Sachsen

Gewitterfront zieht über Sachsen : Zahlreiche Schäden zwischen Erzgebirge und Oberlausitz

Schwere Sommergewitter mit heftigem Regen, Wind und Hagel haben am 21. August vor allem in Ostsachsen Schäden hinterlassen. Die Feuerwehr war mehrere Stunden im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen. Nach Angaben der Polizei war vor allem der Landkreis Bautzen betroffen. Schäden gab es aber auch im Erzgebirge und der Sächsischen Schweiz.

Nach Polizeiangaben musste wegen eines Erdrutschs die Kirnitzschtalstraße zwischen Bad Schandau und Mittelndorf gesperrt werden. Die Kirnitzschtalbahn kann nach Angaben der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz am Dienstag nicht fahren, auch Busverkehr ist nicht möglich. Dort wütete am Dienstagfrüh ein Gewitter. Zwischen Gödlau und Kamenz ist die S105 wegen verschmutzter Fahrbahn gesperrt.

Umgeknickte Bäume und überschwemmte Straße

Die Feuerwehr beseitigtet die Spuren der Sommergewitter.
Die Feuerwehr hatte vor allem im Landkreis Bautzen viel zu tun.

Starke Windböen ließen hier Bäume und Verkehrschilder umstürzen, oder fegten Mülltonnen durch die Straßen. So war die Kreisstraße zwischen Rosenthal und Räckelwitz nordwestlich von Bautzen wegen umgestürzter Bäume stundenlang gesperrt. In Weißenberg deckten heftige Windböen das Dach des ehemaligen Feuerwehrgebäudes teilweise ab.

Nach dem starken Regen standen mehrere Straßen unter Wasser. In Räckelwitz und Ostrow standen Straßen bis zu einem halben Meter unter Wasser. Schlammmassen kamen von den Feldern. Im Burkauer Ortsteil Uhyst musste die S101 wegen eines Erdrutsches vorübergehend gesperrt werden. Der private Wetterbeobachter Jens Tischer aus Lückersdorf teilte dem MDR mit, besonders um Räckelwitz, Crostwitz und Jeßnitz habe das schwere Unwetter gewütet. Schlamm und Gerölllawinen hätten ganze Ortschaften überschwemmt. Von Schmeckwitz bis Gränze seien zahlreiche Bäume wie Streichhölzer geknickt worden.

Jugendherberge in der Oberlausitz geräumt - Hagel im Erzgebirge

Umgeknickter Baum auf einer Landstraße.
Umgeknickter Baum auf einer Landstraße in der Westlausitz.

In Neschwitz in der sächsischen Oberlausitz schwoll deshalb ein Bach stark an. 30 Gäste einer Jugendherberge - darunter 25 Kinder - wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht, weil der Keller voll Wasser gelaufen war. Die Kinder und ihre Betreuer verbrachten die Nacht im Gasthof. Östlich der Elbe waren beispielsweise in Dürrhennersdorf 18,6 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen.

Die "Freie Presse" berichtet, dass im auch im Erzgebirge unter anderem rund um Lößnitz und Stollberg ein Gewitter wütete. In Thalheim fielen demnach Hagelkörner mit einem Durchmesser von sechs Zentimetern. In Wilkau-Haßlau bei Zwickau sollen Hagelkörner Fahrzeuge beschädigt haben. Örtlich sah es kurzzeitig aus, als habe der Winter Einzug gehalten. Die Gewitterfront war von Chemnitz über Dresden nach Polen gezogen. Vor der Front hatte es in Sachsen neue Hitzerekorde gegeben.

Neue Hitzerekorde und Sahara-Staub

So wurden nach Angaben des MDR-Wetterstudios in Dresden 38,9 Grad Celsius und damit der höchste Wert in ganz Mitteldeutschland gemessen.

Das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung teilte mit, die heiße Luft aus Nordafrika habe Sahara-Staub mitgebracht. Besonders über Leipzig würden in Höhen zwischen 1.000 und 7.000 Metern starke Staubkonzentrationen registriert. Beim Sonnenauf- und -untergang erscheine die Sonne deshalb teilweise fast weiß.

Rekord-Hitze hält an: Glutheiße Tage und tropische Nächte

In Mitteldeutschland haben die Temperaturen neue Jahreshöchstwerte erreicht. Dresden war mit 39,8 Grad Celsius die wärmste Stadt in Deutschland. Selbst auf dem sonst eher kühlen Brocken wurde der Hitzerekord gebrochen. [mehr]


Zuletzt aktualisiert: 21. August 2012, 17:18 Uhr

5. Lafayette:
Ich kann mich Frieda nur anschliessen. Was manche hier abgeben scheint ein deutlicher Hinweis zu sein, dass die Hitze die ersten [...] fordert. | [Anmerkung der MDR.DE-Redaktion: beleidigender Ausdruck entfernt]
22.08.2012
00:24 Uhr
4. Gast:
Also ich gehe Vollzeit arbeiten. Und ich empfinde die Temperaturen als nicht schlimm. Es ist Sommer. Endlich. Allerdings finde ich es grausig, dass jedes Mal nach ein bissel warmen Tagen heftige Unwetter wüten. Das stimmt mich traurig, ängstlich und besorgt. Ich habe ständig Angst auch alles zu verlieren.
21.08.2012
22:43 Uhr
3. Kritiker:
@Frank: Wenn die Unwetter nicht so schlimm waren, kannst du ja nach Crostwitz fahren und dort mit wenigen paar Handgriffen zur Herrichtung des Kindergartenumfeldes beitragen! Es gibt allerdings Menschen, die bei diesen Temperaturen einen Hitzekollaps erleiden und durch Verwirrtheit auffallen...
21.08.2012
20:10 Uhr
2. Frieda:
Hallo Frank, Sag mal, kann das sein das du keine Ahnung hast? Hast du schon mal versucht, bei solch einer Hitze einer Arbeit nachzugehen, deine täglichen Pflichten und Aufgaben zu erledigen? Mir scheint nicht!! So schön wie das Wetter auch ist, aber die Temperaturen sind außsreichend. Ach ja, wegen den Unwetter, frag doch mal die Betroffenen. Ich glaube die können dir sagen wie schlimm es war!! [...] | [Anmerkung der MDR.DE-Redaktion: beleidigende Aussage entfernt]
21.08.2012
18:29 Uhr
1. Frank:
Also ich habe die Temperaturen als sehr angenehm empfunden. Ein paar Grad mehr hatte ich mir noch erhofft. Schade daß es nun wieder kälter wird. Ob die Unwetter wirklich so schlimm waren, ich hege meine Zweifel!
21.08.2012
15:54 Uhr

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