Sachsen

Plauen : Sieben Millionen Euro für neue Straßenbahnen

Die Plauener Straßenbahnflotte bekommt Verstärkung. Sachsens Verkehrsstaatsekretär Roland Werner übergab am Freitag einen Scheck über insgesamt 7,1 Millionen Euro für den Kauf moderner Niederflurstraßenbahnen. Mit den Fördermitteln kann die Plauener Straßenbahngesellschaft insgesamt sechs neue Züge bestellen. Ursprünglich hatte Sachsen nur Geld für zwei Fahrzeuge bewilligt, dann aber nachgebessert. Bisher sind in der Vogtlandstadt fast ausschließlich modernisierte Tatra-Wagen aus tschechischer Produktion im Einsatz.

Attraktives Nahverkehrsangebot

Blick in die Plauener Bahnhofstraße
Die alte Straßenbahnflotte in Plauen bekommt modernen Zuwachs.

Die neuen Trams werden im Bautzner Bombardier-Werk gefertigt. Zwei sind schon im Bau und sollen im Herbst 2013 nach Plauen ausgeliefert werden, die anderen Bahnen folgen ein Jahr später. Die erste Straßenbahn in Plauen fuhr 1894, heute gibt es fünf Tram- und vier Stadtbuslinien. Das Angebot wird jährlich von acht Millionen Fahrgästen genutzt. Werner betonte die Bedeutung des öffentlichen Personennahverkehrs auch außerhalb der großen sächsischen Metropolen. Deshalb habe auch die Plauener Straßenbahngesellschaft seit 1991 fast 70 Millionen Euro Fördermittel erhalten. Damit wurde beispielsweise die Zentralhaltestelle " Tunnel" ausgebaut. Zwischen ihr und allen Endpunkten wird alle zwölf Minuten eine Fahrt angeboten.

Zuletzt aktualisiert: 21. Dezember 2012, 17:27 Uhr

1. Paulchen:
Straßenbahnen sind leider relativ teuer. Man stand schon lange vor der schwierigen Entscheidung, wie der Straßenbahnbetrieb in der schrumpfenden Stadt weiterzuführen ist: Entweder investieren und mit besserer Qualität größere Bevölkerungsanteile gewinnen oder stilllegen und ganz auf Busbetrieb umstellen. Die jetzige erste Lösung ist bei tendenziell steigenden Spritpreisen sicherlich nicht so falsch. Dass es gut funktioniert, Bus und Bahn parallel/komplementär zu entwickeln, sieht man sehr gut in Dresden und auch in Plauen hat sich dahingehend in den letzten Jahren schon etwas getan (mir persönlich leider zu langsam, denn es ist schwer, verlorengegangene Fahrgäste wieder vom Zusteigen zu überzeugen). Ich hoffe, der Fahrplan wird auch irgendwann wieder etwas attraktiver :-).
21.12.2012
19:07 Uhr

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