Radebeul-Moritzburg-Radeburg : Lößnitzgrundbahn feierte Schmalspurbahnfest
Die Lößnitzgrundbahn feierte am Wochenende ihr traditionelles Schmalspurbahnfestival. Eisenbahnfans konnten entlang der Strecke zwischen Radebeul und Moritzburg zahlreiche Sonderzüge erleben. An beiden Tagen waren laut Veranstalter insgesamt 39 Personenzüge unterwegs, 23 dieser Züge verkehrten bis zum Endbahnhof Radeburg. Besondere Höhepunkte waren die Lokparaden.
Geschichte der Bahn erlebbar
Die eingesetzten Wagen spiegelten die verschiedenen Eisenbahnepochen auf der 1884 eröffneten Strecke wider. So fuhren unter anderem ein historisches Museumsfahrzeug der Königlichen Sächsischen Staatseisenbahnen aus der Zeit um 1900, ein Zug der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft aus der Zeit um 1930 sowie heute auf der Lößnitzgrundbahn planmäßig eingesetzte Dampfzüge mit verschiedenen Lokomotiven. Vier Dampflokomotiven und zwei Diesellokomotiven waren im Einsatz. Unter ihnen war auch die sogenannte Dampflok Aquarius C von der Insel Rügen. An den Bahnhöfen Moritzburg und Radebeul-Ost gab es Feste für die ganze Familie.
Die Lößnitzgrundbahn blickt auf eine lange Geschichte zurück. Sie gehört zu den ältesten Schmalspurbahnen in Deutschland. 1879 wurde der Beschluss für den Bau gefasst, vier Jahre später erfolgte der erste Spatenstich. Am 15. September 1884 wurde die Strecke der Königlich Sächsischen Staatseisenbahn offiziell eingeweiht. 1920 ging die Strecke in den Besitz der Deutschen Reichsbahn über, Ende der 1960er-Jahre drohte dann die Stilllegung. 1974 gründete sich eine Arbeitsgemeinschaft, die sich bis heute für den Erhalt der rund 17 Kilometer langen Strecke einsetzt.

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