Sachsen

Arbeitskampf : Streik an Reichenbacher Klinik dauert an

An der Paracelsus-Klinik wird den dritten Tag in Folge gestreikt. Das teilte eine Sprecherin der Gewerkschaft ver.di am Freitagmorgen mit. Die Arbeitgeber hätten bisher nicht auf den Streik reagiert.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 250 Mitarbeiter der Reichenbacher Paracelsus-Klinik den gleichen Lohn wie am Standort Zwickau. Dieser ist laut Gewerkschaft bis zu 23 Prozent höher. Möglicherweise wird der Protest auch in der kommenden Woche fortgesetzt. Die Gewerkschaftssprecherin verwies darauf, dass am dritten Streiktag die Belastungen für die Arbeitenden auf den Stationen und für die Streikenden vor der Klinik immer stärken würden. Die Patientenversorgung und der Notdienst seien weiter abgesichert. Im OP-Bereich werden aber nur noch Notoperationen durchgeführt. 

Gewerkschaft akzeptiert Arbeitgeberangebot nicht

Gewerkschaftssprecherin Simone Bovensiepen hatte zum Auftakt am Mittwoch erklärt, die Arbeitgeber hätten den Beschäftigten  der Paracelsus Klinik Reichenbach angeboten, ab dem 1. Juli 2013 in den Tarifvertrag des Konzerns übergeleitet zu werden. Damit verbunden wäre eine Gehaltssteigerung um vier Prozent. Ab Juli 2014 bieten die Arbeitgeber weitere zwei Prozent und erst  im Juli 2015 die komplette Erhöhung an. "Die Arbeitgeber finden, dies ist ein faires Angebot", sagte Bovensiepen. "Die ver.di Mitglieder sagen: Wir wollen keine Lückenbüßer mehr sein. Nach vielen Jahren Lohnverzicht wollen wir für die gleiche Arbeit im Konzern das gleiche Geld." Das hätten die Beschäftigten in Reichenbach schon vor den ersten Verhandlungen im November 2011 gefordert, betonte die ver.di-Sprecherin. Ihnen fehlten monatlich 320 bis 530 Euro in der Geldbörse - im Vergleich zu den Zwickauer Kollegen.

Zuletzt aktualisiert: 08. Februar 2013, 22:52 Uhr

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