Sachsen

Schneebruch : Bahnstrecken und Straßen weiter blockiert

Der Schnee aus der vergangenen Woche legt noch immer den Bahnverkehr auf einigen sächsischen Eisenbahnstrecken lahm. Im Bergland sind wegen Schneebruchs auch noch zahlreiche Nebenstraßen gesperrt.

Strecke der Vogtlandbahn blockiert - DB Netz AG angezeigt

Eine Bahnsprecherin sagte, insbesondere im Vogtland und im Erzgebirge gebe es noch Behinderungen. So bleibt die Bahnstrecke zwischen Zwickau und Lengenfeld vorerst komplett gesperrt. Die Züge der Vogtlandbahn entfallen auf diesem Abschnitt und werden durch Busse ersetzt. Wie lange die Aufräumarbeiten noch dauern, konnte die Bahnsprecherin nicht sagen.

Ein verschneiter Wanderweg ist für Spaziergänger geperrt.
Im sächsischen Bergland besteht weiterhin Gefahr von Schneebruch.

Der Geschäftsleiter der Vogtlandbahn, Hartmut Schnorr, kritisiert den Infrastrukturbetreiber Deutsche Bahn: "An die DB Netz AG wurde immer wieder der starke Bewuchs entlang der Strecke gemeldet." Nachdem nichts passiert sei, habe die Vogtlandbahn Mitte Oktober über die Bundesnetzagentur eine Anzeige gegen die DB Netz AG gestellt und noch einmal im November die notwendige Vegetationskontrolle durch die DB Netz AG eingefordert." Der vor Ort zuständige Regionalleiter habe alles in seiner Kompetenz stehende getan – jedoch sei aus Sicht der Vogtlandbahn die Zentrale der DB Netz AG nicht in ausreichendem Maße aktiv geworden. "Die derzeit aktuelle Zusicherung, dass die Strecke bis spätestens zum Wochenende wieder frei ist, ist für uns und unseren Kunden nicht akzeptabel", sagte Schnorr. Die Deutsche Bahn sah sich zunächst nicht in der Lage, Vorwürfe der Vogtlandbahn zu kommentieren. Später wies die DB Netz die Behauptungen der Vogtlandbahn zurück.

Busersatzverkehr auch im Erzgebirge

Auf Einschränkungen und Busersatzverkehr müssen sich auch Zugreisende im Erzgebirge einstellen. Die DB-Regionaltochter Erzgebirgsbahn teilte am Dienstag mit, dass bis Freitag verschiedene Streckenabschnitte vorübergehend gesperrt werden müssen - ebenfalls wegen Beseitigung von Schneebruch. Betroffen sind Teilstrecken auf den Verbindungen Zwickau-Johanngeorgenstadt, Chemnitz-Aue, Chemnitz-Weipert (Vejprty) und Chemnitz-Olbernhau.

Frei ist hingegen seit Dienstag die Sachsen-Franken-Magistrale (Dresden-Nürnberg). Dort war wegen umgestürzter Bäume zwischen Tharandt und Klingenberg-Colmnitz tagelang nur ein Gleis frei. S-Bahnen zwischen Dresden und Freiberg fielen teilweise aus.

Zahlreiche Nebenstraßen dicht

Zu Behinderungen kommt es nach Angaben der Polizei auch noch auf zahlreichen Nebenstraßen im Erzgebirge, im Vogtland und in der Sächsischen Schweiz. Auch die Bundesstraße 169 ist zwischen Rodewisch und Wernesgrün bis Donnerstag gesperrt. Auch dort blockieren unter dem Schnee zusammengebrochene Bäume die Fahrbahnen. Technisches Hilfswerk und Feuerwehren im Vogtland haben in den vergangenen Tagen 350 Einsätze absolviert, 22 blockierte Straßen mussten beräumt werden. Wegen noch bestehender Straßensperrungen gibt es einzelne Einschränkungen im Regionalbusverkehr.

Zuletzt aktualisiert: 05. Dezember 2012, 21:36 Uhr

3. matze:
Nun ja, sicher gibt es "Hetzer", aber ist es nicht jedes Jahr das Selbe? Der Winterdienst tönt jedes Jahr, er sei für den kommenden Winter "bestens" gerüstet, zeigt uns ein paar schicke Autos mit Räumschilden und Lager, die bis unter die Decke mit Streusalz gefüllt sind. Dann kommt der Winter, und was dann kommt ist auch jedes Jahr das Selbe: Es passiert erstmal - nichts! Wen wunderts, das - auch jedes Jahr - der Winterdienst bzw. dessen Verantwortliche als unfähig, überfordert und ähnliches tituliert werden? Das manche (viele?) Autofahrer mit Sommerlatschen und unangepaßtem Fahrverhalten "glänzen" und dann im Straßengraben oder an Bäumen landen, ist leider auch jedes Jahr - na was wohl? Das Selbe! Aber es nervt schon...
06.12.2012
12:44 Uhr
2. Anti-Basher:
Nun ja, DB Netz und DB Regio sind bekanntlich zwei verschiedene Paar Schuhe - zumindest wenn man es neutral betrachtet und nicht auf Teufel komm raus auf den ganzen Konzern draufhauen will. Im Übrigen trifft die Feststellung, dass der Winter "ganz unerwartet" komme, auch auf die Autofahrer zu. Denn nicht mangelnder Winterdienst ist dran schuld, dass sich LKW querstellen und PKW im Graben landen, sondern die den Verhältnissen unangepasste Fahrweise und Ausrüstung der Betroffenen. Hetzen gegen den Winterdienst soll nur von eigener Unfähigkeit ablenken.
06.12.2012
08:17 Uhr
1. Georg:
So habe ich mir schon gedacht: die Leitung von DB weiß nicht, daß ab und zu Winter kommt, daß im Winter manchmal kalt ist und gibt es Schnee... Vollkommene Unkompetenz, die keine Entschuldigung findet: noch vor einem Monat hat DB laut mit Fanfaren geblasen: für Winter sei alles bereit. Und nun??? DB-Leitung muß ihre Plätze räumen - anders geht es nicht mehr.
04.12.2012
22:09 Uhr

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