Sachsen

Bad Muskau : Polizei warnt vor scharfer Übungspatrone

Die Polizei in Görlitz warnt vor einer verschwundenen Übungspatrone. Wie die Behörde mitteilte, ist die Patrone am Wochenende im Oberpark in Bad Muskau verschwunden. Möglicherweise sei die Patrone noch scharf. Sie werde in sogenannten Granatmaschinenwaffen eingesetzt. Die Verwendung der Munition sei lebensgefährlich, erklärte ein Polizeisprecher. "Wenn sie in der Hand explodiert, wäre der Oberkörper weg."

Den Angaben zufolge hatte eine Spaziergängerin das Geschoss mit einem Durchmesser von 40 Millimeter am Sonnabend gefunden. Sie habe es fotografiert und am nächsten Tag der Polizei gemeldet. Als die Beamten am Fundort ankamen, war die Patrone allerdings weg. Derartige Munition werde auch von der Bundeswehr verwendet, sagte der Polizeisprecher. Möglicherweise sei sie bei einem großen Manöver auf dem nahen Truppenübungsplatz Oberlausitz verloren gegangen. "Granatmaschinenwaffen werden auch in Hubschraubern eingesetzt." Die Polizei forderte die Personen, die die Patrone möglicherweise mitgenommen haben, auf, sich zu melden.

Übungspatrone aus Bad Muskau

Bundeswehr: Von Munition geht keine Gefahr aus

Die Bundeswehr sieht sich nicht in der Pflicht nach der Herkunft der Munition zu fahnden. Es sei Sache der Polizei, dem Ursprung der Munition nachzugehen, sagte ein Armeesprecher MDR 1 RADIO SACHSEN. Alle Kaliber unterhalb 120 Millimeter würden nicht gesondert registriert. "Das wäre ein zu großer Aufwand." Die Bundeswehr verwies noch darauf, dass seit dem 6. Juli auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz keine Übung mehr stattfand.

Von dem "kleinen Sprengsatz" der Übungsmunition geht laut Bundeswehrpressestelle kaum Gefahr aus, zumal niemand eine Kaliber-40-Waffe habe, um die Patrone abzufeuern. Spielzeugmunition sei es aber nun auch wieder nicht, ergänzte der Sprecher.

Zuletzt aktualisiert: 14. August 2012, 18:41 Uhr

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