Sachsen

Nach der Insolvenz : Neue Hoffnung für Plamag-Mitarbeiter in Plauen

Für den insolventen Druckmaschinenhersteller Plamag in Plauen gibt es offenbar einen Interessenten. Wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters Werner Schneider sagte, geht man von einem erfolgreichen Abschluss aus. Er könne aber nicht sagen, wann das sein werde. Auch zur Herkunft des Interessenten wollte der Sprecher keine Angaben machen.

IG-Metall ist zuversichtlich, aber vorsichtig

Auch der Zwickauer IG Metall-Bevollmächtigte, Stefan Kademann, glaubt an eine baldige Entscheidung. Mit der Plamag gebe es derzeit Tarifgespräche. Eine gute Perspektive für das Werk sei noch immer möglich. Aber Kademann warnte auch vor verfrühtem Optimismus. Es sei schon einmal so weit gewesen und dann sei alles wieder weggebrochen. Erst im Mai war die Übernahme durch den Zulieferer MN Maschinenbau Niederwürschnitz und den Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking kurz vor Vertragsunterzeichnung geplatzt. Zuvor war schon im März der Allgäuer Autozulieferer Berger als Interessent abgesprungen, der sich den Betrieb ursprünglich mit der Lübecker Possehl-Gruppe teilen wollte.

Im Februar startet Neuanfang in Plauen

Das Plamag-Werk in Plauen gehörte bis Anfang 2012 zum Druckmaschinenhersteller Manroland, der im November 2011 in Insolvenz ging. Im Februar wagte das Werk unter der Federführung des Insolvenzverwalters Schneider mit etwa der Hälfte der ehemals 700 Mitarbeiter einen Neustart. Schneider hält als vorläufiger Hauptgesellschafter 80 Prozent an dem Betrieb. Zwei frühere Manager sind zu 20 Prozent beteiligt.

Für zwei andere ehemalige Standorte von Manroland in Offenbach und Augsburg wurden mit der Lübecker Possehl-Gruppe und dem englischen Maschinenbauer Tony Langley neue Eigentümer gefunden. Die Plamag ist derzeit vor allem durch Lieferverträge mit diesen Werken ausgelastet. Zu DDR-Zeiten waren in dem einstigen Vorzeigebetrieb mehr als 2.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2012, 13:27 Uhr

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