Gebäude in Winterlandschaft
Bildrechte: MDR/Claudia Hinz

Pistenfreude | Glatteisgefahr | Kälterekord | Landesjugendspiele Sachsens Skigebiete erwarten Besucheransturm

Das anhaltende Winterwetter beschert Sachsens Skigebieten volle Pisten. Für das bevorstehende Wochenende rechnen die Betreiber mit vollen Pisten. Doch bei der Anfahrt ist Vorsicht geboten - der Wetterdienst warnt vor Glatteis. In Altenberg, Dresden, Geyer und Rugiswalde finden zugleich die Landesjugendspiele statt. Zufrieden gehen die Marienberger ins Wochenenende. Sie halten schließlich einen deutschen Rekord.

Gebäude in Winterlandschaft
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Das anhaltende Winterwetter beschert Sachsens Skigebieten volle Pisten. Für das bevorstehende Wochenende rechnet der Tourismusverband Erzgebirge mit einem Besucheransturm, vor allem Tagesgäste aus der Region werde es in die Wintersportorte ziehen. Für Januar und Februar erwartet das Erzgebirge demnach 150.000 Gäste und rund eine halbe Million Übernachtungen.

61 Zentimeter auf dem Fichtelberg

Auch im Vogtland sind nach Auskunft der Tourist-Info Schöneck insbesondere für die bevorstehenden Winterferien nur noch vereinzelt Betten verfügbar. "Am vergangenen Wochenende hatten wir an einem Tag 6.000 Besucher", sagte René Lötzsch von der Fichtelberg-Schwebebahn in Oberwiesenthal. So viele Skifahrer kämen sonst nur in der Ferienzeit. Bis auf einen Sessellift am kleinen Fichtelberg und eine Abfahrt am Südhang seien alle Pisten, Rodelhänge und Loipen in perfektem Zustand. "Man merkt, dass die Leute richtig heiß sind aufs Skifahren", so Lötzsch. Aktuell misst der Deutsche Wetterdienst am höchsten Berg Sachsens eine Schneehöhe von 61 Zentimetern.

"Samstag und Sonntag ist die Hölle los"

Auch im Skigebiet Altenberg/Geising sind die Bedingungen nach Angaben von Frank Mühle von der Skiarena Altenberg optimal. "Samstag und Sonntag ist hier die Hölle los, das versöhnt uns ein wenig mit dieser Saison." Rund 1.000 Besucher hätten das Skigebiet am vergangenen Wochenende genutzt, unter der Woche waren es im Durchschnitt 250 Gäste. Vor dem Wintereinbruch hätte vor allem die im Dezember wiedereröffnete Sommerrodelbahn so viele Gäste angelockt wie sonst nur in der warmen Saison. Das fehlende Weihnachtsgeschäft sei damit allerdings nicht zu kompensieren.

Ohne Kunstschnee geht nichts mehr

Mit schneeunabhängigen Ideen wie Lichterfahrten am Skihang, Kräuterwanderungen oder der Allwetter-Bobbahn wurde die schneefreie Zeit in Eibenstock überbrückt. "Wir sind deshalb nicht gänzlich unzufrieden mit dem Winter", sagte Michael Uhlmann von der Skiarena Eibenstock. Die Bergstadt, in der momentan Schneehöhen von bis 80 Zentimetern gemessen werden, hofft nun auf die bevorstehenden Winterferien.

Am Fichtelberg ist man ebenfalls gut gerüstet für die schulfreie Zeit, die in den benachbarten Bundesländern zum Teil übernächste Woche beginnt, in Sachsen in der zweiten Februarwoche. Für die Gesamtsaison rechnen die Skigebiete im Erzgebirge und Vogtland aufgrund des lange Zeit ausbleibenden Schnees dennoch mit Einbußen. "Wir hoffen, dass wir zumindest einiges an Umsatz wieder hereinholen können", sagte Lötzsch. Denn der fehlende Schnee von oben bedeute nicht nur weniger zahlende Gäste, sondern auch deutliche Mehrkosten für Kunstschnee. Rund 450.000 Euro kostet demnach das Winterwunder aus der Maschine in einer durchschnittlichen Saison wie dieser am Fichtelberg. Ohne Kunstschnee gehe in Sachsens Skigebieten nichts mehr, erzählen die Betreiber.

Landesjugendspiele in Altenberg, Dresden, Geyer und Rugiswalde

In Altenberg wird die Flamme für die Landesjugendspiele entzündet
In Altenberg sind am Freitagabend die Landesjugendspiele eröffnet worden. 1.400 Nachwuchssportler treten am Wochenende in den Disziplinen Ski Alpin, Biathlon, Skilanglauf, Skisprung/ Nordische Kombination, Rennrodel, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Short Track und Eishockey gegeneinander an. Die Wettbewerbe finden in Altenberg, Dresden, Geyer und Rugiswalde statt. Bildrechte: Landessportbund Sachsen

Kälterekord in Marienberg - Frostgen hilft

Auf einen Rekord können immerhin die Marienberger stolz sein: Sie halten in diesem Winter den deutschen Kälterekord. Minus 30,1 Grad Celsius wurden in der Nacht zum Freitag gemessen. Der Extremwert sei mit der Lage der Wetterstation in einer Mulde zu erklären. Hobby-Metereologe Peter Weiße aus Marienberg nimmt es gelassen: Als klar war, dass es so halt wird, habe er einfach zu warmer Unterwäsche seines Großvaters gegriffen, erzählte er am Freitag MDR SACHSEN. Außerdem hätten die Kühnhaider ein Frostgen - ihnen mache die Kälte nichts aus.

Zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2016, 20:44 Uhr

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