Fußball | DFB-Pokal : Rassistische Beschimpfungen gegen Poté
Dem Chemnitzer FC droht nach den Ausscheiden aus dem DFB-Pokal zusätzlich Ärger. Während der Partie gegen Dynamo Dresden wurde Gästestürmer Mickael Poté von einigen Fans der Gastgeber mit Affenlauten beleidigt. "Einige Chemnitzer Fans haben Affenlaute von sich gegeben. Ich finde, das hat hier nichts zu suchen. Ich habe meine Antwort gegeben", sagte der Spieler nach der Partie.
Affenlaute von der Tribüne
Die erste Entgleisung passierte in der ersten Halbzeit, als der Stürmer aus dem Benin plötzlich die rassistischen Rufe von der Tribüne hörte. Sichtbar aufgebracht musste Poté von seinen eigenen Spielern beruhigt werden. Die skandalösen Szenen wiederholten sich noch einige Male, u.a. beim 0:2 durch den Dresdner Stürmer. Poté selbst beschwerte sich beim Schiedsrichter. Mitspieler Schuppan war schockiert: "Das ist nicht zum ersten Mal passiert. Ich frage mich, was die damit bezwecken wollen. Da ist jedes Wort sinnlos, was man darüber verliert." Die Chemnitzer Verantwortlichen distanzierten sich von den Vorgängen. "Das sind Dinge, die wir als Verein nicht tolerieren können. Wir werden uns dagegen wehren und auch hier versuchen, Aufklärung zu betreiben. Wir werden uns selbstverständlich bei Mickael Poté entschuldigen, so etwas hat absolut nichts auf dem Platz zu suchen", sagte CFC-Sportdirektor Jörg Emmerich am Dienstag. Mittlerweile hat der DFB offiziell Ermittlungen aufgenommen.
CFC droht harte Strafe
Neben den rassistischen Ausfällen einiger Zuschauer muss der Chemnitzer FC zudem mit einer saftigen Strafe rechnen, weil während der Partie auch bengalische Feuer und drei Rauchbomben gezündet wurden. Der Schiedsrichter unterbrach daraufhin das Pokalspiel nach einer knappen Stunde für mehrere Minuten. Zudem wurden Feuerzeuge auf das Spielfeld geworfen. CFC-Kapitän Sträßer fehlten die Worte: "Da ist man sprachlos. Da fragt man sich schon, ob das wahre Fans sind."
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