Bautzner Theatersommer : Lügenbaron auf der Ortenburg
Beim 17. Bautzner Theatersommer dreht sich alles um den Lügenbaron Münchhausen. Wie das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen mitteilte, werden seine Reisen zu Lande, zu Wasser und in der Luft in sieben Bildern gezeigt. Im Hof der Ortenburg inmitten der mehr als 1.000-jährigen Altstadt sind bis 12. August insgesamt 36 Aufführungen geplant. Die Premiere am Donnerstag geriet allerdings zur Wasserschlacht. Erst begann die Vorstellung wegen des Unwetters eine Stunde später, dann musste die Aufführung abgebrochen werden.
Bereits 20.000 Karten vor der Premiere verkauft
Das Freiluftspektakel soll mehr als 30.000 Besucher nach Bautzen locken. Nach Angaben des Theaters waren schon vor dem Beginn der Vorstellungen knapp 20.000 Karten verkauft.
Vorlage für den Bautzner Münchhausen auf seiner fliegenden Kanonenkugel ist das Werk des deutschen Dichters Gottfried August Bürger, der das Leben des historisch verbürgten Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen (1720-1797) niederschrieb. Münchhausen erzählte von 1755 an im Freundeskreis Lügengeschichten aus seinem abenteuerlichen Leben und erreichte damit überregionale Bekanntheit. Der Bautzener Intendant Lutz Hillmann setzte die absurde Geschichte mit dem berühmten Ritt auf der Kanonenkugel nicht nur in Szene, sondern schrieb auch das Buch für die Bühnenfassung. Der Bautzner Münchhausen ist dabei nicht der Lügenbaron selbst, sondern sein fiktiver Urenkel - dem Hillmann in seiner Inszenierung ein gutes Jahr nach der Guttenberg-Affäre den Namen Karl-Theodor verpasste. Hauptdarsteller Jonas Lauenstein nimmt die Zuschauer mit auf eine launige Reise zwischen Mondlandung und Tiefseetauchgang.
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