Sachsen

Bildungspolitik : Opposition kritisiert Oberschul-Pläne

Die Oppositionsfraktionen im Sächsischen Landtag, die Linke und die SPD, haben sich gegen die Einführung einer Oberschule ausgesprochen. Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Cornelia Falken, sagte, es handele sich um "Etikettenschwindel". Sie könne keine Verbesserungen gegenüber der Mittelschule erkennen. Unklar sei auch, wie die finanzielle und personelle Ausstattung erfolge. Die von Kultusministerin Brunhild Kurth in Aussicht gestellten 55 Stellen reichten bei weitem nicht aus. Angesichts der angespannten personellen Situation an den Schulen und Klassenstärken von bis zu 28 Schülern sei dies auch unverantwortlich, so Falken.

Ein Junge schreibt im Klassenzimmer an die Tafel.
Die Oberschule soll die bisherige Mittelschule aufwerten.

Auch die Bildungsexpertin der SPD, Eva-Maria Stange, kritisierte die konzeptionellen Mängel in den Plänen zur neuen Oberschule. Sie forderte eine bessere Ausstattung der bestehenden Mittelschulen. Wie im Gymnasium müsse auch in der Mittelschule ab Klasse sechs eine zweite Fremdsprache angeboten werden. Sonst hätten die Schüler keine faire Chance, noch auf ein Gymnasium zu wechseln, betonte Stange.

Oberschule ab Schuljahr 2013/14

Die Oberschule soll - so die Vorstellungen der sächsischen FDP - Schülern eine zweite, vollwertige Chance bieten, auch nach der 6. und 10. Klasse noch ans Gymnasium zu wechseln. Dazu sollen an der Oberschule spezielle Leistungsgruppen in Deutsch und Mathematik gebildet sowie eine zweite Fremdsprache wie an den Gymnasien eingeführt werden. Wie der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Torsten Herbst, ankündigte, ist geplant, die Oberschule im Schuljahr 2013/14 einzuführen.

Zuletzt aktualisiert: 28. August 2012, 18:09 Uhr

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