Sachsen

Subventionen : EU prüft Beihilfen für Leipziger Porsche-Werk

Brüssel nimmt die Regionalbeihilfen für das Leipziger Porsche-Werk genauer unter die Lupe. Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission untersuchen, ob der geplante staatliche Zuschuss von 43,67 Millionen Euro rechtens ist. Die EU-Kommission erklärte, es werde geprüft, ob die Geldspritze andere Hersteller nicht unangemessen benachteilige. Porsche und Volkswagen - beide Marken gehören demnächst zum selben Konzern - habe bereits hohe Marktanteile, die durch die geplante Investition noch weiter steigen dürften.

EU prüft Auswirkungen auf regionale Wirtschaft

Geld
Sind die staatlichen Beihilfen für Porsche gerechtfertigt?

Zwischen April 2011 und 2014 sollen 521,56 Millionen Euro in die Produktion des neuen kleinen Porsche-Geländewagens Macan in Sachsen fließen. Die EU-Kommission wird nun untersuchen, ob die Beihilfe Anreize für Investitionen in der Region schafft. Die Behörde wird zudem prüfen, ob dadurch die regionale Wirtschaft so stark gefördert wird, dass die Wettbewerbsverzerrung zugunsten von Volkswagen-Porsche zumutbar ist. Volkswagen hatte vor einer Woche angekündigt, die restlichen Anteile von Porsche noch in diesem Sommer zu übernehmen und den Sportwagenhersteller damit komplett zu integrieren.

Unterdessen hat Porsche am Mittwoch eine Absatzsteigerung für das erste Halbjahr 2012 verkündet. Der Zuffenhausener Sportwagenhersteller verkaufte in den ersten sechs Monaten weltweit 69.171 Fahrzeuge und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Zuletzt aktualisiert: 01. November 2013, 09:43 Uhr

2. uwe johne:
Was man nicht alles so aus dem schönen Brüssel hört.Sollten sie doch in Leipzig zur Kenntnis nehmen,das durch Kirow,TAKRAF, Bungarnwerke und Giesereien so einige zitausend Arbeitsplätze verloren gegangen sind.Das sende ich als Neu-Leipziger.
12.07.2012
21:52 Uhr
1. Hans:
Vielleicht will Brüssel auch überprüfen, ob Euro-Rettungsschirm auch die Wettbewerbsverzerrung sei? Ich meine, das ist eher der Fall. Die Wirtschaften, die Wettbewerb verloren haben, zu retten - das ist eindeutig eine Wettbewerbsverzerrung. Was sonst?
11.07.2012
18:11 Uhr

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