Sachsen

Sommerferien : 434.000 sächsische Schüler starten in die Ferien

In Sachsen sind am Freitag 434.000 Schüler in die Ferien gestartet. Für rund 24.000 Mittelschüler und Abiturienten ist damit auch die Schulzeit zu Ende. Für alle anderen sächsischen Schüler beginnt das neue Schuljahr am 1. September.

Wie Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth mitteilte, hat die Sächsische Bildungsagentur wieder Telefonberatungen für Schüler und Eltern eingerichtet. Laut Kurth können dort bis Freitag 16 Uhr alle Fragen rund um das Zeugnis geklärt werden. Außerdem sollen die Mitarbeiter an den Telefonen dem einen oder anderen Schüler Mut machen, sich vertrauensvoll an die Eltern zu wenden, auch wenn die Zensuren nicht wie gewünscht ausgefallen sind. Es sei wichtig, dass Eltern gemeinsam mit ihren Kindern über das Zeugnis sprechen und auch bei schlechten Nachrichten die Ruhe bewahren. "Das Zeugnis am Schuljahresende hilft Bilanz zu ziehen. Die Noten zeigen, wo die Stärken und Schwächen liegen. Vorwürfe helfen da nicht weiter. Vielmehr kommt es darauf an, gemeinsam Absprachen zu treffen, wie die Leistungen im neuen Schuljahr verbessert werden können."

Die Ministerin verwies aber auch darauf, dass die Ferien in erster Linie der Erholung dienen sollten. "Wer viel leistet und sich in der Schule anstrengt, hat auch Ferien verdient. Erholung und Entspannung sind wichtig, damit im neuen Schuljahr wieder Vollgas gegeben werden kann." Kurth bedankte sich zum Schuljahresende auch bei den Lehrern "für ihr außerordentliches Engagement".

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102 sächsische Abiturienten schließen mit 1,0 ab

In Sachsen haben in diesem Jahr 102 Schüler ihr Abitur mit 1,0 abgeschlossen. Dafür wurden die Schüler bereits am Mittwoch von Kultusministerin Kurth mit einer Ehrenplakette aus Meißner Porzellan ausgezeichnet. Insgesamt haben 7.200 Schüler ihr Abitur abgelegt. Im vergangenen Schuljahr 2010/2011 hatten 110 von 11.350 Schülern ihr Abitur mit 1,0 abgeschlossen.

Französisches Abitur ab 2013 auch in Sachsen

Im nächsten Jahr gibt es nach Angaben des Kultusministeriums an zwei sächsischen Gymnasien eine Neuerung. Am Romain-Rolland-Gymnasium in Dresden und am Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium in Leipzig legen die Schüler dann neben dem deutschen erstmals auch das französische Abitur ab. Die beiden Gymnasien kooperieren dabei mit ihren Partnerschulen in Straßburg und Montpellier. Der Doppelabschluss AbiBac ermöglicht es den Absolventen, an Hochschulen in Deutschland und in Frankreich zu studieren.

Seit dem Schuljahr 2010/2011 bereiten sich einige sächsische Schüler schon auf das AbiBac vor. In den Klassenstufen zehn bis zwölf wird Französisch auf erhöhtem Niveau unterrichtet. Vorher mussten die Schüler eine vertiefte sprachliche Ausbildung absolvieren. Das französische Baccalauréat beruht auf einem Abkommen von 1994 zwischen Deutschland und Frankreich. Es wird an mehr als 50 Partnerschulen in Frankreich und Deutschland angeboten.

Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2012, 13:23 Uhr

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