Screenshot der Webseite von MDR SACHSEN
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Social Media zum Rücktritt Tillichs So diskutiert das Internet

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In den sozialen Netzwerken wird der Rücktritt von Sachsens Ministerpräsident Tillich heiß diskutiert. MDR SACHSEN hat erste Reaktionen von Website und Facebook eingesammelt.

Pünktlich um 16:00 Uhr hatte Stanislaw Tillich am Mittwoch seinen Rücktritt als sächsischer Ministerpräsident erklärt. Bereits um 16:31 Uhr erschienen auf der Website von MDR SACHSEN die ersten Kommentare der Leser.

Nur wenige der über 140 Kommentatoren haben den Rücktritt Tillichs tatsächlich bedauert. So schreibt etwa Wolf: "Schade, einfach schade." Und Morchelchen kommentiert: "Er hat sich vielleicht nicht durch großartige Leistungen hervor getan, aber auch nicht durch üble Hetze gegen uns Sachsen, als sich alle anderen Politiker geradezu in gutmenschlicher Polemik beim Bashing übertrafen."

Ich bleibe dabei, ich kann nichts Schlechtes über Tillich schreiben.

Morchelchen Kommentar am 19.10.2017 um 12:34 Uhr

Dagegen begrüßten viele Leser den Rücktritt des Ministerpräsidenten. Borm schreibt: "Viel zu spät ist er das Problem 'Flüchtlinge' angegangen und wollte jetzt auch noch einen Rechtsruck in der CDU. Wir brauchen in Sachsen endlich wieder eine sozial gerechte Politik die weg geht von Eigenlob. Die CDU hat viel verschlafen in Sachsen."

Der Rücktritt war längst überfällig.

Borm Kommentar am 18.10.2017 um 16:34 Uhr

Nathalie kommentierte: "Herr Tillich hatte wohl keine Lust und Kraft mehr, die eigenen Versäumnisse aufzuräumen. Niedrigstlohn, Rechtsextremismus, Homophobie, Hass, Stellenabbau, Sparen um des Sparens Willen ohne Ziel."

Und Frank schrieb nach dem angekündigten Rücktritt Tillichs: "Lange überfällig! Nun kommt hoffentlich Bewegung in diesen verkrusteten Laden."

Blick nach Berlin

Im Laufe der Diskussion erhob Blue Sugar energisch Einspruch: "Nein nein nein, der Falsche geht! Die CDU/CSU Ministerpräsidenten haben zu wenig gegen Merkel unternommen. Das ist das eigentliche Problem.", und ergänzt: "Die Union zerlegt sich selber dank Merkel. Und das ist die Wahrheit nach diesem schlechtesten Ergebnis aller Zeiten."

Geteilte Meinungen auf Facebook

Facebook
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Auf der Facebook-Seite von MDR SACHSEN gehen die Meinungen auseinander. Auf der einen Seite zeigt sich Bedauern. Jens Gärtner postet: "Das wird viele enttäuschen. Schade!" Auf der anderen Seite begrüßen User den angekündigten Rücktritt Tillichs. So schreibt Sonja Gainzer: "Na endlich, wurde auch höchste Zeit. Inkompetenz pur." Und Frank Elias ergänzt, Tillich habe wesentlichen Anteil an den "Zuständen in Sachsen".

Viele sehen im Rücktritt des Ministerpräsidenten eine Art Kapitulation vor der AfD. Tina Schnabel: "Da werden sich die Blauen aber die Hände reiben. Ich nenne das nicht Konsequenzen ziehen, sondern Kapitulation." Und Sandra Klenner meint, "die Ratten" verließen das "sinkende Schiff."

Darüber hinaus suchen die User nach den Gründen des Rücktritts. Die Politik der Bundeskanzlerin scheint für viele Kommentatoren ursächlich zu sein. Frank Morgenstern: "Das Ergebniss der CDU bei der Bundestagswahl 2017 in Sachsen hat Herr Tillich nicht zu verantworten. Die Ursache allen Übels liegt in Berlin. Dort sollte jemand die Verantwortung übernehmen. Ich denke, jeder weiß welche Person ich meine."

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch Radio und Fernsehen: MDR Radio Sachsen| 19.10.2017 | 05:00 Uhr sowie MDR SACHSENSPIEGEL | 19.10.2019 | 19:00 Uhr.

Quelle: MDR/as

Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2017, 14:56 Uhr