Polizeieinsatz : Razzien gegen Rocker in drei Bundesländern
Die Polizei ist mit Razzien in drei Bundesländern erneut gegen die Rockerszene vorgegangen. Die Ermittler seien in Sachsen, Brandenburg und Baden-Württemberg im Einsatz gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei. 100 Beamte waren vor Ort. Die Ermittler durchsuchten unter anderem Wohnungen in Dresden und Bautzen und ein Vereinsheim in Chemnitz. Es handelt sich um ein Gebäude mit der Aufschrift "Place 81" im Stadtteil Altendorf.
Keine Festnahmen
Ziel der Aktionen der Polizeiaktion war, das Verbot der Rockergruppierung "Hells Angels Berlin City" durchzusetzen. Festnahmen habe es keine gegegeben. Die Aktion habe sich gegen ehemalige Mitglieder der Rockergruppe Hells Angels Berlin gerichtet. Es gehe darum, Unterlagen und Vereinsvermögen sicherzustellen, so der Sprecher Alexander Tönjes im Gespräch mit dem Mitteldeutschen Rundfunk.
Offenbar Anschlag in Berlin geplant
Unterdessen wurde bekannt, dass Mitglieder der kriminellen Rockervereinigung Bandidos in Berlin einen Anschlag mit Sprengstoff auf Überläufer geplant haben sollen. "Wir wissen aus Ermittlungserkenntnissen, nach denen ein Anschlag in Berlin geplant gewesen sein soll", sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Laut "Tagesspiegel" sollten Überläufer zu den Hells Angels offenbar aus Rache mit einem Bombenanschlag getötet werden.
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Hells Angels in Deutschland
Die "Hells Angels" haben mehrere Charter (Ortsgruppen) in Deutschland. Die Mehrzahl von ihnen hat ihren Sitz in den alten Bundesländern, in Ostdeutschland gibt es Charter in Berlin, Brandenburg (Potsdam, Cottbus), Mecklenburg-Vorpommern (Schwerin) sowie in Sachsen (Leipzig, Dresden).
Die im Zusammenhang mit den "Hells Angels" oder ihnen nahestehender Formationen auftauchende Zahl 81 bedeutet: Hells Angels. Dabei stehen die Ziffern 8 für das H (achter Buchstabe des Alphabets) und 1 für das A.
