Sachsen

Vorbereitungen auf Jahreswechsel : Sachsen macht sich silvesterfest

In Sachsen haben sich die Städte und Verkehrsbetriebe auf Silvester vorbereitet. So wurden beispielsweise vielerorts die Fahrschein- und Parkautomaten abgeschaltet und verschlossen. Die Verkehrsbetriebe empfehlen, Fahrscheine im Vorverkauf zu erwerben. Auch die Polizei ist auf die Silvesternacht eingestellt. In Leipzig am Connewitzer Kreuz war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Ausschreitungen gekommen.

Um Zerstörungen und Beschädigungen durch Silvesterböller zu vermeiden, haben die die Verkehrsbetriebe in Sachsen auch in diesem Jahr wieder Sicherheitsvorkehrungen getroffen und schalten ihre Fahrscheinautomaten ab. Die Chemnitzer Verkehrs AG hat am Freitag begonnen, die Ticketautomaten im Stadtgebiet stillzulegen. Vom 27. Dezember 2012 bis 2. Januar 2013 können Fahrscheine dann vorübergehend nur im Bus oder in der Bahn gekauft werden. Auch die Nutzung sogenannter Handytickets ist den Angaben zufolge möglich.

Auch in Leipzig wurden die Ticketautomaten vor Vandalismus geschützt und abgeschaltet. Am 30. Dezember begann in den äußeren Stadtgebieten die Abschaltung. Die Automaten am Innenstadtring sind bis zum 31. Dezember vormittags in Betrieb geblieben. Ab 1. Januar 2013 werden die Automaten wieder schrittweise in Betrieb genommen. Auch in Görlitz wurden die Fahrscheinautomaten über den Jahreswechsel abgeschaltet.

DVB und Deutsche Bahn verzichten auf Sicherungsmaßnahmen

Eine Bahnkundin steht an einem Fahrkartenautomaten.
Die Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn bleiben über den Jahreswechsel in Betrieb.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) schalten ihre Fahrscheinautomaten nicht ab. Laut Sprecher Falk Lösch haben die DVB gerade in dieser Zeit viele Gelegenheitsfahrer. Diese müssten sich problemlos mit Fahrscheinen versorgen können. Jedes Jahr entsteht den Verkehrsbetrieben Lösch zufolge in der Silvesternacht allerdings ein Schaden im mittleren vierstelligen Bereich.

Bei der Deutschen Bahn (DB) sind Sicherungsmaßnahmen der Automaten über den Jahreswechsel nicht geplant. Die DB hat bundesweit rund 5.700 Fahrkartenautomaten im Einsatz. Jeden einzelnen Automaten zu sichern, ist den Angaben zufolge logistisch gar nicht möglich. Allerdings gehe das Sicherheitspersonal über den Jahreswechsel vermehrt auf Streife.

Sicherheitsvorkehrungen in Leipzig-Connewitz

Nach den teils schweren Ausschreitungen in den vergangenen Jahren im Leipziger Szeneviertel am Connewitzer Kreuz haben sich Polizei und Stadt für die Silvesternacht gerüstet. Laut Polizeipräsident Bernd Merbitz steht die Polizei mit fünf Hundertschaften bereit. Die Polizei wolle allerdings deeskalierend wirken. "Wir wollen keine Konfrontation, sondern Kommunikation.", sagte Merbitz. Die Stadt Leipzig plant außerdem Verkehrseinschränkungen. So fahren in der Silvesternacht zwischen 23 und 4 Uhr am Connewitzer Kreuz keine Straßenbahnen. Leerstehende Häuser wurden gesichert, aus den öffentlichen Papierkörben wurden die Einsätze entfernt. Wie schon im Vorjahr sei es in einem bestimmten Umkreis verboten, Alkohol über die Straße zu verkaufen. Außerdem seien die Händler aufgefordert worden, ihre Geschäfte zu sichern.


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Zuletzt aktualisiert: 31. Dezember 2012, 17:56 Uhr

1. Blumenfreund:
Alle Jahre wieder kündigen sich die Silvesterkrawalle der Links-Autonomen in Connewitz an. Und alle Jahre wieder setzt die Poltzei auf Deeskalation, also einen Freibrief für Randale. Festnahmen wird es wieder keine geben. Pflastersteine auf Politzisten, das ist wohl nicht so schlimm. Was Herr Merbitz mit diesen Chaoten noch kommunizieren will, bleibt sein Geheimnis. Man hat den Eindruck diese Ausschreitungen sollen überhaupt nicht verhindert werden. Die Politzei sollte hier so konsequent vorgehen, wie [...]*. * Inhaltlich falschen Fakt gelöscht - MDR.DE-Redaktion
29.12.2012
14:21 Uhr

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