Sachsen

Rettung in Sicht trotz Insolvenzverfahren : BMW-Aktionär Quandt will Solarwatt mehrheitlich übernehmen

Das Amtsgericht hat das Insolvenzverfahren für das Dresdner Unternehmen Solarwatt eröffnet. Geplant ist eine Sanierung in Eigenverwaltung. Wie es hieß, will der Unternehmer Stefan Quandt den Neuanfang mit neuem Kapital unterstützen. Allerdings sollen rund 100 Arbeitsplätze bei Solarwatt gestrichen werden. Die vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeiter sollen in einer Auffanggesellschaft unterkommen. Solarwatt hat derzeit in Dresden noch 440 Mitarbeiter.

Abbau von Arbeitsplätzen und Sanierungskonzept

Der Sanierungsplan, der den Gläubigern 16 Prozent ihrer Ansprüche zusichert, sieht vor, das Kapital zunächst auf Null herabzusetzen und anschließend um fünf Millionen Euro zu erhöhen. 94 Prozent davon wolle Quandt zeichnen und zudem fünf Millionen Euro als Gesellschafterdarlehen zuschießen. Solarwatt-Chef Neuhaus äußerte sich angesichts des um 22 Prozent gestiegenen Absatzes in den ersten sechs Monaten zuversichtlich, die Firma retten zu können.

Solarwatt mit Sitz in Dresden wurde 1993 gegründet und stellt unter anderem kristalline Solarmodule her. Mitte Juni 2012 hatte die Firma wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung einen sogenannten Insolvenzschutzschirm beantragt.

Solarindustrie: Vom Sand zur Solaranlage

Quarzsand Blick in den Ofen Die Aufschmelzung des Siliziums geschieht bei über 1.400 Grad Celsius. Danach erfolgt die Kristallisation, die vertikal gerichtete Erstarrung der Silizium-Schmelze, beginnend am Boden der Kokille, zu einem polykristallinen Block. Solar

Einigen Begriffen aus der Solartechnik kann man gar nicht entkommen. Aber was versteckt sich zum Beispiel hinter einem Wafer, wozu wird er gebraucht - und wie spricht man das aus? Die Schritte vom Sand zur Solaranlage. [Bilder]


Zuletzt aktualisiert: 04. August 2012, 21:29 Uhr

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