2012, 09:54 Uhr

12. MDR.DE_Nachrichtenredaktion:
Zu den Anmerkungen verschiedener User: Die NPD ist im s�chsischen Landtag vertreten. Der MDR bringt Nachrichten von allen Parteitagen der im Landtag vertretenen Parteien. Mit freundlichen Gr��en MDR.DE_Nachrichtenredaktion
24.01.2012
11:54 Uhr
11. Frankenthal:
Bei dieser „engagierten“ und „kritischen“ Berichterstattung scheinen die Sektkorken bei der braunen Zunft zu knallen. Will der MDR-Sachsen sich etwa zum Heimatsender von Rechtsradikalen und Neofaschisten machen?
24.01.2012
00:30 Uhr
10. Danny:
Das ist objektive Berichterstattung ohne Hetze, Beleidigungen, Diskriminierung und Kriminalisierung einer DEMOKRATISCH legitimierten (d.h. einer vom Volk) gewählten Opposition. MDR Aktuell ist schließlich nicht die "Aktuelle Kamera"
23.01.2012
23:49 Uhr
9. Psius:
Endlich einmal eine objektive Berichterstattung. Das Thema wurde voll getroffen. Ein Parteitag! Ohne Hetze und ohne diskriminierende Kommentare. Das ist Journalismus. Die Herren von RTL, Pro7 etc. sollten sich davon getrost eine Scheibe abschneiden. Weiter so - MDR!
23.01.2012
12:14 Uhr
8. Olaf:
@ Anna: Wenn die Medien beispielsweise die FDP schlecht reden, verliert diese an Zustimmung in der Bevölkerung. Ebenso ist es mit Wulff.. ebenso ist noch häufig mit der NPD. Diese hat sich aber nun einmal tatsächlich in den letzten Jahren sehr zur Mitte verändert. Insofern solltest du eine objektive Berichterstattung bezüglich der NPD unterstützen.. so verlieren die restverbliebenen Neonazis das Interesse an der Partei und an Einfluss.
23.01.2012
11:44 Uhr
7. Anna:
Wahlwerbung für die NPD - der MDR macht's möglich. Es traurig zu sehen, wie naiv und kritiklos hier die rassistische und antisemitische Partei ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wird. Von den Protesten gegen den Parteitag ist dagegen nichts zu sehen, auch keine Gegenstimmen von Demokrat_innen. Nein, das ist keine objektive Berichterstattung. Das ist Wahlkampf für die NPD.
22.01.2012
20:37 Uhr
6. Enrico Pelocke:
Natürlich soll Berichterstattung objektiv sein. Aber Infos, was Löffler bisher Gutes und Böses getan hat, wären angebracht. Allein aus der Tätigkeit als Vizepräsident weiß ich nicht, was der für ein Mensch ist.
22.01.2012
17:39 Uhr
5. Timo Pradel:
Auch wenn ich die seit Jahren praktizierte unausgewogene und in großen Teilen tendenziöse Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten kritisiere, habe ich mich doch darüber gefreut, dass der MDR über den NPD-Parteitag zur Abwechselung einmal objektiv berichtet hat. Ich würde es begrüßen, wenn dies keine Ausnahme bliebe, und dass sich andere öffentlich-rechtliche Medien hiervon in Zukunft eine Scheibe abschneiden würden. Ich habe da aber wenig Hoffnung.
22.01.2012
17:21 Uhr
4. Michael:
So was nennt man objektive Berichterstattung, auch wenn man der NPD kritisch gegenübersteht. Andere öffentlich rechtliche Sendeanstalten sollten sich ein Beispiel nehmen.
22.01.2012
14:55 Uhr
3. AbseitsDesMainstreams:
Ein sachlicher Bericht über die NPD. Fast ganz ohne tendenziöse Bewertung. So sieht echter Journalismus aus. Schön, dass sich ein Teil der Staatsmedien darauf zurück besinnt. Vielleicht ist Sachsen auch hier Vorbild für den Rest der BRD.
22.01.2012
14:03 Uhr

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